{"id":3427,"date":"2024-11-03T12:48:42","date_gmt":"2024-11-03T11:48:42","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/?page_id=3427"},"modified":"2026-06-09T17:48:44","modified_gmt":"2026-06-09T15:48:44","slug":"norwegen-karelien","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/index.php\/reisen\/norwegen-karelien\/","title":{"rendered":"Norwegen &amp; Karelien"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">In 2009 habe ich bereits Nord-Skandinavien bereist. Leider hatte in einigen Gegenden der Winter schon Einzug gehalten, so dass mir einige Berge und Ziele vorenthalten blieben. Also ein guter Grund im September 2010 erneut den hohen Norden zu bereisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am 1. September 2010 geht\u00b7 s von Kiel mit der Color Line nach Oslo. Ob ich es dieses Mal auf den Hausberg von Tromse, den Moskogaisa oder den h\u00f6chsten Berg Finnlands schaffe? Werde ich endlich in Murmansk ankommen und was erwartet mich dort? Was werde ich auf meiner Reise von Murmansk zum Ladogasee &#8211; quer durch russisch Karelien &#8211; erleben und erwische ich noch eine \u00dcberfahrt zur Klosterinsel Valaam?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Lest einfach weiter! &nbsp;Immer wenn ich ins Internet komme, gibt\u00b4s neue Berichte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Die Heimat vom Wasser aus<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Endlich geht es los! P\u00fcnktlich am 01. September um 14:00 Uhr sticht die Color Fantasy in See. Eine gute Gelegenheit das Kieler Umland von der F\u00f6rde aus zu betrachten. Ein erstes Highlight der Reise ist sicherlich die Durchfahrt unter der Storeb\u00e6ltbr\u00fccke. In knapp 3,5 &nbsp;Wochen werde ich ein paar Meter h\u00f6her auf dieser Br\u00fccke wieder heimw\u00e4rts rollen. Aber bis dahin hoffe ich auf viele tolle Erlebnisse und Eindr\u00fccke.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">What?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach einer ruhigen und entspannten Nacht lief die F\u00e4hre p\u00fcnktlich um 10:00 Uhr am Donnerstag in Oslo ein. Der norwegische Zoll kasierte leider erst einmal meinen Pass ein und erkundigte sich nach meinem Reiseziel. Ich \u00fcberlegte kurz, doch dann fiel mir das russische Visum im Pass ein. Also antwortete ich ehrlich auf die Frage nach meinem &nbsp;Reiseziel mit \u201eMurmansk in Russland&#8220; das ganze nat\u00fcrlich auf Englisch. Aber der Z\u00f6llner wollte es einfach &nbsp;nicht wahrhaben oder verstand er einfach nur nicht? Nach dem ich jedes Mal auf seine Frage &#8222;What?&#8220; die selbe Antwort gab, gab er es auf und \u00fcbergab an einen Z\u00f6llner in Zivil. Er verstand endlich mein Reiseziel. Nachdem ich ihm noch tausend Fragen \u00fcber meine Herkunft, meinen &nbsp;Beruf und meinen &nbsp;Drogenkonsum beantworten durfte, kam ich ohne weitere Kontrolle davon. Ein paar andere hatten nicht ganz soviel Gl\u00fcck und durften gemeinsam mit dem norwegischen Zoll das gesamte Auto auspacken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nun konnte die Reise endlich losgehen. Raus aus dem dichten Verkehr der Hauptstadt. Kurz hinter der ehemaligen Olympiastadt Lillehammer bog ich von der stark befahrenen E6 auf den Peer Gynt Vegen ab. Auf der engen und teilweisen unasphaltierten Almstra\u00dfe durchquert man eine eindrucksvolle Hochebene mit einsamen Mooren &nbsp;und romantischen Bergseen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach soviel Natur ging es wieder auf die E6, welche ich in der \u201eEinkaufsmetropole&#8220; Domb\u00e4s verlasse. Weiter geht es auf der El36 in Richtung Atlantik. In Vevang ist es dann soweit und ich biege auf den Atlanterhavsveien (Atlantikstra\u00dfe) ein. Ich fahre bis Karvag &nbsp;\u00fcber eine Vielzahl von Inseln und Sch\u00e4ren, Br\u00fccken und D\u00e4mmen. Leider liegt der Atlantik heute total ruhig da, bei st\u00fcrmischen Wetter sicher ein abenteuerlicheres Fahrgef\u00fchl. \u00dcber Kristiansund erreiche &nbsp;ich mein heutiges Nachtlager in der N\u00e4he von Aure.