{"id":2749,"date":"2024-10-16T15:41:25","date_gmt":"2024-10-16T13:41:25","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/?page_id=2749"},"modified":"2026-06-07T15:37:10","modified_gmt":"2026-06-07T13:37:10","slug":"balkan-2014","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/index.php\/reisen\/balkan-2014\/","title":{"rendered":"Balkan 2014"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ende Mai \/ Anfang Juni 2014 hatte ich 4 Wochen Urlaub. F\u00fcr Skandinavien war es mir zu dieser Zeit noch etwas zu frisch. Ich wollte viel lieber auf den Balkan in die Sonne. Als erstes kam mir das Bergland von Bosnien und Montenegro in den Sinn. Hatte ich doch im letzten Jahr auf einige meiner Touren wegen dem noch vorhandenen Schnee verzichten m\u00fcssen.<br>Aber ich wollte auch gern mal neue Ecken erkunden. Rum\u00e4nien war vor vielen Jahren schon mal eine Idee, also warum nicht dorthin? So entstand die Idee einer kleinen Rundreise deren Ende der Nord-Westen von Griechenland und die F\u00e4hre nach Italien werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Ungarn \/ Magyarorsz\u00e1g<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"90\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Hungary.svg_-1.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-2750\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Als ersten Zwischenstopp meiner Reise hatte ich Budapest ins Auge gefasst. Da ich keine Lust hatte im Stau zu stehen startete ich meine Reise in der Abendd\u00e4mmerung. \u00dcber Prag und Bratislava erreichte ich nach knapp 1.400 km die ungarische Hauptstadt an der Donau.<br>Zuf\u00e4llig bin ich bei meinen Reisevorbereitungen auf den sehr zentral gelegenen Campingplatz Haller gesto\u00dfen. F\u00fcr mich als Einzelperson mit Zelt kostete die Nacht 3.000 HUF, nicht ganz 10 EUR. Der Platz liegt in einem Park. Die U-Bahn und die Donau sind in wenigen Minuten zu Fu\u00df zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Bei Temperaturen an die 30\u00b0 und Sonnenschein machte ich mich auf die Hauptstadt auf eigene Faust zu erkunden. Neben Streifz\u00fcgen durch das Zentrum erklomm ich das Schloss und die Burg. Von hier boten sich sch\u00f6ne Blicke auf die unterhalb gelegene Stadt, die Donau und die Br\u00fccken. Am Flussufer luden zahlreiche Bars ein einzukehren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Da ich aber nicht aufgebrochen war um St\u00e4dte zu erkunden, ging es am 3. Tag weiter in Richtung Abenteuer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">http:\/\/www.hallercamping.hu\/german.html<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Rum\u00e4nien<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"120\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Romania.svg_-1.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-2751\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Mein n\u00e4chstes Ziel war die Republik Moldau bzw. Moldawien. Wie sicherlich bei&nbsp;so Vielen, wusste ich nicht all zu viel \u00fcber dieses Land, welches erst seit 1991 eigenst\u00e4ndig ist. Auf Grund der aktuellen politischen Situation in der Ukraine machte ich einen kleinen Umweg durch Nordrum\u00e4nien. Da die Neugierde auf das unbekannte Land gro\u00df war, wollte ich von Budapest an einem Tag sehr nah an die Grenze zu Moldawien. Ein mutiges Unterfangen, h\u00f6rte doch die Autobahn bereits in Ungarn, noch vor der rum\u00e4nischen Grenze, auf.<br>Bei der Einreise nach Rum\u00e4nien war ich etwas erstaunt, dass hier die Papiere sehr gr\u00fcndlich kontrolliert wurden. Neben Pass und Fahrzeugschein wurde auch die Vorlage des F\u00fchrerscheins verlangt. Anschlie\u00dfend wurde noch ein Blick auf das Gep\u00e4ck geworfen und ich konnte meinen ersten richtigen Grenz\u00fcbertritt auf dieser Reise vollziehen.&nbsp;<br>W\u00e4hrend meiner Abfertigung kam ich mit einem M\u00fcnchner ins Gespr\u00e4ch, welcher hinter mir wartete. Da auch er jemand war der gerne \u201eindividuell\u201c verreist, setzen wir unsere Unterhaltung direkt hinter der Grenze fort. Unter anderem wollte auch er sich Transnistrien ansehen. Dies war nur eine von etlichen Gemeinsamkeiten. Da er aber zur\u00fcck \u00fcber die Ukraine wollte, stand bei ihm zuerst Rum\u00e4nien und der S\u00fcden auf dem Plan. Bei mir war die Planung genau entgegengesetzt. So bot sich leider nicht die Gelegenheit die Reise gemeinsam fortzusetzen.<br><br>So zog ein jeder seiner Wege. Mein Weg f\u00fchrte mich nah der ukrainischen Grenze auf Hauptstra\u00dfen immer gen Osten. Allerdings \u201eg\u00f6nnte\u201c ich mir zwei P\u00e4sse, welche zwar einen Umweg bedeuteten, aber etwas Abk\u00fchlung verschafften. Lagen doch auch heute wieder die Temperaturen um 30\u00b0, so hatte es in den Bergen nur noch 10\u00b0. Das war schon eine deutlich aber auch willkommene Abk\u00fchlung. Da ich in Rum\u00e4nien langsamer als gedacht voran kam, fuhr ich heute bis weit in die Nacht hinein, lie\u00df mein Zelt im Kofferraum und machte es mir auf einem Parkplatz im Auto gem\u00fctlich.