{"id":3308,"date":"2024-10-31T13:11:09","date_gmt":"2024-10-31T12:11:09","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/?page_id=3308"},"modified":"2026-06-09T17:52:22","modified_gmt":"2026-06-09T15:52:22","slug":"aland-inseln","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/index.php\/reisen\/reise-meines-lebens\/aland-inseln\/","title":{"rendered":"\u00c5land &#8211; Inseln"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Brand\u00f6, Lappo und Kumlinge<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Als ich in S\u00fcdfinnland aufbrach sah das Wetter noch vielversprechend aus. Von Turku nahm ich die Stra\u00dfe 192 nach Nord-Westen an die K\u00fcste. In Kustavi erreichte ich die erste F\u00e4hre. Mit dieser kostenfreien F\u00e4hre setzte ich nach Osn\u00e4s \u00fcber. Da das Wetter mittlerweile starken Regen und Sturm bot, beschloss ich auf dieser kleinen Insel meine heutige Tour zu beenden. Ich \u00fcbernachtete auf dem einzigsten Parkplatz an der Hauptstra\u00dfe. Die Hauptstra\u00dfe ist nachts wie ausgestorben. An den jeweiligen Enden (nach 8,5 km) geht\u00b4s nur per F\u00e4hre weiter die nachts nicht f\u00e4hrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen hatte zumindest der Wind etwas nachgelassen. Von Osn\u00e4s nahm ich um 6:40 Uhr die F\u00e4hre nach L\u00e5ng\u00f6 auf Brand\u00f6. Da ich hier eigentlich auf dem Campingplatz \u00fcbernachten wollte, kostete die \u00dcberfahrt nur 15 \u20ac. Leider hielt der Regen am Vormittag immer noch an und so beschloss ich weiter zu ziehen. Die Anschlussf\u00e4hre in Torsholma (Brand\u00f6) nach Kumlinge hatte ich verpasst und so nahm ich die F\u00e4hre nach Lappo, einer kleineren Insel. Hier hatte ich wieder eine kostenlose F\u00e4hre erwischt. Genauso wie die F\u00e4hre von Lappo auf die noch kleinere Nachbarinsel Bj\u00f6rk\u00f6. Auf Bj\u00f6rk\u00f6 verbrachte ich den Tag mit spazieren gehen und fotografieren. Inzwischen hatte der Regen aufgeh\u00f6rt und es kam zeitweise die Sonne zum Vorschein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Sowohl Bj\u00f6rk\u00f6 als auch Lappo haben nicht gerade viel Sehenswertes zu bieten und sind zudem noch sehr \u00fcberschaubar (Gesamtstra\u00dfenl\u00e4nge 6 km). Dies war der Grund warum ich es mir am Nachmittag am Hafen von Lappo gem\u00fctlich machte und auf die F\u00e4hre nach Kumlinge wartete. Bei strahlendem Sonnenschein war ich total vertieft in mein Buch als ein ebenfalls wartender Einheimischer mir irgendetwas aus seinem Auto zurief. Da ich ihn aber nicht verstehen konnte, ging ich zu ihm. Als ich kurz vor seinem Auto war, verstand ich endlich was er meinte und ich schaute in die Richtung in die er zeigte. Kaum 10 m von der Bank auf der ich bis eben noch gesessen hatte stand ein Elch. Da hatte ich endlich meine Elchbegegnung auf die ich so lange warten musste. Vielleicht war der Elch auch ein Fan von Stephen King und wollte mein Buch verschlingen? Schon komisch, da bin ich die letzten Jahre kreuz und quer durch Skandinavien gereist und habe nur ein paar Mal einen Elch aus einiger Entfernung gesehen. Und hier auf dieser kleinen Insel stand er nun ganz dicht hinter mir.