{"id":3076,"date":"2024-10-28T17:53:42","date_gmt":"2024-10-28T16:53:42","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/?page_id=3076"},"modified":"2026-06-09T17:57:29","modified_gmt":"2026-06-09T15:57:29","slug":"skandinavien","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/index.php\/reisen\/reise-meines-lebens\/skandinavien\/","title":{"rendered":"Skandinavien"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Immer gen Norden<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Zum ersten Mal auf meinen Reisen durfte ich mir dieses Mal die Kabine mit jemanden Teilen. Es war ein junger Holl\u00e4nder und nein er war nicht mit seinem Wohnwagen unterwegs. Er war mit seinem Motorrad unterwegs zu einem Freund in Helsinki. Im Anschluss wollte er einmal die n\u00f6rdliche Ostsee umrunden und von Oslo via F\u00e4hre zur\u00fcck nach Kiel. Na da hatten sich ja zwei Reisende gefunden. Und so wurde es ein super netter Abend. Leider musste ich mal wieder meine mangelhaften Englischkenntnisse erkennen. Aber Gertjan, so hie\u00df er, trug es mit Humor und meinte sein Deutsch sei auch nicht besser. Kurz vor unserer Ankunft fr\u00fchst\u00fcckten wir noch zusammen. Naja oder so \u00e4hnlich. Ich gab eine Runde Kaffee aus und er teilte sein Lunchpaket. Um 9:00 trafen wir in G\u00f6teborg ein. Nachdem wir uns noch viel Spa\u00df und Gl\u00fcck f\u00fcr unsere Reise gew\u00fcnscht hatten, trennten sich unsere Wege. Auf dem Autodeck hatte ich dann schon meinen ersten Fan. Er war schon in Kiel von meinem Honker begeistert. Also beantwortete ich all seine Fragen und er machte noch ein Erinnerungsfoto vom Wagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die ersten Kilometer in Schweden waren f\u00fcr mich nicht anders als in Deutschland. Viel Verkehr. Aber mit jedem Kilometer gen Norden wurde es ruhiger. Richtig entspannt wurde das Reisen f\u00fcr mich ca. 400 \u2013 500 km hinter G\u00f6teborg. Ich hatte mich f\u00fcr den Inlandsv\u00e4gen, der E45, entschieden. Also immer im Landesinneren gen Norden.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Storforsen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">In den ersten Tagen war mein Ziel z\u00fcgig zum Polarkreis zu kommen. Erst dort wollte ich dann die Natur genie\u00dfen. Auf dem Weg dorthin schaut ich mir die ein oder andere mehr oder weniger interessanten Ort an. Es ist halt alles eine Frage des Geschmacks. Aber ich war ja auch nicht zu einer St\u00e4dtetour aufgebrochen sondern ich wollte Natur erleben.<br>Da passte es ziemlich gut, dass in der N\u00e4he vom Inlandsv\u00e4gen der Storforsen lag. Hierbei handelt es sich um den wohl gr\u00f6\u00dften und nicht regulierten Wasserfall Europas. Auf einer L\u00e4nge von mehreren Kilometern f\u00e4llt der Flu\u00df Pite\u00e4lv 82 m in die Tiefe. Direkt am Wasserfall kann man \u00fcber eine Steganlage die Naturgewalten bestaunen und genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Im Land der Millionen M\u00fccken<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ein Highlight auf meiner Tour sollte die Gegend um den Ort Kvikkjokk werden. Dieser Ort pr\u00e4sentiert sich als Tor zu den beiden zusammenh\u00e4ngenden Nationalparks Padjelanta und Sarek. Trotz guter Ausr\u00fcstung und verl\u00e4sslichem M\u00fcckenschutz war ich ein willkommenes Opfer f\u00fcr die kleinen Vampire. Sie fanden immer wieder eine Stelle die nicht gesch\u00fctzt war. Und wenn sie nur in den Mund flogen. Ich entschied mich nach fast 8 km den R\u00fcckweg