{"id":3608,"date":"2024-11-15T17:06:07","date_gmt":"2024-11-15T16:06:07","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/?page_id=3608"},"modified":"2026-06-09T17:26:31","modified_gmt":"2026-06-09T15:26:31","slug":"karelien-2008","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/index.php\/reisen\/karelien-2008\/","title":{"rendered":"Karelien 2008"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">1. Etappe &#8211; 900 km<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Gut vorbereitet und voller Neugierde ging es am 26. April endlich los. Von Schleswig-Holstein aus f\u00fchrte mich die erste Etappe via \u201eVogelfluglinie\u201c nach \u2013 Puttgarden \u2013 Rodby \u2013 Helsing\u00f8r \u2013 Helsingborg, quer durch Schweden bis nach Stockholm. Gute 900 km, entspannt in 10 Stunden. In Stockholm angekommen, ging es abends an Bord und zehn Stunden sp\u00e4ter in der finnischen Hafenstadt Turku von Bord.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">2. Etappe &#8211; 700 km<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ab jetzt hie\u00df das Motto \u201eRussland ich komme!\u201c. Von S\u00fcdwest Finnland \u00fcber Tampere \u2013 Jyv\u00e4skyl\u00e4 \u2013 Kuopio \u2013 Nurmes \u2013 bis in den Nordosten Finnlands nach Kuhmo.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">3. Etappe- 10 km, Russland im Wald der Formulare<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die Grenze zu Russland verl\u00e4uft nahe Vartius. Es war noch hell und ich beschloss noch an diesem Tag Finnlands Nachbar einen Besuch abzustatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Von Meter zu Meter stieg die Spannung. Hatte ich auch alle erforderlichen Papiere dabei? Auf der finnischen Seite erfolgte eine simple Passkontrolle. Danach erreichte ich den russischen Teil der Grenze. Bis zum Schlagbaum vorfahren, Motor abschalten und ab ins Abfertigungsgeb\u00e4ude. Hier erh\u00e4lt man das erste von unz\u00e4hligen Formularen, wahlweise auf russisch oder auf finnisch. Ich entschied mich f\u00fcr die russische Version und f\u00fcllte mit Hilfe meiner Grundkenntnisse in der russischen Sprache nahezu alle erforderlichen Angaben aus. Auf Unterst\u00fctzung der russischen Beamten konnte ich nicht bauen. Schlussendlich half mir eine nette Finnin, die letzten Angaben einzutragen. F\u00fcr mein nun tadellos ausgef\u00fclltes Formular, wurde ich mit einem Stempel in meinem Pass und einer Emigrationskarte von der russischen Beamtin belohnt. Doch die Abfertigung war damit noch nicht erledigt. Es folgte der Zollschalter. Wieder ein Formular auf Russisch. Diesmal wurde abgefragt, ob es etwas zu verzollen gab. Danach, man mag es erahnen, folgte selbstverst\u00e4ndlich der n\u00e4chsten Schalter. Das Auto musste noch versichert werden, denn in Russland gilt nicht die \u201egr\u00fcne Versicherungskarte\u201c. Auf Grund meiner Reisevorbereitung rechnete ich mit 15 \u2013 20 Euro f\u00fcr einen Versicherungsschutz f\u00fcr 15 Tage. Doch dies galt, wie ich vor Ort feststellen musste, nur f\u00fcr Fahrzeuge bis 50 PS. Da mein Fahrzeug \u00fcber 163 PS verf\u00fcgt, wurde der h\u00f6chsten Betrag von 48 Euro f\u00fcr Fahrzeuge ab 160 PS f\u00e4llig. Diese Versicherungsbescheinigung musste daraufhin wieder am Zollschalter vorgelegt werden. Erst jetzt konnte die Einfuhrerkl\u00e4rung f\u00fcr mein Fahrzeug ausgestellt werden. Mit einem Haufen Papiere in der Hand kehrte ich in mein Auto zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Eine kurze Fahrzeugkontrolle, ein Blick in den Kofferraum und der Schlagbaum \u00f6ffnete sich. \u201eRussland ich bin da!