{"id":2926,"date":"2024-10-25T15:50:54","date_gmt":"2024-10-25T13:50:54","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/?page_id=2926"},"modified":"2026-06-07T15:33:40","modified_gmt":"2026-06-07T13:33:40","slug":"balkan-2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/index.php\/reisen\/balkan-2\/","title":{"rendered":"Balkan"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"dinara\">Rund um Knin<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Was f\u00fcr eine Anfahrt. Ich hatte gar nicht mehr in Erinnerung, dass es von der Kieler F\u00f6rde bis auf den Balkan soweit ist. Ich entschied mich bei der Strecke f\u00fcr eine Bogen \u00fcber Berlin, Prag und Wien. So waren es bis nach Knin, meinem ersten Ziel, etwas \u00fcber 1.800 km und fast 20 Stunden inklusive der ein oder anderen Pause. Nach der Ankunft in Knin galt es noch eine wichtige Entscheidung zu treffen: Checke in einem Hotel in der Stadt ein oder fahre ich noch ein St\u00fcck weiter? Ins Hotel wollte ich eigentlich nicht. Also machte ich mich im Regen noch von Knin auf zur Planinska Kota. Auf diese H\u00fctte war ich bei meinen Internetrecherchen zur Besteigung des Dinara gesto\u00dfen. Sie ist f\u00fcr eine Besteigung des h\u00f6chsten kroatischen Gipfels ein guter Startpunkt. Allerdings war in diesem Zusammenhang auch die Rede davon, dass man f\u00fcr die knapp 20km einen Gel\u00e4ndewagen ben\u00f6tigen w\u00fcrde. Na das wollen wir doch erst einmal sehen dachte ich mir und machte mich auf den Weg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Alles in allem war die Strecke gut zu meistern. Ein bisschen Entspannung brachte die etwas h\u00f6here Bodenfreiheit meines Wagens an der ein oder anderen Stelle. Sogar mit einem normalen PKW sollte die Anfahrt funktionieren, aber das muss jeder f\u00fcr sich entscheiden. Insgesamt war es eine tolle Route \u00fcber felsige Passagen. Hier half zweimal der Allrad ganz gut. Aber ohne Regen w\u00e4re auch dieser nicht unbedingt n\u00f6tig gewesen. Nach knapp 75 min kam ich auf einem traumhaften Plateau an. Das ganze Areal von schroffen Gipfeln eingerahmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die Planinska H\u00fctte war geschlossen und vorher angemeldet hatte ich mich nicht. Also schlug ich bei Regen und starkem Wind mein Zelt auf. Kaum hatte ich die letzte Leine gespannt stand auf einmal ein Kroate in einer gelben Regenjacke direkt hinter mir. Ich wei\u00df so fangen Horrorfilme auch immer an, aber alles war ganz harmlos. Er hatte hier ein Wochenendhaus und ist gerade mit einem Freund hier. Er bot mir an in seinem Haus \u00fcbernachten zu k\u00f6nnen. Bei diesem Wetter brauchte es nicht viel \u00dcberredung und ich nahm dankend an. Nach dem ich mein Zelt wieder eingepackt hatte, gesellte ich mich zu den Beiden. Bei einer F\u00fchrung durch das Haus konnte ich unter insgesamt 3 Schlafzimmern w\u00e4hlen. Nachdem damit nun die letzte Entscheidung des heutigen Tages getroffen war, wurde es richtig gesellig. Was vielleicht auch an dem kroatischen und deutschen Bier lag und nat\u00fcrlich durften auch ein paar Becher des einheimischen Sliwowitzes nicht fehlen. Aber es gab nat\u00fcrlich auch etliche Tipps f\u00fcr meine Tour zum Dinara, zum Maglic und in der Umgebung von Knin. Das nenn ich mal einen gelungen Urlaubsstart.