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am sp\u00e4ten Nachmittag ging es dann mit der F\u00e4hre von Lappo nach Kumlinge. F\u00fcr diese Passage musste ich ebenfalls nichts bezahlen. So ganz hatte ich das Preissystem noch nicht verstanden aber ich begann eine Ahnung zu haben. Mal schauen ob diese sich in den n\u00e4chsten Tagen best\u00e4tigen wird. In Kumlinge angekommen ging es zum anderen Ende der Insel. Unterwegs machte ich einen Abstecher zu einem Gedenkstein und einer Windm\u00fchle auf einem Felsen. Auch einen stillgelegten Beobachtungsturm in der N\u00e4he des Flughafens entdeckte ich durch Zufall. Bei meinem Streifzug \u00fcber die Insel kam ich mit 2 Finnen ins Gespr\u00e4ch. Leider sprach ich kaum finnisch und die beiden kein Englisch. \u201eDeutsch kann ich nur ganz wenig.\u201c sagte einer der Beiden. Er war 1970 f\u00fcr 1 Jahr in Hamburg und konnte sogar mein Kennzeichen dem Kreis Pl\u00f6n zu ordnen. Ich fand sein Deutsch hervorragend und wir unterhielten uns eine ganze Zeit lang.<br>Inzwischen ging es schon auf den Abend zu und ein Nachtlager musste her. An jedem Parkplatz war nun auch der Hinweis zu lesen, dass \u00fcbernachten verboten sei. Also suchte ich den Campingplatz in Ledholm auf. Auf dem Platz war kein Mensch und so rief ich die in der Rezeption ausgehangene Handynummer an. Kurze Zeit sp\u00e4ter kam das Betreiberehepaar. Er war von meinem Auto hin und weg. F\u00fcr ganze 10 \u20ac durfte ich hier \u00fcbernachten. Im Preis inbegriffen war die Nutzung der K\u00fcche mit vollst\u00e4ndiger Ausstattung (Herd, Mikrowelle, Toaster, Wasserkocher, Geschirr, T\u00f6pfe, Besteck, \u2026), Dusche und WC. Alles jeweils in einer kleinen Holzh\u00fctte untergebracht. Insgesamt ein super Platz zu dem auch noch eine Sauna mit Badestelle, ein sch\u00f6ner Spielplatz und etliche verteilte Tische und B\u00e4nke geh\u00f6rten. Ich kann diesen Platz nur w\u00e4rmstens empfehlen (hier die GPS Koordinaten: N 60\u00b013.376\u2018 E 20\u00b044.043\u2018). In der Abendsonne ging ich noch etwas joggen und genoss danach die hei\u00dfe Dusche. Leider war das warme Wasser mit dem einseifen zu Ende und so erfolgte das absp\u00fclen mit kaltem Wasser bei 13\u00b0 Umgebungstemperatur. Wie gut das ich davor etwas Sport getrieben hatte und die Abk\u00fchlung nicht allzu schlimm war. Ich gebe es zwar ungern zu, aber ich bin eigentlich ein Warmduscher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Inzwischen habe ich mich auch gut an das Tempo auf den \u01faland Inseln angepasst. Es ist alles noch einen Tick entspannter als im \u00fcbrigen Skandinavien. Es liegt vielleicht auch daran dass sich gerade auf den kleinen Inseln alles nach dem Fahrplan der F\u00e4hren richtet bzw. richten muss. Man kann ja auch sonst nicht weiter. Zudem wird man von jedem auf der Stra\u00dfe gegr\u00fc\u00dft. \u201eOb das im Hochsommer auch so ist?\u201c ist mein letzter Gedanke beim Einschlafen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">F\u00f6gl\u00f6<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am Vormittag ging es von Sn\u00e4ck\u00f6 (Kumlinge) in einer Stunde mit der F\u00e4hre nach \u00d6ver\u00f6 (F\u00f6gl\u00f6). Allerdings wollte mein Honker die F\u00e4hre gar nicht wieder verlassen. Die Batterie streikte. Eine eiligst vom F\u00e4hrpersonal herbeigeholte Starterbox war leider leer. Also schob mich das Personal einfach von der F\u00e4hre und \u00fcberlies mich meinem Schicksal. Na gut die F\u00e4hre musste den Fahrplan einhalten. Leider war ich das