\u201c\u2026fast\u2026 denn meine Formular-Sammlung sollte nicht umsonst gewesen sein. Vorm letzten noch folgenden Schlagbaum wurden alle \u201egesammelten Werke\u201c&nbsp; erneut gecheckt\u2026..Endlich, ich bin in Russland! Nach gerade mal zehn gefahrenen Kilometern, meinte es die G\u00f6ttin der Kontrolle, wenn es diese g\u00e4be, besonders gut mit mir. Auch die russsiche Polizei hatte ein Interesse, meine Papiere zu begutachten. Ich blieb gelassen, trug es mit Fassung, ich hatte mittlerweile Routine in diesen Dingen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Um zur ersten Kontrolle zu gelangen muss man bereits das erste Formular ausf\u00fcllen. Leider gab es diese hier nur auf Finnisch und Russisch. Also das was klar ist ausgef\u00fcllt und ab zur nicht ganz so freundlich schauenden Beamtin. Sie wird mir schon helfen \u2013 dachte ich. Leider schickte sie mich zur\u00fcck nach dem sie mir zu verstehen gab, das alles und richtig auszuf\u00fcllen sei. Zum Gl\u00fcck half mir eine freundliche Finnin auch noch die letzten Felder dank ihrer englischen \u00dcbersetzung auszuf\u00fcllen. Nun gab es von der netten russischen Beamtin einen Stempel in den Pass und die Emigrationskarte. Weiter ging es zum Zollschalter. Hier war der Beamte wesentlich freundlicher und f\u00fcllte mit mir und seiner englischen \u00dcbersetzung, das Formular gab es hier nur auf Russisch, aus. Hier wurde nur vermerkt was man alles bei der Einreise zu verzollen hatte. Dann musste die Versicherung f\u00fcr das Fahrzeug am n\u00e4chsten Schalter, dem Schalter einer russischen Versicherung, abgeschlossen werden. Auf Grund meiner vorherigen Recherchen rechnete ich mit 15 \u2013 20 EUR f\u00fcr 15 Tage. Auf Grund der mir vorgelegten Tabelle musste ich erkennen, dass dieser Betrag nur f\u00fcr Fahrzeuge bis 50 PS gilt. Da mein Fahrzeug aber 163 PS hat, musste ich den h\u00f6chsten Betrag zahlen. Dieser betr\u00e4gt rund 48 EUR f\u00fcr 15 Tage und gilt f\u00fcr Fahrzeuge ab 160 PS. Mit dieser Versicherungsbescheinigung ging es nun wieder zur\u00fcck zum Zollschalter. Nun wurde noch die Einfuhrerkl\u00e4rung f\u00fcr das Fahrzeug ausgestellt. Nun mit allerlei Papieren ging es wieder zum Fahrzeug. Eine kurze Kontrolle des Fahrzeuges und der mit gef\u00fchrten Sachen und der Schlagbaum \u00f6ffnete sich. Weiter ging es zum n\u00e4chsten Schlagbaum. Hier erfolgte erneut eine Kontrolle des Passes und der Fahrzeugpapiere. Dies war die letzte Zollkontrolle. Insgesamt hat die Grenzabfertigung nicht ganz eine Stunde gedauert. Nach kurzer Fahrzeit, ca. 10 km hinter der Grenze, folgte dann auch schon die erste Polizeikontrolle. Diese beinhaltet wie in Russland \u00fcblich, die Kontrolle von Pass und Fahrzeugpapiere sowie einen kurzen Blick in das Wageninnere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Da war ich nun im gro\u00dfen Russland. Das Abenteuer hat begonnen und bis jetzt problemlos. Soviel sei bereits an dieser Stelle verraten, es gab auch auf der gesamten weiteren Reise keine gr\u00f6\u00dferen Probleme!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">4.Etappe &#8211; 168 km<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">4.Etappe &#8211; 168 km<br>Kostomuk\u0161a \u2013 Voknavolok &#8211; Kalevala<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Meine Fahrt f\u00fchrte mich nach Kostomuk\u0161a entlang der A 134. Es lag Ende April noch Schnee am Stra\u00dfenrand. Erstaunlicher Weise entsprach die Stra\u00dfe europ\u00e4ischem Standard, Schlagl\u00f6cher waren hier eher selten. Ein kleiner Rundgang in dieser Stadt gen\u00fcgte, es