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Der weltgr\u00f6\u00dfte H\u00fchnergott<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach einer ruhigen Nacht und einem entspannten Fr\u00fchst\u00fcck am Aursundet hie\u00df es heute Kilometer machen. So ganz nebenbei habe ich mir auch mal den Unterschied zwischen einem Fjord und einem Sund erkl\u00e4ren lassen. Na neugierig? Ein Fjord ist zu einer Seite offen und zur anderen &nbsp;geschlossen, ein Sund hat auf beiden Seiten eine \u00d6ffnung. So genug klug geschissen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Heute ging es weiter auf der E6 gen Norden. Vorbei an der Metropole Trondheim. In der N\u00e4he von Grong habe ich die Europastra\u00dfe verlassen und bin \u00fcber eine ruhige Seitenstra\u00dfe nach Brenneysund gefahren. Aber nicht die Stadt war mein Ziel sondern der etwas au\u00dferhalb liegende Hausberg Torghatten. Diese Sehensw\u00fcrdigkeit lag zwar nicht ganz auf meiner Route aber wenn selbst die Hurtigrouten hierher einen Abstecher machen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Der knapp 260m hohe Berg hat in 112m H\u00f6he ein riesiges Loch &#8211; 160m lang, bis zu 20m breit und bis zu 35m hoch. Wenn es nach den Wissenschaftlern geht hat das Meer das Loch \u00fcber Jahrtausende ausgewaschen. Also wie bei einem H\u00fchnergott. In der Eiszeit lag die Gegend n\u00e4mlich unter dem Meeresspiegel. Aber die vielen Sagen die sich um das Loch ranken sind eine andere M\u00f6glichkeit &nbsp;f\u00fcr Erkl\u00e4rungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach soviel beeindruckender Natur bin ich wieder auf die E6 eingebogen und dieser noch bis weit nach Mitternacht gefolgt.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Der weltgr\u00f6\u00dfte Whirlpool<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Heute habe ich endlich das Gef\u00fchl das meine Hotelreservierung am Sonntag in Troms\u00f8 doch passen kann. In den letzten Tagen hatte ich das Gef\u00fchl einfach nicht voran zu kommen. Aber die Fahrt durch die norwegische Nacht hat mich ein ganzes St\u00fcck voran gebracht. Dieses Gef\u00fchl sollte zumindest noch bis heute Nachmittag anhalten. Leider entdeckte ich dann in Fauske eine Hinweistafel wonach hier der Mittelpunkt der E6 ist. Wie bitte? Bis Kirkenes sind es nochmals l.300km? Aber bis Kirkenes habe ich ja noch fast eine ganze Woche eingeplant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ansonsten habe ich heute auf der E6 den Polarkreis \u00fcberfahren. Au\u00dferdem habe ich mir 30km s\u00fcd\u00f6stlich von Bode den weltgr\u00f6\u00dften \u201eWhirlpool&#8220; angeschaut. Okay baden sollte man hier nicht, aber nirgendwo sonst ist der Gezeitenstrom st\u00e4rker als am Saltstraumen. 400 Mio. m\u00b3 Wasser werden mit 20 Knoten durch den 3km langen und 150m breiten Sund gepresst. Dadurch entstehen m\u00e4chtige Strudel auf denen sogar Rafting angeboten wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Leider ist mir der strahlende Sonnenschein der letzten Tage nicht gefolgt, so das es heute den ganzen Tag mal mehr und mal weniger regnete. Aber da bekomme ich wenigstens kein schlechtes Gewissen w\u00e4hrend ich mich von einem Tunnel zum n\u00e4chsten in meinem Auto voran arbeite.