einzigste Auto was hier von Bord ging und so stand ich nun auf ebener Fl\u00e4che mit leerer Batterie da. Die n\u00e4chste F\u00e4hre lt. meinem Plan w\u00fcrde erst in 5 Stunden kommen. Aber ich hatte nicht an die F\u00e4hre von Sottunga gedacht. Sie kam 30 min sp\u00e4ter und es gingen 2 LKWs (f\u00fcr mich unbrauchbar da 24 V) und ein finnischer Kastenwagen von Bord. Die Finnen erkl\u00e4rten sich sofort bereit und gaben mir Strom. Im Handumdrehen lief der Wagen wieder. Leider konnte ich den Wunsch meiner Helfer nach einem k\u00fchlen Bier nicht erf\u00fcllen. (F\u00fcr die Insider: Es gab ein Papier-Bier was auf gro\u00dfe Begeisterung stie\u00df).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Um nun die Batterie wieder zu st\u00e4rken fuhr ich als erstes einmal quer \u00fcber die Insel bevor ich am Mittag in Hastersboda landete. Hier gab es ein kleines Dorf aus Ferienh\u00fctten und einen ausgeschilderte Wanderweg zu einem Aussichtsturm. Das war mein heutiges Ziel. Der Weg war mit wei\u00df bemalten Steinen und farbigen B\u00e4ndern mehr als gut gekennzeichnet. Zudem gab es am Startpunkt noch eine Papierkarte. Auf halber Strecke des 4,5 km langen Rundweges lag der h\u00f6lzerne Aussichtsturm. Bei strahlendem Sonnenschein bot sich ein toller Blick \u00fcber den Wald der Insel und das Sch\u00e4rengebiet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach so viel Bewegung lie\u00df ich den Nachmittag auf dem C. C Campingplatz in Finholma bei weiterhin strahlendem Sonnenschein mehr als entspannt ausklingen. Auf dem Platz gab es ebenfalls wieder den kompletten Komfort (voll ausgestattetes K\u00fcchenhaus, Dusche, WC, \u2026). Leider fand ich w\u00e4hrend meines Aufenthaltes keine Menschenseele um f\u00fcr die \u00dcbernachtung zu zahlen. Allerdings waren alle Servicegeb\u00e4ude offen und selbst warmes Wasser war reichlich vorhanden. Es ist halt schon Nachsaison.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Lemland und Vard\u00f6<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">An einem sehr windigen Tag sollte es nun auf die Hauptinsel bzw. besser die Hauptinseln gehen. Mit der F\u00e4hre ging es von Degerby (F\u00f6gl\u00f6) nach Svin\u00f6 (Lumparland). Ich folgte auf dem Festland der Stra\u00dfe nach Mariehamn und bog auf Lemland nach Herr\u00f6 (an der S\u00fcdspitze) ab. Am Ende der Stra\u00dfe ging es dann per Fu\u00df weiter. Ziel war ein h\u00f6lzerner Aussichtsturm &#8211; der F\u00e5geltorn \u2013 direkt an der K\u00fcste. Von hier bot sich ein toller Blick auf Lemland und das davor liegende Sch\u00e4rengebiet.<br>Weiter ging es dann nach Mariehamn und in s\u00fcdlicher Richtung bis nach J\u00e4rs\u00f6. Auf dem Weg dorthin wanderte ich in N\u00e5t\u00f6 noch auf einem Naturstieg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auf dem R\u00fcckweg ging es wieder durch Mariehamn. Hier tankte ich und f\u00fcllte im Supermarkt noch meine Essens Vorr\u00e4te auf. Die Hauptstadt wollte ich mir am Ende g\u00f6nnen und nun erst mal wieder in die etwas ruhigeren Ecken fl\u00fcchten. Mein heutiges Tagesziel war die Insel V\u00e5rd\u00f6. Auf dem Weg dorthin schaute ich mir als erstes den Aussichtsturm in F\u00e4rsundet an. Normalerweise geht es auf den Turm durch das Lokal wo man Eintritt entrichten muss. Aber auf einem Schild stand, dass ab dem 31.08. geschlossen