gab hier wenige Sehensw\u00fcrdigkeiten, und ich entschied, die Stadt in n\u00f6rdlicher Richtung zu verlassen. Vorbei an der Erzmiene auf einer aufgeweichten Sand-\/Kiespiste erreichte ich nach 60 km die Stadt Voknavolok. Hier wollte ich meine erste Nacht auf russischem Boden verbringen, Ein geeigneter Stellplatz war n\u00f6tig. Ich suchte daf\u00fcr einheimischen Rat. Zwei russische M\u00e4nner, leicht angetrunken, boten mir erst einmal eine Tasse Wodka an. \u201eSo l\u00e4sst sich besser reden\u201c, dachte ich und nahm die gastfreundschaftliche Geste dankend an. Es gab einige Irritationen, die sowohl auf den alkoholisierten Zustand der M\u00e4nner als auch auf die beiderseitigen Sprachbarrieren zur\u00fcckzuf\u00fchren waren. Schlussendlich akzeptierten Sie mich als Deutschen. Sie empfahlen mir, gleich nach Kalevala \u00fcber den zugefroren See zu fahren. Sie w\u00fcrden mich auch gern begeleiten. Eine Fahrt \u00fcber Eis war mir nun doch etwas zu riskant. Mit M\u00fche konnte ich diese M\u00e4nner \u00fcberzeugen, dass es f\u00fcr mich wesentlich praktischer w\u00e4re, alleine und auf dem Landweg nach Kalevala zu fahren. Nach langem Hin und Her, verabschiedete ich mich und fuhr weiter. Schnee, Matsch, Schlamm begleiteten meinen Weg in den Norden. Es wurde langsam dunkel und die Stellplatzfrage war immer noch nicht gekl\u00e4rt. Die Stra\u00dfenverh\u00e4ltnisse erforderten meine komplette Konzentration. Ich rate allen Abenteuerlustigen in Russland nicht im Dunkeln zu fahren, die Schlagl\u00f6cher sind t\u00fcckisch. In Kalevala angekommen, bot mir eine Tankstelle den optimalen Nachtplatz. Es war 1 Uhr nachts, ich war froh, kaputt und schlief sofort ein. Russland, mein Abenteuer hatte begonnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">&nbsp;Die Seen waren hier noch zugefroren. Zwei russische M\u00e4nner, etwas angetrunken, Auf er Suche nach einem<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Solch eine Stra\u00dfe sollte ich erst zum Ende meiner Russlandreise wieder finden. H\u00e4tte ich das zu diesem Zeitpunkt bereits gewusst, man wie h\u00e4tte ich diese letzten Kilometer schlaglochlose Piste genossen\u2026 Nach einer kurzen Rundreise durch die Stadt ging es weiter aus der Stadt raus in n\u00f6rdlicher Richtung. Auf einer einigerma\u00dfen passablen Sand- \/ Kiespiste. Vorbei am Gel\u00e4nde der Erzmiene. Nach knapp 60 Kilometer erreichte ich Voknavolok. Hier war urspr\u00fcnglich geplant einen Ort zum abstellen meines Fahrzeuges zu finden und die erste Nacht in Russland zu verbringen. Aber es kam leider etwas anders als geplant. Auf der Suche nach einem geeigneten Standplatz fragte ich zwei M\u00e4nner in ihrem Lada. Diese waren zwar nicht mehr ganz n\u00fcchtern aber freundlich. Ein weiterer Mann war nicht ganz so freundlich. Aber als ich ihnen verst\u00e4ndlich machen konnte, da\u00df ich nicht, wie sie dachten, aus Finnland sondern aus Deutschland kam war die Welt wieder in Ordnung und die Gastfreundschaft kam auf. Es ging zum Ufer des vereisten Sees und, wie sollte es anders sein, es gab f\u00fcr jeden erst einmal eine Tasse (!) Wodka. OK ich war nicht unfreundlich und lehnte erst die zweite Tasse ab. Erstaunlicherweise, jedenfalls f\u00fcr mich, hat mich die ungew\u00f6hnliche Wodkamenge nicht umgehauen. Nun wollten mich die M\u00e4nner auf den rechten Weg nach Kalevala bringen. Da meine russischen Kenntnisse sehr rar waren, brauchte es eine Weile bis ich ihnen verst\u00e4ndlich machen konnte das ich kein Hotel suche sondern lediglich einen Platz f\u00fcr mein Auto suche und dann in diesem \u00fcbernachten wolle. Nun