anzutreten. So konnte ich am Nachmittag im gem\u00fctlichen Wagen den Regen entspannt genie\u00dfen und war vor den kleinen Plagegeistern sicher. Auch g\u00f6nnte ich mir zur Feier des Tages mal eine kleine Wellnes-Auszeit und quartierte mich auf dem Campingplatz in \u00c5rrenjarka ein. Neben einer hei\u00dfen Dusche konnte ich hier mal wieder eine sch\u00f6ne Sauna genie\u00dfen. Das ist doch wahrer Luxus. Und weil es so toll war blieb ich glatt noch eine Nacht l\u00e4nger. Aber Sauna ohne Anstrengung ist ja nun auch nichts. Also ging es am n\u00e4chsten Tag erst mal schon mit dem Bike durch das Tal und die Umgebung.<br>Die Landschaft ist atemberaubend und mit der Zeit l\u00e4sst es sich auch mit den M\u00fccken leben. Man findet halt seinen Weg die Biester so gut wie m\u00f6glich von sich fern zu halten und ein paar Stiche st\u00f6ren einen auch irgendwann einfach nicht mehr. Man kann es ja eh nicht \u00e4ndern\u2026<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Back to nature<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach dem es in den letzten Tagen schon fast bieder zuging, \u00dcbernachtung auf einem Campingplatz mit flie\u00dfend warmen Wasser, musste es nun endlich wieder in die Natur gehen. Als n\u00e4chstes Ziel war im heimischen Wohnzimmer schon der Stora Sj\u00f6fallet Nationalpark ausgew\u00e4hlt wurden. Urspr\u00fcnglich wollte ich nur bis zur Saltoluokta Fj\u00e4llstation fahren und von dort eine Tagestour unternehmen. Aber ich entschied mich spontan um und fuhr die Stra\u00dfe bis ganz zum Ende durch. So kam ich nach Ritsem. Oberhalb des Ortes fand ich einen sch\u00f6nen Platz zum \u00dcbernachten. Von hier bot sich ein toller Blick auf den Akkajaure See und die am S\u00fcdufer liegende Bergkette. Die Gipfel waren jetzt selbst Mitte Juli noch mit Schnee bedeckt.<br><br>Von hier sollte es am n\u00e4chsten Tag mal wieder zu Fu\u00df auf eine sch\u00f6ne fast 20 km Tagestour gehen. Allerdings besiegte mich die \u201eSchwedische Air Force\u201c bzw. die unz\u00e4hligen M\u00fccken. Die Wahl einer Flie\u00dfjacke bei etwas unter 20\u00b0 war zwar im Punkto M\u00fcckenschutz gut aber da es auf der Hintour stetig bergauf ging, hatte es schon fast etwas mit einem Saunagang zu tun. Der M\u00fcckenschutz mittels Spray an den H\u00e4nden und im Gesicht verblieb somit nicht lange an den aufgetragenen Stellen und floss mit dem Schwei\u00df von dannen. Solange man in Bewegung blieb hatte man zwar einen ganzen M\u00fcckenschwarm um sich aber man wurde selten gestochen. So qu\u00e4lte ich mich um die 7 km nach oben, machte eine kurze Rast in der Regenjacke (wegen den M\u00fccken) und begab mich wieder ohne Pause zum Auto zur\u00fcck. Die Tour war eine ziemliche Qual.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auf dem R\u00fcckweg begegnete mir noch ein junges Paar in T-Shirt. Ich dachte mir noch so, wieso haben die Schweden keine Probleme mit den M\u00fccken. Sp\u00e4ter als ich mit meinem Wagen auf der Suche nach einem \u00dcbernachtungsplatz war und auf einem Parkplatz anhielt, traf ich das Paar von meiner Tour wieder. Es stellte sich heraus, das die Beiden aus Deutschland kamen und mit ihrem VW Bus durch Skandinavien kreuz und quer fuhren. Sie wunderten sich auf ihrer Tour mindestens genauso wie ich. Aber wir stellten schnell fest, dass wir das M\u00fcckenproblem in gleicher St\u00e4rke hatten. Die Beiden brachen ihre Tour auch fr\u00fcher als geplant ab und hatten auf Ihrem R\u00fcckweg die Regenjacken angezogen, so schwitzten sie zwar