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach einer total entspannten Nacht in einem richtigen Bett ging es mit dem Wagen noch ein St\u00fcck weiter des Weges. Nach knapp 2 km h\u00f6rte der Wald auf und es erstreckte sich wieder eine saftig gr\u00fcne Wiese erneut von Gipfeln eingerahmt. F\u00fcr die restlichen 4km und die noch verbleibenden 600 H\u00f6henmeter lie\u00df ich den Wagen stehen und schn\u00fcrte meine Wanderstiefel. Von hier bis zum Gipfel brauchte ich fast 2 Stunden. Ich wollte es ja entspannt angehen lassen. Und mehrere Schneefelder wollten auch noch bezwungen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am Gipfel angekommen, bot sich ein tolles Panorama. Zwar war die Aussicht durch die tiefh\u00e4ngenden Wolken etwas getr\u00fcbt, aber die Sonne schaffte es w\u00e4hrend meiner Gipfelrast mehrfach die Wolken zu besiegen. Auch lie\u00df ich es mir nicht nehmen den dort versteckten Cache zu suchen. Nachdem ich mich nun sowohl im Gipfelbuch als auch im Logbuch verewigt hatte, ging es zur\u00fcck zum Wagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Den restlichen Nachmittag entspannte ich vor der H\u00fctte und genoss die immer wieder scheinende Sonne bei angenehmen Temperaturen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ante und sein Freund hatten heute auch nur eine Tagestour gemacht und waren noch nicht nach Knin abgestiegen. So genossen wir zu dritt mit einem weiteren Freund den sonnigen Nachmittag. Die 3 machten sich am Abend zur\u00fcck nach Knin. Ich konnte noch eine weitere Nacht in der H\u00fctte bleiben und selbst die dortigen Vorr\u00e4te wurden mir gro\u00dfz\u00fcgig angeboten. Am n\u00e4chsten Morgen ging es dann zu Ante nach Knin. Hier tauschte ich den Schl\u00fcssel und einen leeren Bierkasten gegen eine Tasse Kaffee und unz\u00e4hlige Insidertipps f\u00fcr meine weitere Tour.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Bosnien und Herzegowina<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Knin verlie\u00df ich in n\u00f6rdlicher Richtung \u2013 das heutige Ziel hie\u00df Bosnien und Herzegowina.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die Grenzabfertigung verlief \u00e4u\u00dferst entspannt und erwartungsgem\u00e4\u00df problemlos. Mein erstes Zwischenziel, den Satorsko Jezero, sollte ich leider nicht erreichen. Auf 1.300 m H\u00f6he bzw. 7 km vor dem Ziel lag einfach zu viel Schnee auf der Stra\u00dfe. Selbst zum Wandern war es f\u00fcr mich heute zu viel. Also versuchte ich mal ein wenig Strecke zu machen. Aber ich hatte die Strecke bis zur Maglic Region untersch\u00e4tzt. So wurde mein n\u00e4chstes Zwischenziel Mostar auch mein heutiges Endziel. Aber wer schon einmal in Mostar war, wei\u00df dass dies durchaus ein angenehmes Ziel ist. Bei fast schon hochsommerlichen Temperaturen suchte ich mir unter den unz\u00e4hligen Pensionen eine in der N\u00e4he der Stari Most aus. Nach einer erfrischenden Dusche ging es dann zur historischen Br\u00fccke und der umliegenden Altstadt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach so viel Kultur ist nun wieder die Wildnis als n\u00e4chstes Ziel geplant.