ging es wieder zum Ufer des Sees. Allerdings sollte ich nun mit Ihnen ca. 11.000 m \u00fcber den See fahren. Dies wollte ich aber weder mir noch meinem Auto antun. Daf\u00fcr war ich einfach zu \u00e4ngstlich, lag vielleicht auch daran das wir in Deutschland einfach keine richtig zugefrorenen Seen mehr kennen. Allerdings waren die M\u00e4nner, wenn ich sie richtig verstanden habe, so gastfreundlich das dies f\u00fcr sie nicht in Frage kam. Leider waren sie mittlerweile auch \u201eetwas\u201c vom Alkohol angeschlagen und konnten sich nicht mehr ganz so verst\u00e4ndlich ausdr\u00fccken. Nun fingen sie auch noch an, mir des \u00d6fteren den Namen Hitler zuzurufen und dabei mit ihren F\u00e4usten zu drohen. Allm\u00e4hlich kam auch etwas Angst in mir auf. Ich beschloss daher mich f\u00fcr den gastfreundlichen Abend zu bedanken, mich zu verabschieden und doch noch weiter zu fahren. Die Verabschiedung zog sich aber noch etwas in die L\u00e4nge. Letztendlich kam ich gegen 22:00 Uhr los und machte mich weiter auf den Weg in Richtung Norden. Der Weg bot nun neben den bereits schon gewohnten Schlagl\u00f6chern auch noch eine nette Auswahl an Schlamm, Eis bzw. Schnee. Leider fand ich erst im 85 km entfernten Kalevala einen geeigneten \u00dcbernachtungsplatz \u2013 ich beschloss direkt an der Tankstelle zu parken. Hier traf ich etwas kaputt gegen 1:00 Uhr ein, wobei ich die letzte Stunde im Dunkeln fahren musste was man bei den russischen Stra\u00dfenverh\u00e4ltnissen nach M\u00f6glichkeit eigentlich vermeiden sollte. Dies war zum Gl\u00fcck auch meine einzige Nachtfahrt w\u00e4hrend meiner Russlandreise.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">5. Etappe \u2013 180 km \u2013 Die Natur zeigt Dir den Weg<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">5. Etappe \u2013 180 km \u2013 Die Natur zeigt Dir den Weg<br>Kalevala \u2013 Kem \u2013 Wei\u00dfes Meer<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ein neuer Tag, ein neues Ziel. Von der Akademia Baltika in L\u00fcbeck hatte ich vor meiner Reise einen Tipp bekommen, dass sich ein Besuch in Paanaj\u00e4rvi lohnt, ein abgelegenes Dorf am Ufer des Kem, in dem die Zeit stehen geblieben scheint.<br>Es war kalt, knapp \u00fcber dem Gefrierpunkt und es nieselte als ich meinen Wagen startete. Die anfangs asphaltierte A135, die mich in \u00f6stlicher Richtung nach Somba f\u00fchrte, wandelte sich wie erwartet schnell in eine Buckelpiste. Kurz vor Somba verlie\u00df ich die A135 in Richtung S\u00fcden. Geplant war das Auto nach 18 km stehen zu lassen, mit der F\u00e4hre \u00fcber den Fluss Kem \u00fcberzusetzen und ins Dorf zu laufe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Daraus wurde nichts. Das Wetter machte aus der Stra\u00dfe eine schlammige, risikoreiche Bahn. Ich kehrte nach ca. 12 km um und lie\u00df das Dorf Dorf sein. Leider war an diesem Tag kein gutes Wanderwetter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Zur\u00fcck auf der A135 machte ich mich auf den Weg in die Stadt Kem. Kurz vor der Kreuzung mit der M18 gab es auch wieder Asphalt unter die R\u00e4der. Nachdem ich mir etwas Kem angeschaut hatte, versuchte ich den Hafen zu finden. Dieser war zwar nicht ausgeschildert aber nah einigen Irrfahrten zu finden. Hier quartierte ich mich in dem Hotel \u201ePrigal\u201c ein. Das Hotel bot guten Standard. Mein Zimmer verf\u00fcgte \u00fcber Dusche und WC. Leider erfuhr ich, dass die F\u00e4hre zur Klosterinsel Soloveckij nur im Sommer f\u00e4hrt. Bei einem Spaziergang am Hafen war dies auch klar, der Hafen befand sich unter einer dicken Eisdecke. Das Wei\u00dfe Meer war wirklich wei\u00df \u2013 wei\u00df wie Eis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">6. Etappe \u2013 250 km \u2013 Babuschka ich will in meinem Auto schlafen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">6. Etappe \u2013 250 km \u2013 Babuschka ich will in meinem Auto schlafen!