ebenfalls aber wurden nicht mehr gestochen. Tja manche Probleme sind doch ziemlich gleich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Strapazen des Tages belohnte mich daf\u00fcr mein \u00dcbernachtungsplatz mehr denn je. Dank des Allradantriebs meines Wagens kam ich auf einem fast zugewachsenen Fahrweg bis direkt an den See. Hier wurde bei strahlendem Sonnenschein erst mal ausgiebig gebadet und der M\u00fcckenschutz der letzten Tage gr\u00fcndlich abgesp\u00fclt. Aber man lernt ja aus seinen Fehlern und nat\u00fcrlich wurde vor dem \u201ezu Bett gehen\u201c wieder neuer M\u00fcckenschutz an den freien Stellen aufgetragen. Am n\u00e4chsten Morgen sprang ich fast direkt vom Bett noch mal ins Wasser. So erfrischt war ich f\u00fcr die n\u00e4chsten Erlebnisse und Begegnungen gut gewappnet.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Dundred<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Als n\u00e4chstes Ziel war die Region um Kiruna ins Auge gefasst. Einen ersten Zwischenstopp legte ich auf dem 823 m hohen Berg Dundred bei der Doppelstadt G\u00e4llivare-Malmberget ein. Hier bot sich ein herrlicher Sommertag bei angenehmen Temperaturen und azurblauem Himmel. Nach einem entspannten Fu\u00dfmarsch bot sich vom Gipfel ein toller Fernblick. Im Westen waren wieder die schneebedeckten Gipfel zu entdecken. Dies war doch ein guter Ort um die Mitternachtssonne mal zu genie\u00dfen. Also wurde etwas abseits vom Touristenparkplatz \u201eQuartier\u201c bezogen und entspannt die Sonne und das Abend- bzw. Morgenrot bis in den n\u00e4chsten Tag hinein genossen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Rund um Kiruna<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Wahrscheinlich habe ich am gestrigen Tag etwas zu viel Sonne genossen oder warum sollten die beiden folgenden Tage wettertechnisch ehr bescheiden ausfallen? Naja dann schaute ich mir bei bedecktem Himmel und m\u00e4\u00dfigen Temperaturen halt Kiruna an. Aber viel zu schauen gab es hier f\u00fcr mich nicht. Zumindest konnte ich ml wieder Fast Food genie\u00dfen. Allerdings war ich die vielen Menschen im gigantisch gro\u00dfen Supermarkt gar nicht mehr so recht gewohnt. Was f\u00fcr eine Hektik.<br>Also wieder in die Natur. Als n\u00e4chstes Ziel war der relativ kleine Abisko Nationalpark ins Auge gefasst. Der Park ist der ideale Ausgangspunkt f\u00fcr den 500 km langen Fernwanderweg Kungsleden \u2013 denn dieser beginnt hier. Aber ich hatte h\u00f6heres vor und wollte dazu mit dem Sessellift den 1.169 m hohen Berg Nuolja erklimmen. Nur leider fuhr der Sessellift auf Grund des bescheidenen Wetters nicht. Also besichtigte ich das n\u00e4chste Highlight des Parkes \u2013 den Fluss Abiskojokka. Dieser passiert auf seinem Weg zum See Tornetr\u00e4sk eine 20 m tiefe Schlucht. Auf einem sch\u00f6nen Rundweg bieten sich immer wieder sch\u00f6ne Einblicke in die reisende Str\u00f6mung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">In Begleitung des Regens machte ich mich dann auf nach Nikkaluokta. Von diesem kleinen Ort kann man den mit 2.117 m h\u00f6chsten Berg Schwedens \u2013 den Kebnekajse \u2013 bezwingen. Hierzu sollte man 3 Tage einplanen. Einen Tag bis zur Fj\u00e4llstation bzw. dem Basislager (ca. 16 km), einen Tag f\u00fcr die Besteigung und einen dritten Tag f\u00fcr den R\u00fcckweg von der Fj\u00e4llstation nach Nikkaluotka. Ich machte mich jedoch nur auf zu einer Tagestour in Richtung des Basislagers. Lt. Wetterbericht sollte zumindest mein Wandertag mal wieder trocken