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Maglic<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Es gibt Momente im Leben, wo man sein Ziel leider nicht erreichen kann. Ein solcher Moment war bei mir heute. Von Mostar ging es in den Nationalpark Sutjeska. Die Fahrt dorthin war allein schon landschaftlich ein Highlight. Meine erste Station war die kleine Ortschaft Tjentiste. Hier besichtigte ich ein riesiges Monument. Von dort bot sich ein sch\u00f6ner Blick auf die umliegenden Berge. An der Tankstelle im Ort, welche schon l\u00e4nger au\u00dfer Betrieb zu sein schien, ging es in \u00f6stlicher Richtung eine ausgewaschene Stra\u00dfe hinauf. Nach knapp 4 km kam ich an eine Schranke an der ich eine Art Eintritt f\u00fcr den Nationalpark entrichten musste. F\u00fcr mich allein plus Auto wurden 10 KM bzw. 5 EUR verlangt. Wie ich von anderen geh\u00f6rt habe, scheint diese Station aber fr\u00fch morgens und sp\u00e4t abends nicht besetzt zu sein und die Schranke soll offen sein. Insgesamt war mein Plan von Tjentiste knapp 20 km die Piste zu fahren, mein Zelt aufzuschlagen und am n\u00e4chsten Tag \u00fcber die Ostflanke den h\u00f6chsten Berg Bosnien und Herzegowina, den Maglic, zu erklimmen.<br><br>Leider wurden meine schlimmsten Bef\u00fcrchtungen war und ich kam nur knapp 12 km auf der Stra\u00dfe. Die ersten Schneefl\u00e4chen konnte ich dank Allrad und Bodenfreiheit noch meistern. Aber irgendwann war der Schnee einfach noch zu hoch. Wenn hier auf der Stra\u00dfe noch stellenweise soviel Schnee lag, machte es aus meiner Sicht keinen Sinn sich von hier aus auf dem Weg zum Gipfel zu machen. Also ging es wieder ein St\u00fcck zur\u00fcck und am Dragosch Sedlo schlug ich mein Zelt auf. Was f\u00fcr ein gemeiner Platz, mit dem Gipfel direkt im Blickfeld verbrachte ich einen sonnigen und entspannten Nachmittag. Zwar anders als geplant aber auch irgendwie sch\u00f6n.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Zabljak<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schnee sollte mir auch in Montenegro erhalten bleiben. Nach einer kurzen Pause am Pivesko Jezero Staumauer machte ich noch einen Abstecher in den nahe gelegenen Ort Mratinje. Von hier gibt es ebenfalls einen Aufstieg zum Maglic. Allerdings sicherlich mit demselben schneereichen Problemen. Also versuchte ich es gar nicht erst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein heutiges Etappenziel Zabljak wollte ich eigentlich \u00fcber den 1.908 m hohen Sedlo Pass erreichen. Die ersten beiden Schneefelder konnte man durch Ausweichen in die Natur noch gut umfahren. Aber beim dritten Schneefeld war endg\u00fcltig Schluss. Es war kein Durchkommen mehr. Dasselbe Problem hatte auch ein Wiener Motorradfahrer. Er hatte mit seinem Freund das Auto in Dubrovnik geparkt und nun wollten sie per Zweirad ebenfalls nach Zabljak und weiter in den Kosovo und Albanien. Mal schauen wann wir uns wiedersehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Mein Versuch auf einer Nebenstrecke doch nicht den ganz gro\u00dfen Umweg zu machen schlug auch fehl. Ein Einheimischer den ich fragte, winkte nur ab \u2013 Schnee, Schnee, Schnee sagte er nur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Also musste ich einen Umweg von knapp 90 km in Kauf nehmen. Tja auch das kann passieren. Hier gibt es weder Schneer\u00e4umung noch Schilder die es vorher ank\u00fcndigen.