<br><br>Insgesamt fand ich auf den ersten Blick, dass&nbsp;Rum\u00e4nien ein sehr interessantes Land war. Ein ganzes St\u00fcck \u201e\u00f6stlicher\u201c als Ungarn aber doch schon sehr europ\u00e4isch. Hier im Norden, an der Grenze zur Ukraine, wird noch sehr viel Landwirtschaft betrieben. Maschinen hierbei sieht man ehr selten. Daf\u00fcr trifft man \u00fcber all auf den Stra\u00dfen auf Pferdefuhrwerke. Auch gab es in jedem kleinen Ort durch den ich kam besetzte&nbsp;Storchennester.&nbsp;<br>Ich bin schon gespannt, was ich noch alles in ein paar Tagen bei meinem zweiten Besuch entdecken werde.&nbsp;<br><br>Nun geht es aber&nbsp;erst einmal weiter gen Osten!<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Republik Moldau \/ Moldawien<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"90\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Moldova.svg_.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2752\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auch f\u00fcr die Einreise nach Moldawien hatte ich mir mal wieder einen kleinen Grenz\u00fcbergang ausgesucht. Ich hatte in Osteuropa in den letzten Jahren irgendwie das Gef\u00fchl, dass an solchen \u00dcbergangen die Beamten etwas freundlicher sind&nbsp;und nicht bis aufs \u00e4u\u00dferste kontrollieren. Nicht das ich was zu verbergen h\u00e4tte, aber so eine komplette Kontrolle kostet immer einiges an Zeit. Aber hier war alles mal wieder sehr entspannt. Neben der Kontrolle der Papiere, einem Blick in den Kofferraum und einer Vielzahl von Fragen (Grund meiner Einreise, was will ich mir ansehen, wie lange bleibe ich, \u2026) musste ich noch Maut entrichten. Da ich noch nicht die Gelegenheit hatte Geld zu tauschen, konnte ich den n\u00f6tigen Betrag auch im Gegenwert von 6 \u20ac entrichten. Auf meine gegebenen 10 \u20ac bekam ich als R\u00fcckgeld meine ersten Moldauischen Leu (MDL). Die Beschaffenheit des Papieres und die Gr\u00f6\u00dfe lie\u00dfen mich irgendwie unweigerlich an Spielgeld denken. Eine Vignette f\u00fcr die Scheibe gab es nicht, nur 4 Zettel die ich unbedingt aufbewahren sollte.&nbsp;<br><br>Nach dem der b\u00fcrokratische Teil erledigt war, ging es auf in das unbekannte Land. Im ersten Ort, Lipcani im n\u00f6rdlichen 3-L\u00e4nder-Eck (MD-RO-UA), holte ich am Geldautomaten mit meiner Visa Card etwas Bargeld.<br>Auf dem Weg in die Hauptstadt machte ich einen Abstecher zum Struve Geodetic Arc oder besser bekannt als skandinavisch-russische Meridianbogen oder kurz&nbsp;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Struve-Bogen\">Struve-Bogen<\/a>. Seit 2005 ist er sogar UNESCO Weltkulturerbe. Einen dieser Punkte hatte ich vor ein paar Jahren in Hammerfest entdeckt. Allerdings war der Punkt hier in Moldawien wesentlich schwieriger zu finden und ein ganzes St\u00fcck unscheinbarer.<br><br>Als n\u00e4chstes schaute ich mir das H\u00f6hlenkloster Orheiul Vechi an. Hier hatten sich orthodoxe M\u00f6nche im 13. Jahrhundert in den steilen Klippen des Flusses R\u0103ut H\u00f6hlen geschlagen die dort ein Kloster bildeten. Das H\u00f6hlensystem soll sehr weitl\u00e4ufig sein, allerdings nur ein kleiner Teil ohne gro\u00dfe Kletterei zu erreichen. Im \u201etouristischen H\u00f6hlenkloster\u201c ist immer ein M\u00f6nch anwesend und freut sich \u00fcber eine kleine Spende. Auf Rum\u00e4nisch oder Russisch kann man mit ihm auch ins Gespr\u00e4ch kommen.<br>Leider zog nun am Himmel von zwei Seiten Gewitter auf. Daher beschloss heute bereits in die Hauptstadt zu fahren und statt Individual-Camping lieber in einem Hotel abzusteigen. Nach den Temperaturen der letzten Tage war eine Dusche sicherlich auch ganz angenehm. Allerdings war die Hotelsuche nicht ganz so leicht. Ein Hotel hatte ich mir vorher nicht ausgesucht, so stie\u00df ich bei meiner Irrfahrt durch die Stadt immer wieder nur auf die Ausschilderung zu einem Hotel der Kette Best Western. Na gut ein Versuch ist es wert dachte ich mir, bei einem durchsnittlichen Monatsverdienst von ca. 175 \u20ac in Moldawien kann es nicht so teuer werden. Falsch gedacht, f\u00fcr 1 Einzelzimmer mit Fr\u00fchst\u00fcck wurden stolze 108 \u20ac aufgerufen, das war mir dann doch etwas zu teuer. Irgendwann stie\u00df ich dann auf das Hotel Chisinau im Zentrum (\u03ec\u0443\u043b. \u041d\u0435\u0433\u0440\u0443\u0446\u0438, 7 \u041a\u0438\u0448\u0438\u043d\u0437\u0443, MD 2001).&nbsp;<br><br>Hier wurde f\u00fcr das Einzelzimmer mit Fr\u00fchst\u00fcck nur 440 MDL (ca. 22 \u20ac) verlangt. Das Zimmer machte einen ordentlichen Eindruck und einiges an Charme aus sozialistischen bzw. russischen Zeiten war inklusive. Nach einer erfrischenden Dusche, warmes Wasser kommt erst nach 10 min sagte man mir bereits beim einchecken an der Rezeption und so lange wollte ich nun nicht warten, st\u00fcrzte ich mich in das Nachtleben. Naja vielmehr wollte ich eigentlich haupts\u00e4chlich etwas essen. Leider schlossen die K\u00fcchen in den meisten Restaurants bereits um 22:00 Uhr (21:00 Uhr dts. Zeit). Aber nach einigen Anl\u00e4ufen fand ich dann doch noch ein Lokal mit ge\u00f6ffneter K\u00fcche. Hier g\u00f6nnte ich mir was lokales, Schweinemedaillions mit einer Art Kroketten mit Soure Cream und (Schafs?)k\u00e4se. Das schmeckte wirklich richtig lecker. Und durch die N\u00e4he zu Russland gab es hier auch das gute \u0411\u0430\u043b\u0442\u0438\u043a\u0430 Bier. Insgesamt bezahlte ich inklusive 2 Biere und anschlie\u00dfendem Espresso etwas \u00fcber 10 \u20ac. So gest\u00e4rkt lie\u00df ich den lauen Abend ausklingen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"moldau\">Dealul B\u0103l\u0103ne\u0219ti  \/ \u201eB\u0103l\u0103ne\u0219ti-H\u00fcgel\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Der folgende Tag begann dann mit einem sehr an russische Verh\u00e4ltnisse angelehnten Fr\u00fchst\u00fcck. Es gab Reis mit Zwiebeln, ein St\u00fcck H\u00e4hnchenfilet mit Knoblauch aus der Mikrowelle und 2 Scheiben Wei\u00dfbrot mit Knoblauchwurst. Alternativen gab es im Hotel ganze null. Es ist nun nicht unbedingt meine Art zu fr\u00fchst\u00fccken. So blieb im Verh\u00e4ltnis zu dem was ich a\u00df wesentlich mehr auf dem Teller liegen.&nbsp;<br><br>Aber egal, stand doch heute die Besteigung des Dealul B\u0103l\u0103ne\u0219ti, mit 428m h\u00f6chstem Berg Moldawiens auf dem Plan. Erst w\u00fchlte ich mit durch den Berufsverkehr der Hauptstadt und ein ganzes St\u00fcck vor dem Ziel war der Asphalt verschwunden und es ging auf staubigen Schotterpisten dem Ziel entgegen. Mit einiger Vorsicht schaffte ich es trotz der mittlerweile schwierigen Wegverh\u00e4ltnisse bis auf 2km an den Gipfel, unweit der Ortschaft B\u0103l\u0103ne\u0219ti,&nbsp;heran zu fahren. Von hier aus ging es dann bei den allt\u00e4glichen knapp 30\u00b0 und nur sehr wenig Schatten auf den Gipfel. Der Weg war, bis auf die W\u00e4rme, nicht besonders anspruchsvoll. Von oben bot sich eine sch\u00f6ne Aussicht auf die h\u00fcgelige Landschaft. F\u00fcr den Nachmittag stand dann die Erkundung der Hauptstadt vom Hotel aus an. Allerdings dauerte der R\u00fcckweg in die Hauptstadt auf Grund der, abseits der Hauptstra\u00dfen, ehr sp\u00e4rlich Beschilderung etwas l\u00e4nger. Allerdings kam ich so auch noch durch einen Nationalpark. Warum allerdings an der Ein- und Ausfahrt der durchf\u00fchrenden Stra\u00dfe jeweils ein Tor von einer Person vor Ort ge\u00f6ffnet und nach mir wieder geschlossen wurde, konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Bezahlen musste man f\u00fcr die Passage jedoch nichts.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Chi\u0219in\u0103u<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach dem es mir am ersten Abend schon etwas zu sp\u00e4t f\u00fcr eine ausgiebige Erkundung des Zentrum war, st\u00fcrzte ich mich&nbsp;nach meinem Gipfelerfolg direkt vom Hotel aus mitten hinein und lie\u00df mich einfach treiben.&nbsp;Ich f\u00fchlte mich immer wieder an vielen Ecken&nbsp;an russische St\u00e4dte (die Megametropolen mal ausgenommen) erinnert. Erstaunlich war der Anteil an aufgestylten Frauen, ein Kontrast zu den Erlebnissen auf dem Land. <br><br>Beeindruckend fand ich, dass in den Parks freies WLAN und sogar Steckdosen angeboten werden. Dieser Luxus wurde sehr viel in Anspruch genommen, vielleicht mal eine Idee f\u00fcr die deutschen Kommunen und Gemeinden. In den vielen Parks und den Gr\u00fcnfl\u00e4chen traf man sich, spielte Schach oder es wurde auch&nbsp;viel von jungen Menschen auf Leinwand festgehalten. Ich f\u00fchlte mich sehr wohl in dieser &#8222;Metropole&#8220;. Bei angenehmen 25\u00b0 lie\u00df ich den Abend erneut in einem Lokal im Au\u00dfenbereich ausklingen.&nbsp;<br>Mir hat es in Chi\u0219in\u0103u sehr gut gefallen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Transnistrien \/ \u041f\u0440\u0438\u0434\u043d\u0435\u0441\u0442\u0440\u043e\u0432\u044c\u0435<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"75\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Transnistria_state.svg_.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2753\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Der spannendste Teil meiner Reise war wohl der Besuch Transnistrien oder wie es offiziell vollst\u00e4ndig hei\u00dft: Pridnestrowische Moldauische Republik, kurz PMR (russisch: Pridnestrowskaja Moldawskaja Respublika). Aber der Reihe nach. Geplant war eigentlich das Auto in Moldawien stehen zu lassen und mir ein Transportmittel in die Hauptstadt Tiraspol zu organisieren. Also fuhr ich von Chi\u0219in\u0103u in Richtung Dnister, denn hinter seinem Ufer sollte das sagenumwobene Land liegen. Allerdings kam alles etwas anders, denn schon 18 km vor dem Flu\u00df befand ich mich auf einmal mitten in der Zollkontrolle. So beugte ich mich meinem Schicksal und reiste samt Auto nach Transnistrien ein. Die Formalit\u00e4ten waren gut zu meistern. Man musste ein Zollformular, vergleichbar mit dem bei der Einreise nach Russland, ausf\u00fcllen und anschlie\u00dfend, sofern es die erstmalig Einreise mit dem Wagen ist, das Fahrzeug registrieren lassen. Hierf\u00fcr musste ich stolze 26 \u20ac zahlen, daf\u00fcr war mein Wagen nun die n\u00e4chsten 2 Monate in Transnistrieren registriert. Meine Strecke f\u00fchrte als erstes nach Bender (in all meinen Karten als Tighina bezeichnet). Hier am Ufer des Dnister war ein