werden. Auch wenn der Himmel am Morgen noch nicht so toll aussah, es sollte den ganzen Tag mal wieder trocken bleiben. Dazu schien die Sonne und es wehte ein kr\u00e4ftiger Wind. Durch den Wind waren nur wenige M\u00fccken unterwegs. So macht doch wandern mal wieder richtig Spa\u00df. Meine Tour f\u00fchrte mich zum F\u00e4hranleger. Hier kann man fast 5 km auf dem Weg zum Basislager sparen. Ich verzichtete aber auf die Bootsfahrt und wanderte noch etwas am Ufer weiter bis ich dann umkehrte und den Weg zur\u00fcck nach Nikkluokta zur\u00fcckging. Am Abend besuchte ich dann noch den Aussichtsberg von Kiruna. Hier bot sich ein tolles Panorama \u00fcber die Stadt, die Eisenerzgrube &#8211; die gr\u00f6\u00dfte der Welt &#8211; und die Berge im Hintergrund.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Auf Wiedersehen Schweden<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die Zeit verging wie im Fluge und allm\u00e4hlich hie\u00df es auch schon wieder Abschied nehmen von Schweden. Von Kiruna ging es ein kurzes St\u00fcck gen S\u00fcden nur um dann auf der bereits bekannten E 45 \u2013 dem Inlandsv\u00e4gen \u2013 immer weiter gen Finnland zu rollen. In H\u00f6he der finnischen Grenze machte ich noch einen kurzen Abstecher auf den 516 m hohen Kaarevaara. Auf einem holprigen Weg fuhr ich bis auf den Gipfel. Oben angekommen stand mir auf einmal ein Iveco Massif gegen\u00fcber. Er geh\u00f6rt einem Paar aus \u00d6sterreich. Wir plaudern unsere Fahrzeuge und tauschten unsere bisherigen Reiseerlebnisse aus. Irgendwie hatte ich das Gef\u00fchl das die Beiden sich freuten mal wieder mit einem auf Deutsch zu reden.<br><br>Nach diesem Erlebnis ging es nun nach Finnland. Aber ich benutzte den Nord-Westen vorerst nur f\u00fcr den Transit nach Norwegen. In Kilpisj\u00e4rvi wurden noch die Diesel- und Wasservorr\u00e4te aufgef\u00fcllt und naja nennen wir es mal ein landestypisches Buffet genossen. Am Abend ging es dann weiter ins Tal K\u00e5fjordelva auf norwegischer Seite. Auf dem Parkplatz am Grubenst\u00e4dtchen Ankerlia traf ich wieder auf das P\u00e4rchen welches ich im Stora Sj\u00f6fallet Nationalpark getroffen hatte. Wir plauderten noch einige Zeit und tauschten unsere Erlebnisse seit unserer letzten Begegnung aus.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_6_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"halti\">Halti &#8211; der h\u00f6chste Berg Finnlands<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen ging es f\u00fcr mich dann weiter zum Guo\u00e1\u0161j\u00e1vri \u2013 dem Ausgangspunkt auf norwegischer Seite zur Besteigung des Haltis. Auf dem Weg dorthin hatte ich mit dem Honker keinerlei Schwierigkeiten. Gerade auf dem letzten St\u00fcck \u2013 von der Rot Kreuz H\u00fctte bis zum Parkplatz \u2013 ist ein bisschen mehr Bodenfreiheit schon nicht vom Nachteil und davon hat mein Reisegef\u00e4hrt ja gen\u00fcgend. Leider hingen die Wolken an diesem Tag sehr tief. Die Hinfahrt war eine ziemliche Nebelpartie. Zum Gl\u00fcck kannte ich ja den Weg aus den Vorjahren noch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am Nachmittag verzogen sich die Wolken etwas. Allerdings hingen sie am Abend sehr tief und verh\u00fcllten alles was mehr als 100 m&nbsp; von einem entfernt war. Aber ich hatte Hoffnung, hatte ich doch f\u00fcr die beiden n\u00e4chsten Tage Sonnenschein f\u00fcr die Region im Wetterbericht entdecken k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen war es also so weit, ich startete den 3. Versuch zur Bezwingung des Haltis. 