ist. Also wurde das Lokal links liegengelassen und der Turm so bestiegen. Der Turm ist knapp 30 m hoch. Mit dem Felsen auf dem er steht erhebt er sich fast 60 m \u00fcber dem Meeresspiegel. Die Aussicht war dementsprechend toll. Direkt am Lokal geht die Stra\u00dfe erst durch einen Tunnel &#8211; \u00fcbrigens der erste Stra\u00dfentunnel Finnlands \u2013 und gleich im Anschluss mittels Br\u00fccke \u00fcber den F\u00e4rsundet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auf meinem weiteren Weg kam ich am Schloss Kastelholm vorbei. Leider war es heute schon zu sp\u00e4t um die gut erhaltenen Schlossanlagen zu besichtigen. Aber ich werde mal schauen ob es auf dem R\u00fcckweg klappt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">In Bomarsund schaute ich mir noch die \u00dcberreste des russischen Kanonenturmes und die Ruinen der Festung an. Etwas geschafft von so vielen Eindr\u00fccken erreichte ich am Abend den Campingplatz in Sand\u00f6sund auf V\u00e5rd\u00f6. F\u00fcr 8 \u20ac suchte ich mir einen Stellplatz direkt am Wasser aus. Und da der Platzwart einen guten Tag hatte, erlie\u00df er mir auch noch die Duschgeb\u00fchr. Hier war es dann auch wieder wesentlich ruhiger als in der Hauptstadt.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Schloss Kastelholm und Orrdalsklint<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Heute nutzte ich den sp\u00e4ten Vormittag um mir das Schlo\u00df Kastelholm anzusehen. Ich hatte Gl\u00fcck, es war noch bis zum 15. September ge\u00f6ffnet. Danach ist bis Mai geschlossen. Das Schlo\u00df ist sehr gut erhalten und es gibt einige Ausstellungen die die damalige Zeit gut vermitteln. Im Anschluss schaute ich mir noch das unweit gelegene Freilichtmuseum an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">F\u00fcr den Nachmittag hatte ich mir die Besteigung des h\u00f6chsten Berges \u01falands \u2013 dem Orrdalsklint \u2013 vorgenommen. Geplant war, soweit wie m\u00f6glich ran zu fahren, auf 129 m aufzusteigen und anschlie\u00dfend nach Bomarsund auf den Campingplatz zu fahren. Kein schlechter Plan aber die Ausf\u00fchrung scheiterte kl\u00e4glich. Ich hatte den richtigen Riecher und fand durch Zufall den richtigen Parkplatz. Aber kein Hinweis auf den Berg. Nach einigem Umherirren durch den Wald mittels GPS fand ich durch Zufall eine H\u00f6hle. Aber was hei\u00dft durch Zufall? Ich folgte vom Parkplatz aus der wei\u00dfen Markierung. Da der Weg aber immer weiter abw\u00e4rts ging kehrte ich um und fuhr in das n\u00e4chste Dorf nach L\u00e5ngbergs\u00f6da. Hier fragte ich einen Einheimischen nach dem Berg. Vom Parkplatz aus, auf dem ich ja schon war, einfach knapp 1 km durch den Wald. Eine Markierung gebe es nicht. Besonders hilfreich war diese Auskunft nicht. Aber mein Ehrgeiz war geweckt. Also wieder zur\u00fcck zum Parkplatz. Auf dem GPS die 120 m H\u00f6henlinie als Ziel ausgew\u00e4hlt und los ging es quer Feld ein durch den Wald und an Felsen hoch. Auf dieser \u201eRoute\u201c entdeckte ich eine Selbstversorgerh\u00fctte und ein Hinweisschild auf die Grotte welche ich ja bereits gefunden hatte. Aber auf den Gipfel gab es keinen Hinweis. An der H\u00fctte war ein wei\u00dfes P mit einem Pfeil markiert. Aha das ist also der Weg zum Parkplatz dachte ich noch und setzte meinen Querfeldeinmarsch fort. Nach 1.5 km erreichte ich meinen