<br>Zabljak ist im Vergleich zu meinen bisherigen Etappenzielen schon sehr touristisch \u2013 von Mostar einmal abgesehen. Aber ein sch\u00f6ner ruhiger Campingplatz war hier schnell gefunden. Der Platz lag gleich neben dem Crno Jezero und so schn\u00fcrte ich doch noch die Wanderstiefel und machte mich auf, wie so viele andere auch, den See zu umrunden. Eine sch\u00f6ne Runde abwechselnd in der recht hei\u00dfen Sonne aber auch durch k\u00fchle Schneefelder. Da war von allem etwas dabei, sogar 3 Wasserf\u00e4lle galt es zu \u00fcber- bzw. durchqueren. Auf Grund der Tiefe entschied ich mich lieber die Schuhe gleich auszuziehen, so hatte ich gleich noch eine Kneipkur. Am Abend k\u00fchlte dann ein kruzer Schauer die Temperaturen etwas ab.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Tr\u00e4ne Europas &amp; das unbekannte Land<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Von Zabljak ging es zur Tara und dann immer am Canyon knapp 50 km entlang. Immer wieder boten sich neue Einblicke in den, nach dem Grand Canyo, den 2. tiefsten Canyon der Welt. An der tiefsten Stelle schneidet die Tara sich fast 1.300 m in die Umgebung ein. Nat\u00fcrlich durfte auch ein Fu\u00dfmarsch \u00fcber die ber\u00fchmte Br\u00fccke nahe Rasova nicht fehlen. In einem Gespr\u00e4ch mit Einheimischen erfuhr ich ganz nebenbei, dass Tara auch die Tr\u00e4ne Europas genannt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Aber dem wahren Abenteuer kam ich nun immer n\u00e4her. \u00dcber Mojkovac, Berane und Rozaje ging es immer weiter Richtung Kosovo. Den letzten Stopp in Monetenegro legte ich auf einem Pass bei knapp 1.800 m ein. Zum Gl\u00fcck war die Stra\u00dfe vom Schnee ber\u00e4umt. Und dann war die Grenze zum Kosovo erreicht. Ich war schon etwas aufgeregt wobei neugierig es besser treffen w\u00fcrde. Im Vorwege waren im Internet nicht viele Berichte \u00fcber dieses junge Land zu finden. Vorurteile gab es da schon mehr zu lesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die Grenzabfertigung verlief sehr freundlich und \u00e4u\u00dferst problemlos. F\u00fcr die Einreise in den Kosovo musste ich noch eine separate Versicherung f\u00fcr mein Fahrzeug abschlie\u00dfen, die Gr\u00fcne Karte hat im Kosovo keine Geltung. Der k\u00fcrzeste abzuschlie\u00dfende Zeitraum ist 15 Tage und kostet 30 EUR.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Und dann war ich auch schon im Kosovo. Eigentlich v\u00f6llig unspektakul\u00e4r.<br>Als erstes kam ich durch Pec. Als ich an einer Tankstelle nach dem Weg fragte, wurde ich freundlich und in deutsch empfangen. Insgesamt sind mir im Kosovo nur freundliche und aufgeschlossene Menschen begegnet. Auch hier merkte ich, wie auch vielfach in anderen L\u00e4ndern auf dem Balkan, dass man ehr mit Deutsch als mit Englisch weiter kommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auf meiner weiteren Route bis nach Prizren besuchte ich noch Visoki Decan. Eine alte Klosteranlage welche derzeit vollst\u00e4ndig restauriert wird. Hier musste ich bei den italienischen KFOR-Truppen meinen Pass gegen einen Besucherausweis eintauschen. Nach diesem kulturellen Highlight ging es noch zum Radonjicko Jezero. Ein sch\u00f6ner See mit Blick auf die Berge am Horizont.<br>&nbsp;Insgesamt ist die Ausschilderung im Kosovo fast so mangelhaft wie in Albanien. Eine gute Karte und GPS sind schon hilfreich. Allerdings kann man auch \u00fcberall nach dem Weg fragen. Stets wurde mir \u00e4u\u00dferst freundlich weitergeholfen.