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">1. Etappenziel<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Seit gestern h\u00e4lt nun der Regen an. Manchmal hat man Gl\u00fcck und es nieselt nur. Aber zum Autofahren nicht das schlechteste. Allerdings hatte ich heute lediglig l\u00e4cherliche 250km zu fahren. Am &nbsp;Mittag kam ich nach bisher insgesamt knapp 2.300krn an meinem ersten Etappenziel an &#8211; Troms\u00f8. Ich war im Herbst 2009 das erste Mal hier und mir gef\u00e4llt diese Stadt. Vielleicht liegt es auch an dem jungen Publikum welches die Universit\u00e4t angelockt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach dem einchecken im Hotel machte ich mich, wie schon im letzten Jahr, auf den Weg zur Talstation der Seilbahn Fjellheisen. Da war ja noch eine Rechnung mit dem Storsteinen, dem Hausberg von Troms\u00f8, offen! &nbsp;Dieses Mal blieb ich nicht im Schnee stecken. Allerdings war der Nieselregen mein Wegbegleiter. Die Sicht war durch die tiefh\u00e4ngenden Wolken auch nicht allzu toll. Aber egal &#8211; ich habe den Gipfel bezwungen! &nbsp;Okay er ist mit 418m nicht gerade ein Riese aber f\u00fcr den Anfang ganz ok.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die Wettervorhersage verspricht Besserung. Ab Dienstag soll der Regen aufh\u00f6ren. Also werde ich morgen schon wieder Troms\u00f8 verlassen und mich dann in Richtung des Halti begeben.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Wieder zu Hause \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nein, keine Angst die Reise geht weiter! Aber der Reihe nach. Nach einem guten Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel verlie\u00df ich das verregnete Troms\u00f8. Da ich in den letzten Tagen gen\u00fcgend Auto gefahren war, entschied ich mich f\u00fcr die kurze Variante und lies mich mittels 2 F\u00e4hren \u00fcbersetzen. &nbsp;So schaffte ich die unglaubliche Distanz am Steuer von knapp 150 km!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Eigentlich wollte ich mein Nachtlager heute in K\u00e4fjordelva aufschlagen. Das Tal kannte ich schon vom letzten Jahr und sollte das \u201eTor&#8220; zum Halti werden. Aber da das Wetter immer mehr aufklarte, beschloss ich spontan weiter zu fahren und mal zu schauen wie weit ich es in diesem Jahr auf der Stra\u00dfe schaffen w\u00fcrde. Die Sonne kam immer mehr zum Vorschein. Die Schlammpiste vom letzten Jahr war trocken, Schnee war nur auf den Bergen zu sehen. So fuhr ich bis 10 km an den Halti heran. Von hier aus ging ich die letzten 4km der Stra\u00dfe zu Fu\u00df. Das Ger\u00f6ll nahm immer mehr zu und ich wollte erst mal schauen ob es ein durchkommen f\u00fcr meinen PKW geben w\u00fcrde. Aber was musste ich am Ende der Stra\u00dfe entdecken? Da stand tats\u00e4chlich ein VW Polo aus Finnland und ein norwegischer Nissan. Also unpassierbar scheint der Weg ja dann f\u00fcr einen Volvo nicht zu sein. Als ich wieder am Auto ankam, k\u00e4mpfte ich mich vorsichtig die Stra\u00dfe entlang und ersparte mir f\u00fcr morgen schon mal die ersten 4km. Hier schlug ich bei strahlendem Sonnenschein aber einem eisigen Wind mein \u201eBasislager&#8220; &nbsp;auf. Ich genoss die einzigartige Landschaft bei einem deftigen Dosengericht und einer k\u00fchlen Flasche deutschem Bier. Die 6.000 m bis zum Gipfel werden morgen schon zu schaffen sein. Mit diesem Vorsatz schlief ich letztendlich ein.