Kontrollposten der Armee. Aufgestellte Panzer, Panzersperren und MG Stellungen waren schon etwas furchteinfl\u00f6\u00dfend, daf\u00fcr war das Passieren v\u00f6llig problemlos. Angekommen in der Hauptstadt suchte ich mir einen zentralen Parkplatz und machte mich auf die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Es gab einen gut besuchten Sandstrand am Flussufer, wobei mich der Fluss nicht zum baden verlocken konnte. <br><br>Ansonsten bot die Stadt viele Relikte aus einer l\u00e4ngst verschollen geglaubten Zeit. \u00dcberall Statuen und Denkm\u00e4ler. Zu dem vieler Orts die Symbole Hammer und Sichel zu erkennen und ab und an ein Panzer als Denkmal. Bei meinem Streifzug kam ich auch \u00fcber einen Markt. Hier bot eine Vielzahl von Leuten ihr Hab und Gut zum Verkauf an. Von museumsreifen Personenwaagen f\u00fcr 1 Rubel bis zu Klamotten, Obst und Gem\u00fcse. Einfach alles was man gebrauchen kann oder auch nicht. Hier kam ich auch mit einem Verk\u00e4ufer ins Gespr\u00e4ch. Sein Vater war damals Offizier in der Deutschen Demokratischen Republik. Das war f\u00fcr ihn eine sch\u00f6ne Zeit in einem tollen Land gewesen berichtete er mir freudig in einem Mix aus Englisch und Russisch.<br><br>Auf dem R\u00fcckweg \u00fcber Bender schaute ich mir noch das in ein paar ausrangierten Eisenbahnwagons untergebrachte Heimatmuseum an. Hier wurden haupts\u00e4chlich Utensilien aus dem 2. Weltkrieg, den Krieg in Afghanistan und dem Krieg in den 90er ausgestellt.<br><br>Mein Aufenthalt in Transnistrien dauerte nur ein paar Stunden und war v\u00f6llig ohne irgendwelche Vorkommnisse oder Probleme. Eine Reise war es auf jeden Fall wert!<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Donaudelta<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Als n\u00e4chstes Ziel hatte ich mir das Donaudelta, nach dem Wolgadelta das zweitgr\u00f6\u00dfte Flu\u00dfdelta Europas ausgesucht. Auf der Fahrt dorthin durchquerte ich noch innerhalb Modawiens das autonome Gebiet Gagausien \/ &nbsp;\u0413\u0430\u0433\u0430\u0443\u0437\u0438\u044f. Hier gab es jedoch anders als in Transnistrien, (noch) keine Grenzkontrollen. In Rum\u00e4nien angekommen, ging es in Galati mit der F\u00e4hre \u00fcber die hier schon sehr breite Donau. Mein n\u00e4chstes Ziel hie\u00df Murighiol. Da es bei meinem Eintreffen bereits schon dunkel war, nahm ich den ersten Campingplatz AM n\u00e4chsten Tag stellte ich dann fest, dass der Ort einige Pl\u00e4tze zu bieten hatte. Aber f\u00fcr 6,50 \u20ac pro Nacht konnte die Wahl nicht schlecht gewesen sein.<br><br>Allerdings bot mir der Platzwart am n\u00e4chsten Tag nur eine Bootstour mit Abfahrt um 7:00 Uhr an, nach dem ich an den zur\u00fcckliegenden Tagen stets fr\u00fch aufgebrochen war, war es mir nun einfach zu fr\u00fch und ich lehnte ab.<br><br>Am n\u00e4chsten Tag wollte ich mein Gl\u00fcck f\u00fcr einen Ausflug ins Delta auf eigene Faust versuchen. Ich fuhr nach Dunav\u0103tu de Jos, am Ende der Stra\u00dfe. Am Hafen hatte ich keinen Erfolg. Also steuerte ich den erstbesten Laden an. Die Besitzerin kannte jemanden der ein Boot hatte. Auf ihren Anruf hin kam Adrian, so sollte mein Guide f\u00fcr den heutigen Vormittag hei\u00dfen, kurze Zeit sp\u00e4ter vorbei. F\u00fcr eine 3 st\u00fcndige Tour einigten wir uns auf 200 Leu zuz\u00fcglich 100 Leu f\u00fcr den Sprit. Umgerechnet 75 \u20ac war vielleicht nicht grad ein Schn\u00e4ppchen, aber da ich allein unterwegs war fand ich den Preis ok. Es wurde eine tolle Fahrt. <br><br>In den 3 Stunden legten wir fast 60 km zur\u00fcck. Die Strecke bot von zugewachsenen oder \u00fcbel riechenden Flussarmen bis zum breiten Delta einfach alles. Auch f\u00fcr die Tierwelt hatte Adrian ein gutes H\u00e4ndchen. Selbst eine Gruppe Pelikane wurden mir geboten. Ein Wehrmutstropfen blieb allerdings, wir wurden leider mehrfach von heftigen Schauern \u00fcberrascht. Aber das geh\u00f6rt nun mal auch zur Natur. Bei Temperaturen \u00fcber 20\u00b0 war auch dies gut zu ertragen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_6_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Schwarzes Meer<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auf meinem Weg vom Donaudelta in Berge Rum\u00e4niens habe ich mir noch einen Abstecher an die Schwarz-Meer-K\u00fcste bei Constan\u0163a geg\u00f6nnt. Vor allem der n\u00f6rdlich der Hafenstadt gelegen Ort Mamaia scheint eine Touristenhochburg zu sein. Neben unendlichen Hotelanlagen gibt es sogar eine Seilbahn am Strand entlang \u2013 wozu auch immer. Nat\u00fcrlich durfte auch ein Bad im Meer nicht fehlen. Zwar war ich am Vormittag hier und die Luft hatte gerade 18\u00b0 aber es war durchaus angenehm. Auch wenn es sicherlich f\u00fcr die Einheimischen viel zu k\u00fchl gewesen sein durfte.