<br>Kem \u2013 Belomorsk \u2013 Nadvoicy \u2013 Sege\u017ea<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ich war mit dem Komfort des Zimmers zufrieden, das Bad war in Ordnung, ich hatte ausgeschlafen und freute mich auf das Fr\u00fchst\u00fcck. Man muss wissen, ich liebe Fr\u00fchst\u00fccken. Der Tag kann nicht besser beginnen als mit einem guten Fr\u00fchst\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">In Russland f\u00e4ngt das Fr\u00fchst\u00fcck gleich mit dem Mittagessen an. So scheint es. Deftige Nudeln, w\u00fcrzige Kochwurst und ein Block Schokolade pr\u00e4sentierten sich mir am Fr\u00fchst\u00fcckbuffet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nix mit Marmelade, M\u00fcsli oder einer Scheibe Brot. Egal, auch das macht satt, dachte ich und startete gest\u00e4rkt meine Erkundungstour durch die Stadt Kem. Ein sch\u00f6ner sonniger Tag, blauer Himmel. Stra\u00dfen wurden gefegt und Paraden ge\u00fcbt. Die Vorbereitung zum 1. Mai war allgegenw\u00e4rtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auf der M18, der Verbindungsstra\u00dfe zwischen Murmansk und St. Peterburg, ging es in den \u201eS\u00fcden\u201c. Auch hier t\u00e4uschte der erste Stra\u00dfeeindruck und man musste jeden Moment auf weitere unz\u00e4hlige Schlagl\u00f6cher gefasst sein. Ich statte Belomorsk noch einen Besuch ab und gestaltete mein Mittagessen auf dem R\u00fcckweg zur M18 in freier Natur. Ich hatte f\u00fcr die Russland-Fahrt gen\u00fcgend Proviant eingepackt und machte mir es am Belomorsko-Baltijski-Kanal gem\u00fctlich. Es gab Nudeln nach Art des Hauses auf dem Gaskocher, herrlicher Blick in die Natur inbegriffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Nacht fand ich in der Stadt Sege\u017ea, die an dem See Vyozero liegt, einen bewachten Parkplatz. Diese sicheren Parkpl\u00e4tze findet man h\u00e4ufiger in russischen St\u00e4dten. Russen parken nach der Arbeit sicher ihren PKW an diesem Ort und fahren morgens wieder los. \u00dcber dem Gel\u00e4nde, in einer Art Hochsitz, sa\u00df eine pummelige, \u00e4ltere Dame und bewachte ein Meer von Ladas, Uaz-Kleinbussen und einigen westlichen Autos. Ich bezahlte meine Standgeb\u00fchr und machte der guten Dame verst\u00e4ndlich, dass nicht nur mein Auto hier \u00fcber Nacht bleibt, sonder ich gleich mit. Sie schaute etwas entr\u00fcstet, noch keiner h\u00e4tte hier in seinem Auto geschlafen. Aber sie w\u00fcrde gut auf mich aufpassen. Das klang beruhigend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">7. Etappe \u2013 300 km \u2013 Verbotene Fotos<br>Sege\u017ea \u2013 Medve\u017eegorsk \u2013 Kiwatsch \u2013 Kondopoga<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach dem ich am Morgen die Frontscheibe innen von Eis befreit und mich mit einem deutschen Fr\u00fchst\u00fcck gest\u00e4rkt hatte, ging es auf der bereits bekannten M18 weiter in den S\u00fcden \u00fcber Medve\u017eegorsk bis nach Povenec.