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Halti<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen fr\u00fchst\u00fcckte ich gegen 9:00 Uhr bei 5\u00b0C und einem eisigen Wind. Heute war also der Tag gekommen an dem ich einen 2. Anlauf zum bezwingen des Halti nehmen w\u00fcrde. Gegen 10:30 brach ich auf. Erst ging es noch eben \u00fcber eine Moorfl\u00e4che doch das \u00e4nderte sich schon bald. Eine gef\u00fchlte &nbsp;Ewigkeit ging es \u00fcber Ger\u00f6ll. Insgesamt knapp 5km. Am Anfang sehr steil bergauf. Eins stand fest, hier konnte ich auf keinen Fall wieder runter. Das Ger\u00f6llfeld wurde wieder eben und ich wanderte durch die Wolken. Die Sicht war mehr als bescheiden. Zum Gl\u00fcck hatte ich mein GPS dabei. An eine Markierung oder gar einen Weg war nicht zu denken. So kletterte ich von einem &nbsp;Stein zum anderen. Vorbei an einigen Schneefeldern die vermutlich noch vom letzten Jahr dort lagen. Laut GPS waren es noch 1.300m bis zu \u201emeinem&#8220; Gipfel. Doch was war das? Ich stand vor einem Metallzaun. ,,So ein Schei\u00df&#8220; rief ich. Also musste ich mich entscheiden, der Haiti lag genau vor mir doch dazwischen war dieser Zaun. Ich entschied mich f\u00fcr links am Zaun entlang. Nach etwas mehr als 1 km kam ich auf einem Gipfel an. Auf der Box f\u00fcr das Gipfelbuch stand zwar gro\u00df Halti doch es war nicht der finnische Haiti. Zum einen war er mit 1.361 m zu hoch und zum anderen &nbsp;hie\u00df dieser hier laut GPS Raisduottarh\u00e4ldi. Na ja zumindest ein Gipfelgl\u00fcck und ich bin h\u00f6her hinausgekommen als ich heute Morgen noch gedacht habe. Im nachhinein fand ich heraus, das dies der h\u00f6chste &nbsp;Berg des Haltimassives war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Doch &nbsp;sollte der finnische Halti mich das 2. Mal besiegen? Ich wollte&nbsp; noch nicht aufgeben und ging noch 3 krn den Zaun entlang. Aber er nahm einfach kein Ende. Was war das nur f\u00fcr ein d\u00e4mlicher Zaun? Ich glaube nicht das er zu den Rentierhirten geh\u00f6rt, denn deren Z\u00e4une sind einfacher gebaut. &nbsp;Die w\u00fcrden auch keine Eisen in den Fels treiben um die St\u00e4nder &nbsp;zu befestigen. Dies geht hier nur per Hubschrauber. Hat Norwegen etwa einen Grenzzaun zu Finnland? Aber wieso kommen dann so viele Finnen &nbsp;nach Guo\u00e4sj\u00e4vri? Eins stand fest, der finnische Haiti hat ein weiteres Mal gewonnen. Und so ging ich etwas&nbsp; traurig diesmal weiter \u00f6stlich zur\u00fcck ins Tal. Aber beim klettern von einem Stein zum anderen und strahlendem Sonnenschein war die Traurigkeit schnell &nbsp;verflogen. Okay ich habe nicht DEN Berg bestiegen, aber es war ein sch\u00f6ner Tag. Vor allem als ich nach 12km und insgesamt 5 Stunden &nbsp;Marsch wieder am Auto war. Ein tolles Gef\u00fchl diese Tour geschafft zu haben. Das einzige was ich in den gesamten 5 Stunden geh\u00f6rt habe war ab und an ein kleiner Bach unter den Steinen. &nbsp;Schon toll diese Stille in dieser einzigartigen Landschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am sp\u00e4ten Nachmittag machte ich mich auf ins Tal. Unterwegs traf ich noch ein norwegisches Wohnmobil. Was ich mich auf dieser Piste nur immer so anstelle, es geht sogar mit einem Wohnmobil hier hoch. Hut ab! An der ,,Paul H\u00fctte&#8220; entschied ich mich noch zu einem Marsch zu einem ausgeschilderten Aussichtspunkt. &nbsp;Hin und zur\u00fcck gerade mal 6 km. Das schaffe ich schon noch! Der Aussichtspunkt war wirklich toll. Man hatte einen spektakul\u00e4ren Blick in eine<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Schlucht mit einem Wasserfall. Und hier wird in 2011 eine H\u00e4ngebr\u00fccke er\u00f6ffnet. Ich kann nicht sagen ob ich mich dar\u00fcber trauen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Den Abend lies ich auf den Parkplatz bei dem verlassenen Grubenst\u00e4dtchen Ankerlia ausklingen. Am Lagerfeuer bei einer leckeren Dose Linsensuppe, ein k\u00fchles deutsches Bier und einer leckeren Cola zum Nachtisch. Das ist wahrer Luxus. Was braucht der Mensch noch mehr?