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_7_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Bran Castle<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Einen weiteren Umweg machte ich noch, um mir das Castle in Bran anzuschauen. Wahrscheinlich ist es ehr unter dem Begriff \u201eBurg von Graf Dracula\u201c bekannt. Es ist eine nette kleine gut erhaltene Burg in der es einiges zu sehen gibt. Allerdings war es bei meinem Besuch sehr voll oder besser gesagt, es waren einfach zu viele Menschen in den kleinen R\u00e4umen unterwegs. Aus meiner Sicht kann man sich das Castle durchaus anschauen, wenn es auf dem Weg liegt. Einen Umweg w\u00fcrde ich im nachhinein daf\u00fcr nicht einlegen. Da haben wir in Deutschland ausreichend sch\u00f6ne Burgen und Schl\u00f6sser zu bestaunen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_8_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Transfagarasan<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Im Vorfeld meiner Reise hatte ich gelesen, dass die Transfagarasan Stra\u00dfe laut vielen Augenzeugen zu einer der sch\u00f6nsten Alpinstra\u00dfen weltweit geh\u00f6ren sollte. Das reichte um meine Neugierde zu wecken und diese Stra\u00dfe auf meiner Tour zu erkunden. Allerdings hatte ich auch gelesen, dass die Stra\u00dfe witterungsbedingt nur zwischen dem 01.07. und 30.09. ge\u00f6ffnet ist. Aber versuchen wollte ich es trotzdem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die Transfagarasan beginnt in der Gemeinde Bascov und endet nach knapp 152 km auf der Stra\u00dfe DN 1 (Sibiu-Brasov). Die Stra\u00dfe \u00fcberquert die Fagaras Berge und verbindet die historische Region Muntenien (Walachei) mit Siebenb\u00fcrgen ((Transsilvanien). In der N\u00e4he des Balea Tunnels erreicht sie mit 2.042 m H\u00f6he ihren h\u00f6chsten Punkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Bereits in Bascov war ein Schild zusehen, dass die Stra\u00dfe nur bis zum Kilometer 104 befahren werden darf, immerhin 104 km von 152 km insgesamt. Auf Grund des langsamen Vorankommens in Rum\u00e4nien, immer wieder durchquert man Ortschaften, konnte ich mich erst am sp\u00e4ten Nachmittag auf die Stra\u00dfe begeben. Durch die vielen Serpentinen, in einem Ausdruck stand was von 79, war das vorankommen wesentlich langsamer als geplant. Daf\u00fcr boten sich immer wieder tolle Ausblicke.&nbsp; So ging es unter anderem am Stausee Vidraru vorbei. Kurz vor dem besagten Kilometer 104 traf ich auf einen BMW mit jungen Rum\u00e4nen. Auch sie wollten ihr Gl\u00fcck probieren. Also beschlossen wir, das letzte St\u00fcck gemeinsam zu meistern. Am Kilometer 104 stand dann ein erneutes Gesperrtschild. Die Rum\u00e4nen bekamen nun Angst ein St\u00fcck weiter k\u00f6nnte die Polizei warten. Ich hielt das nicht f\u00fcr besonders realistisch. Die Angst war bei ihnen aber so gro\u00df, dass sie mich fragten b ich nicht vorfahren k\u00f6nnte und sie anrufen w\u00fcrde wenn die Luft \u201erein\u201c sei. Gern h\u00e4tte ich ihnen den Gefallen getan, jedoch wollte ich ungern wegen der nun rasch einbrechenden Dunkelheit das letzte St\u00fcck in Angriff nehmen. Ich sagte ihnen, dass ich mir nun lieber im letzten Tageslicht ein Platz zum \u00fcbernachten suchen w\u00fcrde und morgen fr\u00fch das letzte St\u00fcck fahren wollte. Sie konnten dies gut nachvollziehen und so blieben sie mit ihrem Wagen vor dem Schild und ich machte mich auf einen Platz f\u00fcr mein Zelt zu suchen. Kaum hatte ich ein wirklich idyllisches Pl\u00e4tzchen auf 1.500 m H\u00f6he gefunden, wurde es auch schon dunkel. Meine Entscheidung wurde somit best\u00e4tigt. Einige Zeit sp\u00e4ter kamen die jungen Rum\u00e4nen dann doch des Weges. Sie hatten sich beratschlagt und wollte nun doch bis zum Ende der Stra\u00dfe fahren. Kurze Zeit sp\u00e4ter kam ein anderes Auto von oben. Ich hielt es an und unterhielt mich mit den Rum\u00e4nen mehr schlecht als recht auf Russisch. 10 km k\u00f6nnen man noch fahren, dann w\u00e4re zu viel Schnee sagten sie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Einige Zeit sp\u00e4ter kamen auch die jungen Rum\u00e4nen wieder. Auch sie hatten den Schnee gefunden. Ihnen war es hier oben aber zu kalt, sie wollten noch ein ganzes St\u00fcck zur\u00fcck fahren. Ja in Deutschland sei man an K\u00e4lte gew\u00e4hnt, scherzten sie noch. Und so blieb ich allein in meine Zelt zur\u00fcck, das einzige Ger\u00e4usch war der nahe Gebirgsbach der sich tosend in die Tiefe st\u00fcrzte. Es war eine k\u00fchle aber sehr ruhige Nacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">So ausgeruht konnte nun auch ich mich auf den Weg machen das Ende der Stra\u00dfe zu erkunden. Man konnte bis zum Kilometer 115 fahren. Dann, vielleicht 300 m&nbsp; vor der Tunneleinfahrt waren 2 Schneefelder. Mit etwas Geschick h\u00e4tte man diese sicherlich meistern k\u00f6nnen, jedoch war der Tunnel mit Stahltoren zu gemacht wurden. Allerdings war ein Loch in der Gr\u00f6\u00dfe einer T\u00fcr in dem Tor offen. Sollte ich es wirklich wagen? Die Neugierde siegte rasch. Ich holte meine Taschenlampe aus dem Auto und machte mich zu Fu\u00df auf den Tunnel zu durchqueren. Insgesamt waren es \u201enur\u201c 884m. Allerdings musste ich auf dem Weg durch den Tunnel an einen Stephen King Roman denken, darin wurde ein Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung von New York ausgel\u00f6scht und nun machte sich jemand durch einen Stra\u00dfentunnel in dem kreuz und quer Autos mit Leichen standen. Ich wei\u00df, ich sollte vielleicht auch mal andere B\u00fccher lesen. Aber ich kam wohl behalten auf der anderen Seite an. Hier hingen die Wolken so tief, dass man nicht wirklich was von dem See sehen konnte. Allerdings stand hier ein PKW mit Wohnwagen und sie Stra\u00dfe war auf einer Fahrspurbreite vom Schnee befreit. Da es nun auch noch zu regnen begann, machte ich mich bald schon wieder auf den R\u00fcckweg. &nbsp;Nun hatte ich auch Begleitung, an Stra\u00dfenhund schloss sich mir f\u00fcr den R\u00fcckweg an.