GPS Punkt. Naja hoch war ich aber da ich im Wald stand war die Aussicht sehr bescheiden. Nun gab ich auf und lief zur H\u00fctte zur\u00fcck. Kurz vor der H\u00fctte stand ich nun auf einmal auf dem Gipfel. Es gab so eine Art Gipfelkreuz und nat\u00fcrlich \u2013 das h\u00e4tte ich mir denken k\u00f6nnen \u2013 einen h\u00f6lzernen Aussichtsturm. Die Aussicht war \u00fcberw\u00e4ltigend. Der R\u00fcckweg war dann ein Kinderspiel. Vom Gipfel folgte ich einfach der wei\u00dfen Markierung und Holztreppen bis zu einer Forststra\u00dfe. Diese Forststra\u00dfe f\u00fchrte direkt zum Parkplatz. Und f\u00fcr alle die nicht suchen wollen, hier die korrekte Wegbeschreibung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Der Parkplatz liegt bei N 60\u00b019.227\u2018 E 20\u00b007.704\u2018. Von hier dem Weg mit dem Zeichen \u201eGesperrt Privat V\u00e4g\u201c bis zu N 60\u00b019.786\u2018 E 20\u00b007.613\u2018 folgen. An diesem Punkt die Stra\u00dfe nach links bzw. westw\u00e4rts in den Wald verlassen und den Holzstufen folgen. Bei N 60\u00b019.689\u2018 E 20\u00b007.271\u2018 findet ihr den 129 m hohen Gipfel mit Aussichtsturm. Die H\u00fctte ist von hier ausgeschildert und liegt unweit bei N 60\u00b019.670\u2018 E 20\u00b007.213\u2018. Von der H\u00fctte aus k\u00f6nnt ihr \u00fcber die H\u00f6hle (N 60\u00b019.007\u2018 E 20\u00b006.740\u2018) &#8211; ebenfalls ausgeschildert &#8211; zur\u00fcck zum Parkplatz gehen (wei\u00dfe Markierung).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Da es nun aber schon wesentlich sp\u00e4ter als geplant war und ich am n\u00e4chsten Morgen eh weiter nach Geta wollte, \u00fcbernachtete ich einfach auf dem Parkplatz mitten im Wald. Ich hatte einfach keine Lust knapp 30 km hin und morgen dieselbe Strecke wieder zur\u00fcck zu fahren. Das werde ich in den n\u00e4chsten Tagen wahrscheinlich noch oft genug machen m\u00fcssen, denn laut meinen Karten gibt es im n\u00f6rdlichen Teil der Hauptinseln keine Campingpl\u00e4tze. Aber das wird sich zeigen wenn es soweit ist.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Regen und Meer<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach einer richtig hei\u00dfen Nacht \u2013 nein nicht was ihr jetzt denkt. Die Tiefsttemperatur lag bei 15\u00b0 und gegen 7:00 Uhr waren es bereits 17\u00b0. Da habe ich ja im Prinzip nichts dagegen, wenn sich dazu nicht Nebel und Nieselregen gesellt h\u00e4tte. Aber was soll\u00b4s, machen wir was draus und reisen weiter \u00fcber die Insel(n).<br><br>Auf dem Weg nach Geta mache ich einen Abstecher auf den 116 m hohen Kasberg. Sicherlich ohne Nebel eine tolle Aussicht, aber heute leider so gut wie keine Sicht. Daf\u00fcr war der Weg heute sehr leicht zu finden. Vom Parkplatz (N 60\u00b020.645\u2018 E 20\u00b003.021\u2018) knapp 600 m den wei\u00dfen Markierungen folgen. Das n\u00e4chste Ziel am heutigen Tag war der Getabergen auf der Insel Geta. Vom Caf\u00e9 aus lief ich einen ca. 6 km langen Rundweg mit wei\u00dfer Markierung. Dieser Weg f\u00fchrt auch an der Grotte vorbei. Immer wieder wechseln sich W\u00e4lder mit Felsplateaus \u2013 mit toller Aussicht &#8211; ab. Trotz Regenjacke erreichte ich nach etwas \u00fcber 1 Std. ziemlich durchgeweicht wieder Gretabergen. Ich bestieg noch den Aussichtsturm und hatte von hier zumindest eine einigerma\u00dfen tolle Aussicht.