<br>F\u00fcr mein heutiges Etappenziel entschied ich mich dann doch bis nach Prizren durchzufahren. Bei H\u00f6chsttemperaturen bis 33\u00b0 wollte ich unbedingt am Abend unter eine richtige Dusche. In Prizren lie\u00df ich mich von einem Taxifahrer zu einer guten Pension nahe dem Zentrum lotsen. F\u00fcr 25 \u20ac erhielt ich ein Dreibettzimmer und die hei\u00df ersehnte Dusche. Nach dem der Staub und Schwei\u00df des Tages abgesp\u00fclt war, ging es in die Altstadt. Ich g\u00f6nnte mir im quirligen Zentrum einen Burger, besuchte die Ruine hoch \u00fcber der Stadt und verw\u00f6hnte zum Abschluss meinen Gaumen mit dem einen oder anderem einheimischen Bierchen. Prizren ist eine tolle Stadt mit einem sehr jungen Publikum. Es gibt in der Altstadt unz\u00e4hlige Bars vor denen die Menschen abends sitzen und einfach nur Spa\u00df haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Insgesamt habe ich in Europa noch kein anderes Land bereist, in dem so viel gebaut wurde und diese ungeheure Aufbruchstimmung herrscht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Allerdings verlangt der Stra\u00dfenverkehr einem etliches ab. Man sollte nicht allzu \u00e4ngstlich sein. Ich wurde das Gef\u00fchl nicht los, dass es f\u00fcr di Stra\u00dfen ein paar Autos zu viel waren. Der Fahrstil ist ein wenig mit dem in Russland zu vergleichen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Wildes Albanien<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Weiter ging es hinein in das \u201ewilde\u201c Albanien. Mittlerweile gibt es sogar eine perfekte Autobahn vom Kosovo. Man muss zwar ab und an mit Fu\u00dfg\u00e4ngern oder geparkten Autos rechnen aber der Belag ist 1A. Allerdings wollte ich Albanien ja erleben und nicht an mir vorbeiziehen lassen. Also bog ich nahe Kuk\u00ebs von der Bahn ab und folgte der alten Stra\u00dfe nach Shkod\u00ebr. F\u00fcr die 122 km brauchte dank unz\u00e4hligen Serpentinen um die 4 Stunden. Aber daf\u00fcr kam mir hier kaum ein Wagen entgegen und ich kam durch typisch albanische Ortschaften. Allerdings gab es auch noch einen anderen Grund, auf dem 849 m hohen Pass \u201eQafa e Shllakut\u201c wollte ich noch eine Cache suchen. W\u00e4hrend ich dabei war die Dose zu finden, hielt auf einmal ein \u00f6sterreichischer Wagen. Es waren 2 Cacher die eine Rundtour durch SO Europa machten. Wir unterhielten uns einige Zeit und fanden schlie\u00dflich die Dose. F\u00fcr die beiden ging es heute noch in den Kosovo und ich machte mich auf den Weg nach Shkod\u00ebr. Die Stadt war nicht wieder zu erkennen. Ich war 2006 das letzte Mal hier. Ok sie sieht immer noch typisch albanisch aus, aber an vielen Ecken wird gebaut und die Stadt ist ziemlich gewachsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Von Shkod\u00ebr ging es weiter Richtung Hani i Hotit. In Koplik verlie\u00df ich die Hauptstra\u00dfe in SO Richtung. Mein heutiges Ziel war Theth mitten in den Bergen. Ja ihr ahnt es bestimmt schon und ja ich h\u00e4tte es wissen k\u00f6nnen, aber der Reihe nach. Nach knapp 20 km traf ich auf einen Toyota aus dem Stuttgarter Raum. 2 M\u00e4nner waren mit dem Wagen auf dem Balkan unterwegs und sie hatten dasselbe Etappenziel. Wir waren gemeinsam noch etwas unschl\u00fcssig, denn zwischenzeitlich hatte es seit geraumer Zeit mit Regnen angefangen. Aber wir hofften auf besseres Wetter und so fuhr ich vornweg und die beiden packten zusammen und machten sich ebenfalls auf den Weg. Kurz hinter Bog\u00eb wurde die Stra\u00dfe neu gemacht. Naja zumindest wurde gebaggert und&nbsp; die Schotterpiste neu geschoben. Nach Theth geht\u2019s nicht, sagten die Bauarbeiter, in 2-3 km ist die Piste mit Schnee dicht. Ich