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_9_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Transalpina<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Eine weitere \u00e4u\u00dferst sehenswerte Stra\u00dfe ist die DN67C. Sie verbindet Nord-Oltenien und Siebenb\u00fcrgen. Die Endpunkte sind Bengesti im S\u00fcden und Sebes (M\u00fchlbach) im Norden. Am Punkt Lespezi (Urdele Gebirge) erreicht die Stra\u00dfe mit 2.132 m ihren h\u00f6chsten Punkt und ist damit die h\u00f6chste Stra\u00dfe Rum\u00e4niens. Ich hatte leider nicht das Gl\u00fcck, die Stra\u00dfe komplett befahren zu k\u00f6nnen. Am 1. Juni 2014 lag leider s\u00fcdlich vom Pa\u00df noch etwas zu viel Schnee. Aber lohnenswerte war die Befahrung des s\u00fcdlichen Teils auf jeden Fall. Ich bin von Novaci \u00fcber den SkiortRanca bis auf 2.080 m vorangekommen. Mein Versuch am fr\u00fchen Abend von der Stra\u00dfe 7A zum Pass zu fahren hat zwar geklappt, leider versperrten mir aber tiefh\u00e4ngende Wolken jegliche Sicht.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_10_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Montenegro<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"90\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Montenegro.svg_-1.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-2755\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach dem ich am Abend mein Zelt am Flussufer an der Transalpina aufgeschlagen habe, ging es am n\u00e4chsten Tag auf den n\u00f6rdlichen Teil der Transalpina. Das n\u00e4chste Etappenziel hie\u00df Sibiu \/ Hermannstadt, die Kulturhauptstadt Europas in 2007. Hier schaute ich mir die sch\u00f6ne Altstadt an und kehrte in einem Restaurant der \u201eGoldenen-M-Kette\u201c ein. Muss auch mal sein. So gest\u00e4rkt galt es eine schwierige Entscheidung zu treffen. Eigentlich sollte es in Rum\u00e4nien auch mal \u201erichtig\u201c in die Berge gehen. Damit meine ich mit Rucksack und Wanderschuhen eine mehrt\u00e4gige Tour. Allerdings war in den letzten Tagen immer wieder zu sehen, dass der Schnee ab 2.000 m noch lag und zu dem jedes Mal die Aussicht auf Grund der Wolken und der N\u00e4sse sehr bescheiden war. Da ich im Anschluss nach Mazedonien wollte, plante ich spontan Rum\u00e4nien bereits heute zu verlassen und mal wieder einen kleinen (na dieses Mal ehr einen gr\u00f6\u00dferen Umweg) einzulegen. Ich startete das Projekt Durchquerung des Balkans von Ost nach West.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Von Sibiu ging es&nbsp; \u00fcber Craiova nach Vidin (Bulgarien). Hier wollte mich mein Navi (Stand 2009) auf die F\u00e4hre lotsen. Diese gib es aber scheinbar gar nicht mehr, daf\u00fcr nun eine mautpflichtige Br\u00fccke. Vidin bot bei meinem Streifzug nicht wirklich viel Interessantes. Zu dem regnete es und auf den Stra\u00dfen standen \u00fcberall riesige Pf\u00fctzen. So ging es weiter zur serbischen Grenze. Hier wurde meine bei der Einreise erworbene Vignette mit einem Barcodescanner eingelesen. Zum Gl\u00fcck hatte ich bei der Einreise den sehr versteckten Mautcontainer entdeckt. Also braucht man in Bulgarien tats\u00e4chlich eine Vignette auch auf Landstra\u00dfen. 7 Tage kosten daf\u00fcr auch nur 5 \u20ac. Allerdings fuhr ich daf\u00fcr auch nur 40 km in Bulgarien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Serbien wurde von mir ebenfalls auch nur als Transitland genutzt. Allerdings war mein Eindruck bei der Durchfahrt mehr als positiv. Es erschien mir deutlich sauberer und ordentlicher als Rum\u00e4nien und erst recht als Bulgarien. \u00dcber Ni\u0161 ging es dann zur Grenze des Kosovos. Die Strecke war nicht leicht zu finden, da die Hauptstadt des Kosovo (Prishtin\u00eb) in Serbien so gut wie nicht ausgeschildert war. An der Grenze zum Kosovo musste ich mich erst an einer langen LKW Schlange vorbei zw\u00e4ngen. Anschlie\u00dfend \u00fcberstempelten die serbischen Beamten meinen Kosovo Stempel des Vorjahres und ich musste f\u00fcr den Kosovo die notwendige Versicherung f\u00fcr das Fahrzeug abschlie\u00dfen. Dies kostete 30 \u20ac f\u00fcr die k\u00fcrzeste zu erwerbende Zeitspanne. Da es nun mittlerweile fast schon Mitternacht war, g\u00f6nnte ich mir in Prishtin\u00eb noch einen kleinen Imbiss bevor es zur letzten Grenzpassage der heutigen Tour ging. Die Einreise nach Albanien war \u00e4u\u00dferst entspannt. Etwas erstaunt war ich, dass der im letzten Jahr neue \u00dcbergang auf der Autobahn nun gesperrt war und man auf einer holprigen Piste zu Container geleitet wurde. Die Beamten des Kosovo hatten zu dieser Uhrzeit \u00fcberhaupt keine Lust irgendetwas zu kontrollieren. Die albanische Polizei stempelte zumindest meinen Pass. Die Z\u00f6llner schliefen in ihrem Container. Sah schon lustig aus, wie zwei K\u00f6pfe an der Scheibe lehnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nun war es aber auch f\u00fcr mich an der Zeit den n\u00e4chsten Parkplatz auf albanischer Seite anzusteuern und es mir bis zum morgen im Auto gem\u00fctlich zu machen. Beim Fr\u00fchst\u00fcck musste ich dann erst meine Bananen und dann mein Brot von einer frechen Ziege zur\u00fcckholen. Hatte sie sich doch einfach ganz frech aus meinem ge\u00f6ffneten Kofferraum bedient.