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ihr fragt Euch jetzt bestimmt was mit mir und dem finnischen Haiti wird. Eigentlich hatte ich heute auf Deutsch gesagt die Schnauze voll w\u00e4hrend der ganzen Steinkletterei. Aber am Abend war dieser Reiz wieder da Ich werde versuchen etwas \u00fcber diesen Zaun in Erfahrung zu bringen. Oder warum nicht die finnische H\u00fcttentour zum Halti? Ihr seht also das letzte Wort ist hierzu noch nicht gesprochen. Schlie\u00dflich braucht man doch noch Ziele und Tr\u00e4ume.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_6_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Abstecher nach Finnland<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach einer Nacht unter sternenklarem Himmel und leider nur schwachen Polarlichtern wurde der folgende Tag zum entspannen genutzt. An einem tollen sonnigen Tag bei sp\u00e4tsommerlichen Temperaturen spazierte ich etwas \u00fcber das Gel\u00e4nde des \u201eFreilichtmuseum&#8220; Ankerlia und entspannte beim sonnenbaden und lesen. Am Nachmittag &nbsp;brach ich dann nach Alta auf. Weiter ging es dann am folgenden Tag erst auf der 93 gen S\u00fcden und dann weiter auf der 92 nach Finnland. In Finnland g\u00f6nnte ich mir mal wieder etwas Luxus und buchte mich am drittgr\u00f6\u00dften See des Landes, dem Inarisee, in ein Hotel ein. Hier gab es endlich wieder mal Internet und ich konnte mein erstes Hotel in Russland online buchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">In Glanze der Abendsonne ging es noch auf den Otsamo, einen Berg bei lnari. Es bot sich von dort eine tolle Aussicht auf den Inarisee und die Umgebung. Nach dieser Anstrenung tankte ich Kraft f\u00fcr die anstehenden Tage bei einem ausgiebigen Mal im Hotel Restaurant.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_7_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Kirkenes<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Von Finnland ging es direkt nach Kirkenes, dem letzten Ziel vor dem gro\u00dfen Abenteuer Russland. Nach dem ich mir die kleine Stadt angeschaut hatte, fuhr ich bis zum kleinen &nbsp;Fischer\u00f6rtchen Grense &nbsp;Jakobselv, wo ich nicht nur auf eine ruhige &nbsp;Barentsee sondern &nbsp;auch auf einen Engl\u00e4nder auf dem Motorrad &nbsp;traf. Er ist seit Rotterdam auf seiner Maschine unterwegs und will jetzt nach Oslo. War schon nett mal wieder einen einsamen Weltenbummler zu treffen. Nat\u00fcrlich besuchte ich auch mehrfach Kirkenes. Aber irgendwie ist diese Region schon etwas seltsam. Und erst die schlechten Stra\u00dfen. Aber so hatte ich schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf &nbsp;Russland. Auf Grund der Zeitverschiebung zwischen Norwegen und Russland von 2 Stunden und dem nervigen &nbsp;Papierkram der mich erwarten wird, &nbsp;schlug ich mein Nachtlager direkt an der Grenze &nbsp;auf norwegischer Seite auf. Am n\u00e4chsten Morgen wollte ich dann kurz nach 5 aufbrechen. Wenn alles gut geht sollte ich dann um 6, also um 8 Uhr russischer Zeit, in Russland sein.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_8_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Murmansk &#8211; Kapstadt des Nordens<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Tja so ist das manchmal mit den Pl\u00e4nen. Sch\u00f6n wenn man welche hat, aber gerade bei Reisen in den Osten ist nicht immer davon auszugehen das sie sich einfach umsetzen lassen. Es fing schon nicht ganz so gut an, als die norwegischen Grenzer um 21:00 Uhr das Tor gen Russland schlossen. Um 5:00 Uhr wollte ich aufbrechen. um 6:30 Uhr wurde das Tor aufgeschlossen und um 7:00 Uhr ging es dann f\u00fcr mich endlich los. Auf norwegischer Seite alles problemlos. Auf russischer Seite das bekannte