beratschlagte mich noch kurz mit den zwischenzeitlich aufgeschlossenen Deutschen und wir wollten zumindest schauen wie weit es geht. Also lie\u00df ich den Toyota vorneweg und fuhr hinterher. Die Piste wurde zusehends schlechter und nach 2-3 km lie\u00df ich den Wagen stehen. Die beiden Deutschen hatte ich zwischenzeitlich verloren. Und so machte ich mich zu Fu\u00df auf den Weg zum Pass. Auf dem Weg begegneten mir noch 3 holl\u00e4ndische Wanderer. Nach weiteren 3 km bzw. knapp unter 1.400 m hatte ich den Toyota eingeholt. Sie waren nun an dem Punkt wo es mal wieder auf Grund von Schnee nicht weiterging. Ein Trost blieb mir, bis hierher h\u00e4tte ich es mit meinem treuen Volvo niemals geschafft. Da der Schnee selbst zum Wandern zu tief war kehrte ich zur\u00fcck zu meinem Wagen, schlug mein Zelt auf und mir den Magen voll. Seit dem ich Bog\u00eb passiert hatte war der Himmel auch aufgeklart und die Sonne schien nun wieder. So lie\u00df ich den Abend entspannt in der wilden albanischen Bergkulisse ausklingen und verbrachte eine wunderbare ruhige Nacht in meinem Zelt. Ja Luxus kann manchmal so einfach sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die n\u00e4chsten Tagen standen im Mittelpunkt von Erholung. Es tat sich nicht sehr viel bzw. die Aktivit\u00e4ten wurde auf den Gro\u00dfraum Shkod\u00ebr beschr\u00e4nkt. Es ging an den Adria-Strand Velipoj\u00eb. Auch hier wurden wieder viele neue Hotels gebaut. Der&nbsp;Strand war makellos und das Wasser ideal zum schwimmen.&nbsp;F\u00fcr die n\u00e4chsten N\u00e4chte hatte ich mir einen neuen Campingplatz zwischen Shkod\u00ebr und Koplik ausgesucht. Dusche und WC\u00b4s nach deutschem Standard und der Platz direkt am Skadarsko Jezero. Zudem gab es eine Bar und freies WLAN.&nbsp;So lie\u00df es sich aushalten. Hier traf ich auch die beiden \u00f6sterreichischen Motorradfahrer aus Montenegro wieder. Sie waren auch der Grund warum ich einen zweiten Anlauf zum Erreichen von Theth unternahm. Dieses Mal aber die l\u00e4ngere Strecke vom S\u00fcden her. Allerdings zogen bei meinem Versuch dunkle Wolken im Bergland auf. Und eh ich die sehr m\u00e4\u00dfige Piste noch im Regen fahren musste, brach ich den Versuch lieber&nbsp;nach knapp&nbsp;20 km Piste ab. Bis dahin war die Strecke aber besser als \u00fcber Bog\u00eb. Auf der Nordroute wird derzeit gro\u00df an der Stra\u00dfe gebaut. Sp\u00e4testens im n\u00e4chsten Jahr, so sagte man mir vor Ort, soll man dann ab Bog\u00eb bis Theth auch auf Asphalt rollen k\u00f6nnen.&nbsp;Die albanischen Ambitionen im Bereich Tourismus sind ja durchaus nachvollziehbar, aber hoffentlich bekommt das Land es hin einen sanften Tourismus aufzubauen. Vielerorts sieht es derzeit leider nicht so aus.<br>Die Temperaturen pendelten sich in meinen Tagen um Shkod\u00ebr zwischen 28\u00b0 und 35\u00b0 ein. Der Sommer scheint mich gefunden zu haben. Aber Abk\u00fchlung bot sowohl die, f\u00fcr einen Norddeutschen, angenehm warme Adria oder der ein oder andere&nbsp;k\u00fchle Gebirgsfluss.