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Als Ziel dieses Umweges hatte ich mich \u00fcbrigens spontan f\u00fcr Ulcinj in Montenegro entschieden. Seit meinem ersten Besuch in dieser Stadt, dass muss 2005 gewesen sein, zieht es mich immer wieder gern hierher. Ich habe die Stadt wirklich lieben gelernt, auch wenn sie sich doch mit den Jahren deutlich ver\u00e4ndert hat. Aber f\u00fcr mich war es auf der diesj\u00e4hrigen Tour der ideale Ort mal ein paar Tage keine Kilometer zu machen und bei Tagestemperaturen um die 30\u00b0 einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Ein Bekannter war erst vor ein paar Wochen hier und hatte das Camp Safari Beach entdeckt. Dieses war nun auch mein Platz f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage. Direkt am Strand unter Schatten spendenden B\u00e4umen konnte ich f\u00fcr 5 \u20ac \/ Nacht mein Zelt aufstellen. Den Blick aufs Meer und den direkten Strandzugang gab es gratis dazu. So konnte ich mich f\u00fcr die n\u00e4chsten Entdeckungen und Abenteuer gut r\u00fcsten.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_11_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Albanien<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"129\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Albania.svg_.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2756\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach zwei entspannten Strandtagen war ich nun wieder bereit f\u00fcr neue Abenteuer. Vielleicht war das der Grund, dass es mich auch in diesem Jahr in das Bergland von Shkod\u00ebr zog. In den letzten Jahren war ich bereits zweimal gescheitert, das kleine Bergdorf Theth mit meinem nur bedingt gel\u00e4ndef\u00e4higen Reisegef\u00e4hrt zu erreichen. Aber im letzten Jahre wurde ja bereits eifrig an der Route ab Bog\u00eb gearbeitet. Also ging es mal wieder in das sch\u00f6ne Tal. Und siehe da, es wurde zwar immer noch an der Piste gebaut, aber die ersten 10 km hinter Bog\u00eb, also in etwa bis zum Pass, waren sehr gut zu passieren. Laut meiner Karte sollten es von Bog\u00eb bis nach Theth insgesamt nur 14 km sein. Abz\u00fcglich der 10 km, welche gut zu meistern waren, blieben noch 4 km herausfordernde Piste \u00fcbrig. Das schreckte mich nun nicht wirklich ab. Allerdings stimmte die Entfernungsangabe mit der Realit\u00e4t \u00fcberhaupt nicht \u00fcberein. Insgesamt waren es vom Pass noch knapp 17 km bis zum \u201eZentrum\u201c von Theth. Aber da mein Wagen werkseitig etwas h\u00f6her gelegt ist (ca. 22 cm Bodenfreiheit) schaffte ich es mit langsamer Fahrweise ohne Bodenkontakt nach Theth. Daf\u00fcr brauchte ich von Bog\u00eb aber auch fast 2 Stunden.<br><br>Kurz vor Theth nahm ich noch ein erfrischendes Bad unter einem Wasserfall. In Theth wurde ich freudig von den Einheimischen empfangen und in eine Bar gef\u00fchrt. Bei einem Espresso kam ich unter anderem mit einem Paar aus der Schweiz ins Gespr\u00e4ch. Die beiden waren aus dem Nachbartal gewandert.<br><br>Eigentlich wollte ich in Theth \u00fcbernachten und am n\u00e4chsten Tag weiter nach Skopje fahren. Allerdings setzte bereits bei meiner Ankunft im Bergdorf mal wieder Regen ein und der Himmel versprach keine wirklich Besserung. So beschloss ich schweren Herzens bereits am sp\u00e4ten Nachmittag mich wieder auf den R\u00fcckweg zu machen. Aber bis dahin erkundete ich zu Fu\u00df noch das Dorf und die Umgebung und kam mit den ein oder anderen Einwohnern und Besuchern ins Gespr\u00e4ch. F\u00fcr mich best\u00e4tigten sich die Berichte die ich bisher \u00fcber dieses ehr abgeschiedene Bergdorf geh\u00f6rt hatte, wirklich eine wundersch\u00f6ne Landschaft mit \u00e4u\u00dferst nette&nbsp; Menschen. Hier kann bzw. sollte&nbsp; man durchaus mehr Zeit als nur einen Nachmittag verbringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auf meinem R\u00fcckweg entdeckte ich noch am Pass eine Bergh\u00fctte die sich gerade in Bau befand. Schnell kam ich mit dem Eigent\u00fcmer, er hie\u00df Danny, ins Gespr\u00e4ch. Er plant im Sommer eine Bar mit ein paar \u00dcbernachtungspl\u00e4tzen zu er\u00f6ffnen. Die Lage ist schon mal einmalig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am Abend suchte ich mir noch einen \u00dcbernachtungsplatz. Hierf\u00fcr machte ich mich auf die Suche nach dem Camp Albania. Ich fand es nach einigem Fragen und Suchen s\u00fcdlich von Shkod\u00ebr im Ort Bushat. Schnell wurde mir bewusst, dass der Name etwas irref\u00fchrend ist. Das Camp wird von einer holl\u00e4ndischen Familie betrieben und die holl\u00e4ndischen G\u00e4ste waren eindeutig in der \u00dcberzahl. Aber ansonsten ein sch\u00f6ner Platz mit einem guten Restaurant mit lokalen Zutaten und Spei\u00dfen und abends gab es dann noch holl\u00e4ndische Livemusik. Der Platz f\u00fcr mein Zelt kostete 7,50 \u20ac \/ Nacht.