<br>Auf meiner weiteren Fahrt nach Ecker\u00f6 nahm der Regen deutlich zu und hielt bis zum Abend leider an. Auf Ecker\u00f6 gibt es einige Campingpl\u00e4tze. Die meisten Pl\u00e4tze liegen um Storby und haben mich einfach zu sehr an Ferienzentren erinnert. Ich beschloss daher mein Gl\u00fcck ganz im S\u00fcden der Insel, auf dem Campingplatz in Degersand, zu versuchen. Das war ein Volltreffer! Zwar hatte auch hier schon die Nachsaison begonnen und das Restaurant war bereits geschlossen. Aber die Chipkarten f\u00fcr Dusche und WC hingen in einem Beutel. Man soll diese einfach bei Abreise mit den Geb\u00fchren in den Briefkasten werfen. In Deutschland nicht gerade denkbar so ein Vertrauen in seine G\u00e4ste. Der Platz bestand zum Gro\u00dfteil aus einer Wiese die direkt am Sandstrand lag. Am Abend h\u00f6rte dann auch endlich wieder der Regen auf und die Sonne lie\u00df sich noch blicken.<br>Leider war der Sonnenschein nach 2 Stunden schon wieder vorbei. Was nun folgte war Regen &amp; Sturm. Da dieses tolle Wetter fast 24 Std. anhielt, verl\u00e4ngerte ich meinen Aufenthalt in Degersand einfach und nutzte das kostenfreie WLAN-Angebot. Auch kam ich mit den einzig weiteren G\u00e4sten auf den Platz ins Gespr\u00e4ch \u2013 einem Vater und seinen beiden Kindern aus Schweden.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Mariehamn<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Als letztes Ziel auf meiner Reise \u00fcber die \u01faland-Inseln hatte ich mir die Hauptstadt Mariehamn ausgesucht. Ich quartierte mich auf dem dortigen Zeltplatz Gr\u00f6na Udden (<a href=\"http:\/\/www.gronaudden.com\">www.gronaudden.com<\/a>) f\u00fcr 10 \u20ac \/ Nacht ein. Und zog von dort aus zu Fu\u00df und per Rad los um die Stadt zu erkunden. Bei meinen Streifz\u00fcgen durch die Stadt besuchte ich unter anderem den Viermast-Segelfrachter Pommern und den Aussichtspunkt Badhusberget. Das Marinemuseum hatte leider derzeit wegen Umbauma\u00dfnahmen geschlossen.<br>Nat\u00fcrlich ging ich auch schwimmen. Zwar hatte der Campingplatz einen eigenen Sandstrand, aber bei den derzeitigen Temperaturen zog ich doch lieber das Mariebad vor (anders als so manch Einheimischen, die auch jetzt regelm\u00e4\u00dfig in der Ostsee baden gingen). Hier gab es ein Sportbecken mit 25 m Bahnen, Sauna, einen Au\u00dfenpool der scheinbar nahtlos in die Ostsee \u00fcberzugehen schien und einen Schwimmsteg. Von diesem konnte man direkt nach der Sauna in die Ostsee springen. Welch ein Luxus und das alles f\u00fcr 7,60 \u20ac Eintritt. Diesen Spa\u00df g\u00f6nnte ich mir, auch auf Grund des Wetters, gleich an zwei Tagen. Schlie\u00dflich musste ich ja auch die kulinarischen K\u00f6stlichkeiten, weIche die Stadt zu bieten hatte, zumindest ansatzweise wieder loswerden. Auch wenn es sich hierbei nur um Pizza, B\u00fcrger, Pasta und D\u00f6ner handelte. Welch ein Genuss nach einer gef\u00fchlt ewigen Abstinenz.<br><br>Abends besuchte ich dann noch das legend\u00e4re Dino\u00b4s am \u201eLilla Torget\u201c in der Strandgaten. Eine urige Rockbar und Kneipe in der im Sommer regelm\u00e4\u00dfig Livebands auftreten. Aber eine fr\u00f6hliche schwedische Gesellschaft unterhielt den Laden auch in der Nachsaison ganz gut.