Papierchaos aber alle ganz nett und hilfsbereit. Ein Z\u00f6llner war dann sehr gewissenhaft und so musste ich das gesamte Auto auspacken und ihm alles erkl\u00e4ren. Ja das ist ein Stuhl, nein den muss man so auseinander klappen. Und ein besonderes Interesse hatte er an jeder einzelnen Karte, und davon hatte ich eine Menge. Aber egal nach 1 Stunde war ich endlich in Russland. Die Stra\u00dfe hier waren 1A. Nat\u00fcrlich gab es Bodenwellen aber kaum Schlagl\u00f6cher. Einen Fehler machte ich mit dem Verlassen der A138 kurz hinter Persomajskij. Ich kam zwar noch an der Ortschaft Ura-Guba vorbei aber kurz vor Sneznogorsk war ein Kontrollposten und ohne den notwendigen Passierschein keine weiterfahrt. Warum man mich nicht einfach umdrehen lie\u00df habe ich nicht verstanden. Mein Pass wurde einbehalten, ich wurde um eine Stunde Geduld gebeten und ich musste an der Seite parken. Dann verschwand ein Z\u00f6llner per Auto mit<em> <\/em>meinem &nbsp;Pass. Der andere bot mir einen Tee und Zigaretten an. Den Tee nahm ich gern an, bei den Zigaretten lehnte ich dankend ab. Wie ich nach einiger &nbsp;Zeit verstand wurde nun irgendwo mein Visum penibel gepr\u00fcft und der gesamte Pass kopiert. Wozu wei\u00df ich bis heute nicht. Nach knapp einer Stunde hielt ich meinen Pass wieder in den H\u00e4nden, hatte die Gewissheit das meine&nbsp; Visumquelle doch gut gearbeitet hat und durfte die gesamten 80 km wieder zur\u00fcck fahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am Abend &nbsp;kam ich dann endlich in Murmansk an. Nach soviel Abenteuer g\u00f6nnte ich mir nun ein paar Tage um die gr\u00f6\u00dfte &nbsp;Stadt der Arktis n\u00e4her kennen &nbsp;zu lernen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_9_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Murmansk II<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Manchmal sind es die kleinen Begegnungen auf meinen Reisen die einen Tag erst so richtig interessant machen. Egal ob der erste krampfhafte Smalltalk mit ein paar Russen beim Fr\u00fchst\u00fcck oder ein netter Plausch mit einem Verk\u00e4ufer auf dem Autobasar der Deutsch vor Jahrzehnten in der Schule mal gelernt hatte und seit dem zum arbeiten mal kurz in Deutschland war. Aber nie wirklich die M\u00f6glichkeit hatte deutsch zu sprechen. M\u00f6chte mich nun nicht festlegen m\u00fcssen ob sein Deutsch oder mein Russisch besser waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Aber sicherlich ein Highlight f\u00fcr mich war der zuf\u00e4llige Besuch in einem UAZ Autohaus. Okay neue Autos kann man sich auch in Deutschland anschauen. Aber einen UAZ zu finden, d\u00fcrfte schon schwieriger werden. Und wenn man dann die Gelegenheit hat einen neuen UAZ Patriot mit einem einheimischen Guide Probe zu fahren ist das f\u00fcr mich schon eine tolle Sache. Erst durfte ich das Fahrzeug mal z\u00fcgig aus der Metropole steuern. Aber wo f\u00fchlt sich ein UAZ so richtig zu Hause? Nat\u00fcrlich ging es bald schon vom Asphalt auf eine tolle Piste. Steine, Schlamm und Wasser in ausreichenden Mengen vorhanden. Was f\u00fcr eine tolle Tour.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach soviel Aktion musste nat\u00fcrlich auch noch etwas Sightsing sein. So besuchte ich unter anderem die Alyosha Statue, von hier oben bot sich ein sch\u00f6ner Blick \u00fcber die Stadt, die Kola Bucht und die Umgebung.