2009 war ich einfach etwas zu sp\u00e4t. Es lag bereits auf der Zufahrtsstra\u00dfe Schnee. An einen Aufstieg war da nicht mehr zu denken. Im letzten Jahr war ich so kurz vorm Gipfel, lie\u00df mich jedoch vom Zaun der Rentierhirten abschrecken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Eigentlich wollte ich in diesem Jahr den Weg \u00fcber die Ostseite nehmen. Als ich aber den Unterschied auf der Karte sah, entschloss ich mich wie im letzten Jahr den steilen Aufstieg \u00fcber die Westseite zu nehmen. Also ging es gegen 10:00 Uhr zuerst immer an dem Zaun der Rentierhirten entlang und dann westw\u00e4rts in die Ger\u00f6llwand. Nach ca. 300 H\u00f6henmetern war dann das steilste St\u00fcck geschafft und es ging in lustiger Bockkletterei von einem Stein zum anderen. Nun hatten sich auch die Wolken verzogen und man konnte das Ziel erkennen. Leider konzentrierte ich mich auf den falschen, einen weiter westlich gelegenen, Gipfel. Tja man sollte halt doch ab und an auf das GPS schauen und nicht nur seinen Augen vertrauen. Eigentlich wollte ich westlich um den R\u00e1isduottarh\u00e1ldi herum gehen und dann nordwestlich auf den Halti steigen. Da ich aber etwas zu weit s\u00fcdlich gegangen war musste ich nun aus westlicher Richtung auf den Halti aufsteigen. Vorher ging es noch fast 300 H\u00f6henmeter runter in eine Senke nur um auf der anderen Seite wieder bis zum Gipfel des Haltis aufw\u00e4rts zu gehen. Naja es gibt schlimmeres und um kurz vor 14:00 Uhr war es endlich geschafft. Ich stand auf dem Gipfel des mit 1.328 m h\u00f6chsten Berges Finnlands. Das Wetter zeigte sich von seiner Besten Seite und es bot sich eine tolle Fernsicht. Tja von finnischer Seite ist die Orientierung zweifelslos einfacher, dort ist der Weg im Abstand von ca. 50 m mit orangefarbenen H\u00f6lzern gekennzeichnet. Aber es geht auch ohne solche Hilfsmittel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach einer ausgiebigen St\u00e4rkung auf dem Gipfel ging es nun wieder auf den R\u00fcckweg. Da der Nachmittag noch jung war, beschloss ich meinen R\u00fcckweg \u00fcber den R\u00e1isduottarh\u00e1ldi anzutreten. Dieser Gipfel liegt auf norwegischer Seite und ist mit 1.361 m H\u00f6he der h\u00f6chste Gipfel des Haltimassives. Hier wurde nochmals kurz Rast gemacht und dann machte ich mich in einem leichten Bogen ostw\u00e4rts zur\u00fcck zum Parkplatz. Nat\u00fcrlich ging es wieder von einem Stein zum anderen. Diese Route war zwar l\u00e4nger als der Aufstieg, daf\u00fcr aber enthielt sie keine so steilen Passagen.<br>Gegen 18:00 Uhr kam ich dann wieder am Auto an. Insgesamt legte ich knapp 14 km zur\u00fcck in ca. 5,5 Std. reiner Gehzeit zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_7_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">K\u00e5fjordelva<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem nun ein gro\u00dfes Highlight meiner Reise zufrieden abgeschlossen war, konnte ich es die n\u00e4chsten Tage mal richtig anspannt angehen lassen und einfach nur die Seele baumeln lassen. Hierf\u00fcr hatte ich mir K\u00e5fjordelva in Norwegen ausgesucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Wetter war auch hier ziemlich abwechslungsreich. Zum Gl\u00fcck gab es wenigstens einen Tag mit kompletten Sonnenschein und Temperaturen \u00fcber 20\u00b0. Mal was anderes als das grau mit den tiefh\u00e4ngenden Wolken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich wanderte von meinem \u00dcbernachtungsplatz \u00fcber Ankerlia zur H\u00e4ngebr\u00fccke am 110 m hohen Wasserfall. Leider ist die H\u00e4ngebr\u00fccke noch nicht vollst\u00e4ndig fertiggestellt und noch gesperrt. Schade! Auf meinem R\u00fcckweg besichtigte ich dann noch den \u00d8rndalen Canyon, lt. Beschreibung der tiefste Canyon in Nordeuropa. Wer gen\u00fcgend Ausdauer hat kann \u00fcber 1 km im Bachbett des Canyons entlang wandern bzw. von einem Stein zum anderen h\u00fcpfen und gelangt so zur schmalsten Stelle des Canyons, welcher hier lediglich noch 5 m breit ist.