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die St\u00e4dte liegen am n\u00f6rdlichen Ende des Onegasees (Powenezbucht). In Povenec m\u00fcndet der Weissmeer-Ostsee-Kanal (Belomorsko-Baltijskij-Kanal). Ich entschloss mich an seinem Westufer etwas in n\u00f6rdlicher Richtung zu fahren. Damit der Kanal auch durch die Schifffahrt genutzt werden kann, sind kurz vor der M\u00fcndung einige Schleusen errichtet worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Leider wurde ich vom Schleusenw\u00e4rter lautstark darauf aufmerksam gemacht, dass das Fotografieren nicht erlaubt sei. Na gut, noch zwei Bilder, die Entfernung zwischen uns war&nbsp;&nbsp;&nbsp; ja gro\u00df genug, und es ging weiter. Auf dem R\u00fcckweg fand ich ein wundersch\u00f6nes Pl\u00e4tzchen nahe der Kanalm\u00fcndung um mein gewohntes Mittagsmahl auf meinem Kocher zuzubereiten. Es war wieder ein super sonniger Tag, Bis auf den ersten Tag war das Wetter ja stetig sonnig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach dem Mahl ging es wieder am Nordufer nach Medve\u017eegorsk. Auf der nun schon bestens bekannten Stra\u00dfe ging es immer weiter in Richtung S\u00fcden. Auf dem Weg nach Kondopoga wurde noch eine Pause am Wasserfall Kiwatsch im gleichnamigen Naturschutzgebiet eingelegt. Dieser imposante Wasserfall geh\u00f6rt zu den h\u00f6chsten Flachlandwasserf\u00e4llen Russlands. Dort gibt es einen kleinen Park mit Museum und einigen H\u00e4ndlerst\u00e4nden. Ein kleines Entgelt f\u00fcr den Parkplatz bzw. als Eintritt ist zu entrichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Entlang des gro\u00dfen Onegasees erreichte ich bei 20\u00b0 Grad die Stadt Kondopoga, 50 km n\u00f6rdlich von der karelischen Hauptstadt Petrozavodsk entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die Sonne schien und ein Bummel \u00fcber die typischen M\u00e4rkte, wo es vom Topf bis zum Autoersatzteil alles zu kaufen gibt, bot Abwechslung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">8. Etappe \u2013 60 km \u2013 Wir feiern den 1. Mai<br>Kondopoga \u2013 Petrozavodsk<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute ging es in die Hauptstadt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Mittlerweile hatte ich die ersten Schwierigkeiten mit dem Kalender, dies sollte mir heute das erste Mal so richtig auffallen. In Petrozavodsk angekommen ging es auf die Suche nach einem Hotel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Als erste erkundigte ich mich im Hotel \u201eFregat\u201c direkt am Onegasee. Der Preis nicht gerade billig. Also versuchte ich mein Gl\u00fcck im Hotel \u201eKarelia\u201c. Das gro\u00dfe moderne Haus war zwar schon etwas g\u00fcnstiger aber selbst im Vergleich mit deutschen Hotels nicht gerade g\u00fcnstig. Also auf zum dritten Hotel. Im \u201eSewernaja\u201c in der Stra\u00dfe \u201eLenina\u201c fand ich dann ein gutes Zimmer f\u00fcr etwas \u00fcber 50 \u20ac. Na also und mitten im Zentrum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Als ich das Hotel zur Entdeckungstour verlie\u00df stolperte ich direkt in den Maiumzug. Ach so wir hatten ja den 1. Mai. Wahnsinn wie viel Menschen an dem Umzug teilnahm. Nat\u00fcrlich unter Begleitung mit der typischen russischen Musik auf aus einer fahrenden Musikbox. Vom Hotel ging es an den Onegasee. Es war wieder herrlicher Sonnenschein bei Temperaturen um die 20\u00b0. An einem Stand kaufte ich ein br\u00f6tchenartiges Geb\u00e4ckst\u00fcck. Voller Hei\u00dfhunger bis ich rein. Und was war das \u2013 es schmeckte nach kaltem Fisch. Absolut nicht mein Geschmack. Ein Blick in\u00b4s W\u00f6rterbuch und es hie\u00dft \u00fcbersetzt ja auch fisch. Auf dem Rummelplatz am Hafen gab es dann Schaschlik und Cola. Das Fleisch war medium aber ok. An vielen Ecken der Stadt gab es St\u00e4nde und B\u00fchnen. Es war ein richtig sch\u00f6ner tag zum entspannen. Leider stellte sich heraus, das auch der Onegasee weiter im Norden noch teilweise zugefroren war. Die F\u00e4hre nach Kiizin f\u00e4rt es ab dem 15. Mai. OK haken wir auch diese Klosterinsel ab. Am Abend gab es dann in einem netten Caf\u00e9, unweit meines Hotels, eine sch\u00f6ne leckere Portion Nudeln. Dazu ein k\u00fchles Bier und einen Espresso zum Nachtisch. Und alles f\u00fcr knappe 4 \u20ac.