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Montenegro<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die Ausreise aus Albanien sollte dieses Mal etwas l\u00e4nger dauern als die vorherigen Grenz\u00fcbertritte. Es ist sicherlich nicht unbedingt ein gutes Zeichen, wenn einen ein Zollbeamter mit den Worten: \u201eWe have a problem\u201c begr\u00fc\u00dft. Wobei Probleme gab es eigentlich keine. Der Zollbeamte beauftragte lediglich 2 weitere Beamte meinen kompletten Wagen auszuladen und gr\u00fcndlich zu untersuchen. Die beiden schienen davon auch nicht allzu begeistert zu sein. Denn, dem Anschein nach ihr Vorgesetzter, musste sie mehrmals antreiben weiterzumachen und die Kontrolle noch nicht zu beenden. Allerdings wurde auch alles wieder brav einger\u00e4umt. Selbst angehoben wurde mein Wagen. Gefunden, wie zu erwarten war, wurde nichts. Kurz bevor mein Wagen fertig war, wartete bereits ein junger Holl\u00e4nder. Wir unterhielten uns noch eine Weile, dann durfte ich weiter und sein Wagen wurde ausger\u00e4umt. Rausgeholt wurden alle Wagen die nicht vom Balkan kamen. Warum auch immer. Aber die strengere Kontrolle am \u00dcbergang Hani i Hotit hatte bereits auf meinen fr\u00fcheren Reisen bemerkt. Nach meinen Erfahrungen ist es am s\u00fcdlicheren \u00dcbergang wesentlich entspannter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Meine Reise brachte mich durch Podgorica, die Hauptstadt Montenegros und am S\u00fcdufer des Skadarsko Jezero. Mein erstes Ziel war Ulcinj. Allerdings erkannte ich die Stadt kaum wieder. Ich war 2006 das letzte Mal hier. In den letzten 7 Jahren sind in und um Ulcinj unz\u00e4hlige Hotels entstanden. Das ganze Zentrum wurde (zu)gebaut. Allerdings musste ich dies an der gesamten K\u00fcste zwischen Ulcinj und Budva feststellen. Hauptzielgruppe scheinen italienische und vor allem russische Touristen zu sen. Selbst einen russischen Radiosender gibt es hier mittlerweile. So wirklich toll finde ich diesen enormen touristischen Aufschwung nicht, mir geht dabei immer ein gro\u00dfer Teil des urspr\u00fcnglichen verloren. Aber das reichhaltige Angebot an Unterk\u00fcnften hat auch was gutes, zumindest in der derzeitigen Vorsaison gibt es freie Unterk\u00fcnfte in H\u00fclle und F\u00fclle. Ich entschied mich zur Abwechslung mal f\u00fcr ein wenig Luxus. Unweit der albanischen Grenze g\u00f6nnte ich mir ein kleines Ferienhaus direkt am Strand. Das Ganze f\u00fcr 43 EUR inkl. Fr\u00fchst\u00fcck. So konnte ich entspannt mit Blick auf die Adria und mit Meeresrauschen einschlafen. Allerdings tobte die ganze Nacht ein Gewitter. Am n\u00e4chsten Morgen g\u00f6nnte ich mir vor dem Fr\u00fchst\u00fcck und der anschlie\u00dfenden Weiterfahrt noch eine Joggingrunde am Strand mit anschie\u00dfendem Bad in der Adria. Schlie\u00dflich hat man diesen Luxus nur fast so zu Hause.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">In den n\u00e4chsten Tagen schaute ich mir den Crnojevica Rijeka zwischen Cetinje und Podgorica an. Diese tolle Flusslandschaft kannte ich bereits von einer meiner fr\u00fcheren Reise. Aber die Landschaft begeistert mich jedes Mal wieder. Auch der Nationalpark Lovcen war mir nicht neu. Allerdings schaffte es auf dieser Reise zum ersten Mal mir das Mausoleum auf 1.660 m anzuschauen. \u00dcbrigens das h\u00f6chste Weltweit. Von hier oben bietet sich eine tolle Aussicht auf den NP Lovcen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Weiter ging es an der Bucht von Kotor vorbei. Einen letzten Stopp in Montenegro legte ich im Nationalpark Orjen, an der Grenze zu Bosnien i Herzegowina, ein. Hier schn\u00fcrte ich endlich mal wieder f\u00fcr eine ausgiebige Tagestour meine Wanderstiefel. Und dann hie\u00df es endg\u00fcltig Abschied nehmen von Montenegro. Es hat sich in den letzten Jahren viel im Land ver\u00e4ndert. Aber wer eine Wanderalternative sucht, ist hier auf jeden Fall bestens aufgehoben. Die Ausschilderung und Wegemarkierung ist mehr als vorbildlich \u00dcber die Hotelburgen an der K\u00fcste kann man durchaus geteilter Meinung sein.