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_8_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Grenzverkehr<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da ich nun mittlerweile fast 1 Woche in K\u00e5fjordelva bin, und ich n\u00e4chste Woche mit meiner Freundin nochmals hierhin zur\u00fcckkehren werde, musste nun mal wieder ein Ortswechsel her. Aber nat\u00fcrlich mittlerweile ganz entspannt erst mal nur ins Nachbartal Manndalen. Hier sattelte ich mein Bike und machte mich auf einer sehr anstrengenden Tour zur Baalsrudhula. Naja zu Fu\u00df h\u00e4tte ich im Endeffekt auch nicht l\u00e4nger gebraucht. Aber so habe ich wenigstens mal etwas die F\u00fc\u00dfe geschont und eine andere Muskelgruppe beansprucht. Nach so viel Anstrengung ging es auf dem Weg aus dem Tal erst mal zur Abk\u00fchlung in den Fluss. Und die k\u00fchlen Wassertemperaturen haben auch was gutes, man kann sich in k\u00fcrzester Zeit sehr gut erfrischen und muss nicht ewig im Wasser planschen.<br><br>F\u00fcr die n\u00e4chsten Tage schlug ich mein Nachtlager auf einem n\u00f6rdlich von Kilpisj\u00e4rvi gelegenen Parkplatz auf. Zwar wurde es dort abends immer sehr voll mit Wohnmobilen, aber ich konnte morgens gleich in den See springen und man kam mal wieder mit anderen Menschen ins Gespr\u00e4ch. Nat\u00fcrlich sollte auch in der Grenzregion gewandert werden. Urspr\u00fcnglich wollte ich von der E8 auf norwegischer Seite kurz hinter der Grenze zum Dreil-L\u00e4nder-Punkt wandern. Allerdings kam ich an dem geplanten Wandertag irgendwie schlecht aus dem Bett und begann meine Wanderung erst kurz vor 12 Uhr. Da allein der Hinweg etwas \u00fcber 10 km lang war und auch einiges an H\u00f6henmetern zu bieten hatte, lie\u00df ich diesen Plan dann doch unterwegs fallen und beschr\u00e4nkte mich nach knapp 6 km mit der Besteigung des 975 m hohen Goall\u00e1roaivi. Von hier bot sich bei Sonnenschein ein toller Blick auf die finnisch-norwegische Grenzregion, den Kilpisj\u00e4rvi See und den Saana. Und die Tour zum Drei-L\u00e4nder-Eck wird dann in der n\u00e4chsten Woche mit Hilfe des Bootes auf nur noch 3 km pro Richtung reduziert. Man muss es ja nicht immer \u00fcbertreiben. Da ich Ende der Woche in Troms\u00f8 meine Freundin am Flughafen abholen will, wurde es nun allm\u00e4hlich Zeit mich mal wieder ein St\u00fcck weiter zu bewegen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_9_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Region Troms\u00f8 <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf meinem Weg nach Troms\u00f8 erkundete ich noch on- und offroad die beiden T\u00e4ler Kitdalen und Signaldalen. Au\u00dferdem fuhr ich auf der 862 ca. 50 km von Troms\u00f8 gen Westen und kam zur Insel Sommera\u00f8y direkt am Atlantik. Hier entspannte ich bei strahlendem Sonnenschein am Sandstrand und genoss das Rauschen der Wellen. Kurz vor der Insel &#8211; noch auf dem Festland \u2013 fand ich einen super Stellplatz und traf auf die holl\u00e4ndischen Crazy Camper. In dieser