<br><br>W\u00e4hrend meines Aufenthaltes wurde ich auf dem Campingplatz von einem radreisenden Ehepaar angesprochen, ob ich wirklich aus Deutschland sei. Etwas verwundert \u00fcber die Frage sagte ich ja. Die Beiden waren erstaunt, da ich mit einem polnischen Honker unterwegs war. Sie kamen aus Polen und kannten solch einen Wagen. Wir tauschten noch eine ganze Zeit lang unsere Reiseerlebnisse aus, erlebt hatten wir ja in den letzten Wochen und Monaten so einiges bevor die beiden (immerhin 55 und 58 Jahre alt) sich auf den Weg zur F\u00e4hre nach Stockholm machten. Denn von nun an ging es f\u00fcr die Beiden zur\u00fcck in Richtung Polen.<br><br>Am Vortag meiner Abreise wurde ich nochmals von strahlendem Sonnenschein verw\u00f6hnt. Ein tolles Wetter um erneut durch Mariehamn zu schlendern. Ich besuchte dieses Mal unter anderem den Lotsenberg. Von hier hat man einen tollen Blick auf den Hafen und auf die ein- und auslaufenden F\u00e4hren. So konnte ich auch gleich einen Blick auf meine F\u00e4hre nach Turku werfen. Die MS Galaxy machte gerade einen Stopp in Mariehamn auf den Weg nach Stockholm. Auf dem R\u00fcckweg nach Turku werde ich in L\u00e5ngn\u00e4s an Bord gehen.<br>An dem gerade im Hafen liegenden russischen Segelschulschiff \u201eSedov\u201c nahm ich die Einladung an Bord zukommen gerne an. In einem Mix aus russisch und englisch lie\u00df ich mir einiges von der Besatzung erz\u00e4hlen und zeigen. Am Nachmittag genoss ich ein letztes Mal den Blick von Lilla Holmen auf die Ostsee und die Ostseite der Stadt. Auch besuchte ich das gerade stattfindende Sk\u00f6rde Fest \u2013 das Erntefest, welches das beliebteste Fest der \u01fal\u00e4nder sein soll.<br><br>Bei dem Versuch aufgestellte Kunst zu fotografieren wurde ich belehrt das es doch mit Menschen ein viel interessanteres Bild sei. Ob Kathy, so hie\u00df die junge \u01fal\u00e4nderin, nun Ahnung vom Fotografieren hatte oder einfach nur vor der Kamera stehen wollte, konnte ich zwar nicht in Erfahrung bringen, daf\u00fcr erz\u00e4hlte sie mir einiges \u00fcber die Stadt, das Nachtleben und die Menschen. Als Gegenleistung kam sie nat\u00fcrlich aufs Foto und musste sich meine Reiseerlebnisse anh\u00f6ren. Es ist immer wieder erstaunlich wie schnell man auf solchen Reisen mit wildfremden Menschen ins Gespr\u00e4ch kommt und wie unbeschwert man eine Ewigkeit plaudern kann.<br><br>Nach knapp 2 Wochen auf den \u01faland-Inseln hie\u00df es nun auch f\u00fcr mich Abschied nehmen. Wenn auch erst einmal zur\u00fcck nach Finnland. Von L\u00e5ngn\u00e4s auf Lumparland ging es morgens um 3:00 Uhr mit Talink Silja nach Turku. F\u00fcr die 4 st\u00fcndige \u00dcberfahrt habe ich auf die Buchung einer Kabine verzichtet. Insgesamt hat mich die R\u00fcckfahrt knapp 60 \u20ac gekostet. F\u00fcr weitere 9 \u20ac habe ich das Fr\u00fchst\u00fccksbuffet gebucht. Morgens um 6:00 Uhr hie\u00df es in den Sch\u00e4ren bei Tagesanbruch Schlemmen bis zum Anlegen. F\u00fcr mich als leidenschaftlichen und bekennenden \u201eFr\u00fchst\u00fccker\u201c ein weiteres Highlight der Reise.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brand\u00f6, Lappo und Kumlinge Als ich in S\u00fcdfinnland aufbrach sah das Wetter noch vielversprechend aus. Von Turku nahm ich die Stra\u00dfe 192 nach Nord-Westen an die K\u00fcste. In Kustavi erreichte ich die erste F\u00e4hre. Mit dieser kostenfreien F\u00e4hre setzte ich nach Osn\u00e4s \u00fcber. 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