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_10_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Sp\u00e4tsommer in Karelien<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Der kurze Blick ins Internet auf die Wettervorhersage verhie\u00df nichts gutes. Regen, Regen und nochmals Regen. Tja vorbei der sch\u00f6ne &nbsp;Sp\u00e4tsommer. Leider &nbsp;stimmte &nbsp;die Wettervorhersage im Internet auf meiner bisherigen Reise ziemlich gut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach einem guten Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel verlie\u00df ich Petrozavodsk. Ich folgte der M18 bis Prjaza und dann ging es auf der P21 bis Sortavala. Hier begann das Gl\u00fccksspiel. Ich wollte mir einfach den Weg \u00fcber St. Peterburg sparen und am Westufer des Ladogasees entlangfahren. Bei meiner Reise im Fr\u00fchjahr 2008 traf ich in Sortavala 2 Griechen &nbsp;die berichteten mit dem Fahrrad am Westufer langgekommen zu sein, die Stra\u00dfe war zwar sehr schlecht &nbsp;aber die Route war nicht gesperrt. Von anderen &nbsp;Quellen h\u00f6rte ich immer wieder was von Sperrgebiet. Nun ja dann schaun wir mal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Anfangs &nbsp;ging es auf einer neuen und sehr guten Stra\u00dfe, der A129, \u00fcber Lahdenpohja, Kulikovo bis nach Kuzne\u00f6noe. &nbsp;Hier fuhr ich gen S\u00fcden. Das n\u00e4chste &nbsp;Dorf durch das ich kam, Sevastjanovo, glich einer Geisterstadt. Selbst die Kirche war zugemauert. Aber die Neubaubl\u00f6cke in typisch russischem Stil schienen &nbsp;zumindest bewohnt. Am Ortsausgang begann eine Schlamm- und Schlaglochpiste. Nach&nbsp; einer schier endlosen &nbsp;Zeit erreichte ich die n\u00e4chste Ortschaft, Melnikovo. Von hier aus war alles wieder &nbsp;ziemlich einfach, ich folgte einfach der Ausschilderung nach Vyborg. Vorbei ging es nun an Borodinskoe und Kamennogorsk, auf einer asphaltierten Stra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ohne einen einzigen Kontrollposten erreichte die E18 bei Vyborg. Von hier an ging es geradewegs in Richtung Finnland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die Grenzkontrolle hat insgesamt 1,5 &nbsp;Stunden gedauert. Es lag aber nicht unbedingt an der Kontrolle sondern vielmehr am Fahrzeugaufkommen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_11_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">S\u00fcd Finnland<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Von der Grenze aus ging es die letzten 240 km ohne jegliches Schlagloch in unser finnischen H\u00e4uschen. Jetzt konnte das Auto endlich mal stehen bleiben und es hie\u00df einfach nur entspannen. Auch eine gute Gelegenheit meinen eingefangenen &#8222;Russlandvirus&#8220; oder &#8222;Reisevirus&#8220; auszukurieren. Gut man k\u00f6nnte &nbsp;auch sagen ich habe mir unterwegs einfach &nbsp;nur eine leichte Erk\u00e4ltung eingefangen, aber wer wei\u00df das schon so genau &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Zusammenfassung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Insgesamt war der September als Reisemonat eine gute Wabl. Das Wetter war \u00fcberwiegend trocken und die Temperaturen lagen fast komplett im Plusbereich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Norwegen mu\u00df ich aber nicht unbedingt nochmal bereisen. Es war mir einfach zu voll und auch zu teuer. Einzigst in Troms\u00f8 und K\u00e4fjordelva werde ich nicht zum letzten Mal gewesen sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auch die Region Murmansk sowie Russland allgemein reizt mich sicherlich noch das ein oder andere Mal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In 2009 habe ich bereits Nord-Skandinavien bereist. Leider hatte in einigen Gegenden der Winter schon Einzug gehalten, so dass mir einige Berge und Ziele vorenthalten blieben. Also ein guter Grund im September 2010 erneut den hohen Norden zu bereisen. Am 1. September 2010 geht\u00b7 s von Kiel mit der Color Line nach Oslo. 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