Region trat ich auch f\u00fcr knapp 50 km mal wieder in die Pedalen. Es ging zwar auf Asphalt aber \u00fcber leichte Berge und immer am Wasser entlang. Dies alles bei strahlendem Sonnenschein aber auch einem eisigen Wind der die Temperatur nur mit M\u00fche auf etwas \u00fcber 11\u00b0 brachte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Wochenende verbrachte ich mit meiner Freundin in Troms\u00f8. Wir unternehmen eine Tageswanderung auf den Storsteinen und besuchten das Museum Polaria. Danach ging es endlich wieder raus in die Natur.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_10_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">K\u00e5fjordelva zum 2.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Als n\u00e4chstes Ziel ging es noch mal ins norwegische K\u00e5fjordelva Tal \u2013 dieses Mal aber zu zweit. Nun hatte ich auch mal Zeit zur Moskogaisa Grube zu wandern. Es geht auf einer Strecke von knapp 6,5 km bis auf 900 m H\u00f6he hinaus. Am n\u00e4chsten Tag war geplant am Guo\u00e1\u0161j\u00e1vri zu \u00fcbernachten. Allerdings wurden wir am Nachmittag von einem Ranger darauf hingewiesen, dass es nur erlaubt sei, direkt an der Stra\u00dfe zu halten, abseits der Stra\u00dfe ist es verboten und man muss ein Bu\u00dfgeld zahlen. Allerdings erlie\u00df er uns das Bu\u00dfgeld. Na nochmal Gl\u00fcck gehabt. Aber so mussten wir wieder zur\u00fcck ins Tal fahren. Schon ein komisches Land in dem man nicht mal irgendwo stehen darf und auch nur auf Stra\u00dfen fahren darf. Auch Pfade darf man hier nicht benutzen. Na da hatte ich ja mit meinem Offroad-Ausflug Gl\u00fcck gehabt, dass dies kein Ranger gesehen hat.<br><br>Auf dem R\u00fcckweg ins Tal besuchten wir noch die H\u00e4ngebr\u00fccke, welche nun mittlerweile ge\u00f6ffnet ist und einen tollen Ausblick auf den 110 m hohen Wasserfall sowie das Tal bietet.<br><br>Nach dem es nun in Norwegen die ersten Probleme beim \u201eFreien-Stehen\u201c gab, ging es nun mal wieder f\u00fcr ein paar Tage nach Kilpisj\u00e4rvi. Hier wurde f\u00fcr 2 N\u00e4chte Quartier auf dem Campingplatz Kilpisj\u00e4rvi Retkeilykeskus Camping. Hier gab es alles was man ab und an braucht (Sauna, Duschen, lecker Buffett, \u2026). Von hier aus ging es auch mal wieder auf den Saana. F\u00fcr mich die gro\u00dfe Runde \u00fcber Kilpisj\u00e4rvi und Saanaj\u00e4rvi, f\u00fcr meine Freundin nur auf den Saana.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_11_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">L\u00e4nderwechsel<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">In den letzten Tagen hat das Wetter in Nordskandinavien \u2013 besser gesagt im Nord-Westen Finnlands &#8211; mehr an den Herbst als an den Sommer erinnert. Tags\u00fcber lagen die Temperaturen nur noch knapp \u00fcber 10\u00b0, nachts dann nur noch bei 3\u00b0-5\u00b0. Also ein guter Zeitpunkt um sich allm\u00e4hlich in Richtung Bardufoss \/ Norwegen aufzumachen. Von diesem Flughafen startet meine Freundin ihre Heimreise zur\u00fcck an die Kieler F\u00f6rde. Aber bis dahin bleiben uns noch ein paar Tage die wir nutzen um den \u00dcberblick \u00fcber das Land zu verlieren in dem wir uns gerade aufhalten. Das kommt davon wenn Grenzkontrollen abgeschafft werden. Aber der Reihe nach!