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">9. Etappe \u2013 360 km \u2013 Valaam und zwei abenteuerliche Griechen<br>Petrozavodsk \u2013 Sortavalla<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Heute ging es von der Hauptstadt aus in den Westen. An den Ladogasee. Die Stra\u00dfen waren mittlerweile richtig gut geworden. Fast durchgehend Asphalt ohne gr\u00f6\u00dfere Schlagl\u00f6cher. Ich kam gut voran. Am Ufer des Flusses Uksunjoki, machte ich meine Mittagspause. Der Fluss, mit seinen vielen Stromschnellen, ist ein wahres Paradies f\u00fcr Freunde des Raftings. Ein Besuch auf die Insel Valaam stand anschlie\u00dfend auf dem Plan. Die \u00dcberfahrt zur Klosterinsel erfolgt bei Sortavala. Auch hier war ich einfach zu fr\u00fch unterwegs. Nicht eine Schiffstour f\u00e4hrt vor Mitte Mai vom Hafen aus. Ich war nicht der einzige am Hafen, der entt\u00e4uscht der Anlegerstation den R\u00fccken kehrte. Ich traf hier auf zwei Fahrradtouristen. Zwei Griechen, die nach St. Peterburg geflogen waren und sich von dort auf den Weg per Rad durch Karelien machten. \u201eAuch eine M\u00f6glichkeit die Region zu entdecken!\u201c, dachte ich. Von ihnen erfuhr ich, dass die Route entlang des Westufers des Ladogasee zwar nicht gesperrt sei, jedoch in einem sehr schlechten Zustand war. Sortavala bot aus meiner Sicht nicht viel Sehenswertes. und ich verlie\u00df die Stadt auf Rat der Radfahrer entlang der \u00f6stlichen Seite des Ladogasees. Am Abend traf ich in Salmi ein. Eine Tankstelle bot mir einen Stellplatz. Das Sicherheitspersonal hatte nichts dagegen. Aufs Grillen verzichtet hier an diesem Standort lieber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">10. Etappe \u2013 354 km \u2013 Rushouer in Russland<br>Olonec- Novaja Ladoga \u2013 St. Peterburg<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach einer weiteren ruhigen und erholsamen Nacht ging es weiter auf der A 130 entlang. In Pogrankondu\u0161i bot ein Aussichtsturm einen wundersch\u00f6nen Blick in die Landschaft bis zum Ladogasee.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ich fuhr und pl\u00f6tzlich hielt mich die Miliz an. Sie kl\u00e4rte mich auf, dass ich zu schnell gefahren bin. Irgendwo muss ich ein Schild mit 40 km\/h \u00fcbersehen haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ich bot ihnen an, die Strafe mit Euros zuzahlen. Sie lehnten ab. Ich war irritiert. Stattdessen. bekam ich eine per Hand ausgef\u00fcllte DIN A 4 Seite mit dem Hinweis auf ein Geldinstitut. Leider verstand ich nicht soviel, dass ich unbesorgt meine Weiterfahrt antreten konnte. Ein kurzer Anruf bei Konstantin Abert von Abenteuer-Russland beseitigte meine Zweifel. Es gibt in Russland in jeder gr\u00f6\u00dferen Stadt die Sberbank. Bei diesem Institut muss man die Strafe einzahlen. Der Polizist hatte sich korrekt verhalten und nach Vorschrift gehandelt. Auch das kommt in Russland vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auf der M 18 einige Kilometer vor St. Petersburg begann der Stress. Es war Nachmittag und die Autos fuhren im Stop and Go. Aber nicht alle. Die einen \u00fcberholten trotz Gegenverkehr, die anderen entschieden sich f\u00fcr den Standstreifen. Es war ein einziges Chacos. So fahren die Russen also Auto!