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_6_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Kroatische K\u00fcste<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Von den insgesamt 3 Wochen auf dem Balkan waren die ersten beiden als Abenteuer geplant. In der 3. Woche kam meine Freundin nachgeflogen und es ging entlang der kroatischen Adriak\u00fcste. Das Wetter zeigte sich weiterhin von seiner angenehmen Seite und so verbrachten wir eine sch\u00f6ne Woche bei sommerlichen Temperaturen. Die Tour begann in Molunat, unweit der Grenze zu Montenegro. Hier kannte ich das nette&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.camp-monika.hr\/de\/home\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Camp&nbsp;Monika<\/a>&nbsp;bereits von meinen fr\u00fcheren Reisen. Weiter ging es dann \u00fcber Dubrovnik, wo wir uns nat\u00fcrlich die sch\u00f6ne Altstadt anschauten.&nbsp;<br><br>Der n\u00e4chste l\u00e4ngere Stop erfolgte dann unweit von Orebi\u010d auf der Halbinsel Pelje\u0161ac im&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.kamp-palme.com\/de\/Default.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Camp Palme<\/a>. Auf unserer Reise entlang der K\u00fcste besuchten wir in Ston die l\u00e4ngste Festungsmauer in Europa und schauten uns noch das Flussdelta der Neretva, welches \u00fcberwiegend landwirtschaftlich genutzt wird, an.&nbsp;<br><br>Den n\u00e4chsten l\u00e4ngeren Aufenthalt legten wir dann wieder in Bol auf der Insel Bra\u010d ein. Hier quartierten wir uns auf dem&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.kampmario-bol.com\/indexger.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Camp Mario<\/a>&nbsp;ein. In den n\u00e4chsten Tagen ging es zu Fu\u00df auf die Vidova Gora, der direkt hinter Bol aufragt und mit 778 m der h\u00f6chste Berg aller kroatischen Inseln ist, entspannten am wohl ber\u00fchmtesten Strand Kroatiens, dem Goldenen Horn (kroatisch Zlatni rat) und genossen Abends in der Stadt die lokalen K\u00f6stlichkeiten.&nbsp;<br><br>Nach einem Streifzug durch Split erreichten wir unser letztes Ziel, die kleine Insel Murter unweit von \u0160ibenik. Die Insel erreicht man \u00fcber eine kleine Br\u00fccke bei Tisno. Unweit von Jezera kannte ich an der S\u00fcd-West-K\u00fcste das<a href=\"http:\/\/www.autocamp-stellamaris.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">&nbsp;Camp Stella Maris<\/a>&nbsp;ebenfalls schon von meinen fr\u00fcheren Reisen. Die ist ein kleines Camp direkt in einer Bucht gelegen mit tollem Blick zu der Kornaten-Inselkette. Genau der richtige Ausklang f\u00fcr eine tolle Reise. Von hieraus hie\u00df es dann auch ein letztes Mal die Campingsachen packen und zur\u00fcck an die deutsche Ostseek\u00fcste.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_7_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund um Knin Was f\u00fcr eine Anfahrt. Ich hatte gar nicht mehr in Erinnerung, dass es von der Kieler F\u00f6rde bis auf den Balkan soweit ist. Ich entschied mich bei der Strecke f\u00fcr eine Bogen \u00fcber Berlin, Prag und Wien. 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