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Von Kilpisj\u00e4rvi geht es erst mal wieder nach Norden. In Skibotn fahren wir auf die E 6, der wir westw\u00e4rts bis kurz vor Narvik folgen. Weiter geht es in den Abisko Nationalpark in Schweden. Am Abend als wir im Nationalpark eintreffen regnet es mal wieder. So habe ich vor ein paar Wochen den NP ja bereits verlassen. Aber am n\u00e4chsten Morgen scheint die Sonne. Es ist ein traumhafter Tag. Ich nehme in Abisko den Sessellift und lasse mich entspannt auf 900 m H\u00f6he bringen. Von der Bergstation ist es nur ein kleiner Spaziergang bis auf den 1.169 m hohen Njulla. Bei strahlendem Sonnenschein bietet sich mir eine fantastische Aussicht auf die teils schneebedeckten Gipfel, die Gebirgsformation Lapporten (Lappentor) im Osten und den See Tornetr\u00e4sk. Zur\u00fcck verzichte ich auf die Seilbahn und laufe zur Talstation. Am Nachmittag fahren wir auf einen Campingplatz \u00f6stlich von Narvik. Von hier k\u00f6nnen wir am Abend sogar den \u201eGeysir von Narvik\u201c bestaunen. Hierbei handelt es sich um eine bis zu 75 m hohe Wassers\u00e4ule welche von Mai bis September jeweils um 13:00 Uhr und 21:00 Uhr zu sehen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen verlassen wir schon wieder Narvik und fahren auf der E 6 bis Bardufoss zur\u00fcck. Knapp 20 km vom Flughafen entfernt verbringen wir den Nachmittag und Abend in einem Flussbett welches jetzt im Sommer zu gro\u00dfen Teilen ausgetrocknet ist. Bei um die 20\u00b0 und wolkenlosen Himmel kommt nun auch das Sommergef\u00fchl wieder zur\u00fcck. Allein die k\u00fchlen N\u00e4chte lassen das Gef\u00fchl wieder erfrieren.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_12_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Immer gen Osten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen muss ich meine Freundin schon um 5:30 Uhr zu ihrem Flieger bringen. Viel zu schnell ist die gemeinsame Zeit im Norden vergangen. Und weil ich nun schon mal so zeitig auf den Beinen bin, beschlie\u00dfe ich heute einen Gro\u00dfteil der Strecke bis Kuusamo schon hinter mich zu bringen. Also geht es durch den Abisko NP, \u00fcber Kiruna bis nach Vittangi. Von hier nehme ich die 395 bis Pajala und die 99 nach Pello in Finnland. Kurz vor Rovaniemi &#8211; bei Raanuj\u00e4rvi \u2013 verbringe ich den Abend und die Nacht auf einem Parkplatz direkt am See. F\u00fcr die Suche nach einem idyllischen Stellplatz habe ich heute Abend einfach keine Lust mehr.<br><br>Hurra endlich mal wieder eine Nacht mit Temperaturen im zweistelligen Bereich! Allerdings sieht der Himmel auf meinem Weg nach Rovaniemi sehr nach Regen aus. Aber es wurde doch wieder ein toller Sommertag. P\u00fcnktlich mit meinem Eintreffen in Rovaniemi zog der Himmel auf und es wurde wieder ein toller Sommertag. Zum Mittag g\u00f6nne ich mir erst mal einen leckeren D\u00f6nerteller. Zum Gl\u00fcck gibt es den Laden, in dem ich bereits 2009 gegessen habe, immer noch. Anschlie\u00dfend bummle ich noch etwas durch die Stadt und mache mich auf dem Weg zum Strand am Kemijoki. Ja es gibt hier am Polarkreis sogar Sandstr\u00e4nde. Entspannt liege ich in der Sonne und genie\u00dfe ein kurzes Bad im doch sehr k\u00fchlen Fluss. Am Abend geht es dann noch zu Mc Donald. Schlie\u00dflich ist Fast Food nicht gerade an jeder Ecke in Karelien zu bekommen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_13_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer gen Norden Zum ersten Mal auf meinen Reisen durfte ich mir dieses Mal die Kabine mit jemanden Teilen. Es war ein junger Holl\u00e4nder und nein er war nicht mit seinem Wohnwagen unterwegs. Er war mit seinem Motorrad unterwegs zu einem Freund in Helsinki. 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