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">V\u00f6llig durchgeschwitzt erreichte ich St. Peterburg. Immerhin, dass Navi in meinem Auto hat die Stadt erkannt und mir eine \u00dcbersichtskarte angeboten, doch einen geeigneten Stellplatz konnte mir das Navi auch nicht nennen. Bewachte Parkl\u00e4tze gab es in dieser Stadt viele. Zwei Russen boten mir auf ihrem bewachten Parkplatz Unterschlupf. Hatten Sie doch mit mir und den Deutschen Mitleid. Da vor einigen Tagen Bayern M\u00fcnchen gegen St. Peterburg im Fu\u00dfball verloren hatte. Wir besiegelten das mit deutschem Bier, dass ich in meinem Bordgep\u00e4ck dabei hatte. Es war ein sch\u00f6ner Abend mit den Beiden. Einer von Ihnen hatte bei der russischen Armee in Frankfurt \/ Oder gedient. Der Andere lebte einige Zeit in Bad Segeberg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">11. Etappe \u2013 139 km \u2013 Ostseestrand<br>St. Peterburg \u2013 Vyborg<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">St. Peterburg ist gro\u00df und wundersch\u00f6n. Die Zeit wurde knapp. Die Stadt muss in einem weiteren Urlaub unbedingt erkundet werden. Uns so war schon der n\u00e4chste Urlaub verplant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ich fuhr die 25 km auf einer Schotterpiste entlang. Es gab daf\u00fcr keine Schlagl\u00f6cher. Zwischen Ozerki und Ermilovo fuhr ich nach Agricolan. Dies ist der Name des Strandes oder gar der Bucht? Es war traumhaft sch\u00f6n. Der Kiefernwald ging direkt bis zum Strand. Die Sonne strahlte und der Strand war menschenleer. Ein sch\u00f6ner Fleck Erde zum surfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Frisch gest\u00e4rkt ging es weiter auf der A 123 nach Vyborg. In Vyborg angekommen quartierte ich mich im gleichnamigen Hotel ein und startete meine Erkundungstour durch die Stadt. Erstaunlich wie europ\u00e4isch auf einmal alles wieder aussah.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">12. Etappe \u2013 62 km \u2013 Zur\u00fcck in \u201eEuropa\u201c<br>Vyborg \u2013 Helsinki<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Leider war das Wetter an meinem letzten Russlandtag nicht mehr so perfekt. Der Himmel hing voller dunkler Wolken. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck, bezahlte ich noch meinen Strafzettel f\u00fcr meine \u00fcberh\u00f6hte Geschwindigkeit auf dem Weg nach St. Petersburg im Geldinstitut. Zu den 100 Rubel (ca. 3 Euro) Strafe kamen noch 20 Rubel Geb\u00fchren, 2 Quittungen mit 4 Stempeln. Ich machte mich auf den Weg zur Grenze. Nach einer Polizeikontrolle erreichte ich die letzte g\u00fcnstige Tankstelle vor Finnland. Bis zum Anschlag tankte ich voll \u2013 und das f\u00fcr 0,68 EUR pro Liter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die Abfertigung bei der Ausreise aus Russland war erwartungsgem\u00e4\u00df langsam. Doch ich kannte mich schon mit dieser Prozedur aus. Diesmal wurden die Einreiseformulare mit dem Ein-Finger-Zielsystem in den Computer eingegeben. Wozu wei\u00df ich bis heute nicht. Nach fast 20 Minuten waren alle Daten im System und ich konnte zum Zollgeb\u00e4ude weiterfahren. Hier ging die Abfertigung z\u00fcgig und problemlos. Ich war wieder in Finnland.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Etappe &#8211; 900 km Gut vorbereitet und voller Neugierde ging es am 26. April endlich los. Von Schleswig-Holstein aus f\u00fchrte mich die erste Etappe via \u201eVogelfluglinie\u201c nach \u2013 Puttgarden \u2013 Rodby \u2013 Helsing\u00f8r \u2013 Helsingborg, quer durch Schweden bis nach Stockholm. Gute 900 km, entspannt in 10 Stunden. 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