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_12_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Skopje (RKS)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"107\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Kosovo.svg_-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2757\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Bei der Einreise nach Mazedonien wurden meine Bef\u00fcrchtungen wahr. Bei den vielen Grenz\u00fcbertritten auf meiner diesj\u00e4hrigen Tour war es nur eine Frage der Zeit bis der Zoll meinen Wagen gr\u00fcndlicher kontrollieren w\u00fcrde. Und als ich den Blick des Z\u00f6llners sah, war klar dass es nun soweit war. Ich will es mal so formulieren, er schaute nicht wirklich freundlich. Also durfte ich vor die Untersuchungshalle fahren. Nach dem ein paar M\u00e4nner aus einem Bus abgef\u00fchrt wurden, \u00f6ffnete sich das Tor und ich durfte die Halle befahren. Aber anders als erwartet, galt das Interesse nicht meinem Gep\u00e4ck. Mit einem mobilen R\u00f6ntgenger\u00e4t, Minikameras und Klemmkeilen wurde jede einzelne T\u00fcr meines Wagens mehr als gr\u00fcndlich untersucht. Irgendwas schien den Beamten dabei auff\u00e4llig. Immer wieder wurde die T\u00fcr abgeklopft zeitweise waren 5 Beamte zu Gange. Der Versuch die Verkleidung abzubauen scheiterte. Ich konnte ihnen leider nicht helfen, da ich nicht wusste wie man die T\u00fcr eines Volvos zerlegt. W\u00e4hrend also das innere der T\u00fcren immer weiter untersucht wurde, wurde ich zeitgleich von 2 Beamten befragt. Ich musste Auskunft geben woher ich in Deutschland komme, was ich beruflich mache, was es f\u00fcr eine Firma ist in der ich arbeite, ausf\u00fchrlich \u00fcber meine Reisroute und den Grund meiner Reise Auskunft geben und, und, und. Auch musste ich immer wieder beantworten, warum ich gerade diese und nicht jene Route gew\u00e4hlt h\u00e4tte.<br><br>Nach fast 2 Stunden bekam ich meinen Pass zur\u00fcck. Ein Beamter, es schien ein Vorgesetzter zu sein, entschuldigte sich noch und bat um mein Verst\u00e4ndnis. Als Gegenleistung bekam ich noch ein paar Reisetipps f\u00fcr Mazedonien. Nur der Vollst\u00e4ndigkeitshalbe sei erw\u00e4hnt, dass nat\u00fcrlich nichts gefunden wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Zum Gl\u00fcck hatte ich heute von der Grenze nur noch knapp 20 km bis zu meinem heutigen Tagesziel \u2013 Skopje. Noch in Montenegro hatte ich eine \u00dcbernachtung im zentral gelegen Hotel Ambassador f\u00fcr knapp 38 \u20ac im Einzelzimmer gebucht. Nach dem Einchecken und einer Dusche ging es auf die Stadt zu erkunden. Insgesamt lie\u00df ich mich fast 6 Stunden \u00fcber die Boulevards und durch die Gassen treiben. Es stand schnell fest, f\u00fcr mich ist Skopje eine der sch\u00f6nsten St\u00e4dte des Balkans.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_13_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Vodno Skopje<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach einem guten und auswahlreichen Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel ging es noch auf den Vodno, dem Hausberg von Skopje. Auch an diesem Vormittag waren die 30\u00b0 fast schon wieder erreicht, als ich den Parkplatz auf 570 m H\u00f6he ansteuerte. Dies hielt mich aber nicht davon ab, den Berg zu Fu\u00df und nicht mit der bequemen Seilbahn zu erklimmen. F\u00fcr die Besteigung des h\u00f6chsten Gipfelpunktes, Krastovar auf 1.066 m H\u00f6he auf welchem auch das 77 m hohe Millenniumskreuz steht, ben\u00f6tigte ich eine knappe Stunde. Es war ein sehr schwei\u00dftreibender Aufstieg. Allerdings wurde ich mit einer tollen Aussicht auf die Stadt und das umliegende Bergland belohnt.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_14_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Ohridsee und S\u00fcd Albanien<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Bis zur Ankunft meiner Freundin in Thessaloniki blieben mir nun noch einige Tage und so steuerte ich als n\u00e4chste Station den Ohridsee an. Von Skopje aus ging es das erste St\u00fcck auf der Autobahn entlang. Insgesamt wurde man an vier Mautstation zur Zahlung aufgefordert. Allerdings betrug die Gesamtsumme nur 100 Mazedonische Denar, also keine 2 \u20ac. Mein erstes Ziel, die gleichnamige Stadt Ohrid, konnte mich nicht wirklich begeistern. So machte ich mich recht schnell auf, den See am n\u00f6rdlichen Ufer in Richtung Albanien zu umfahren. Allerdings wollte ich heute bereits am Nachmittag mal wieder auf einem Campingplatz einkehren. Ehr zuf\u00e4llig entdeckte ich bei der Suche das Camp Rino in Kalishta (N: 41.09.17.7 E: 20.39.02.0). Das Camp entpuppte sich als wahrer Gl\u00fccksgriff. Zwar bot es nur eine handvoll Stellpl\u00e4tze, aber es liegt direkt am Ufer des Ohridsee. Zu dem wird es mit viel Liebe vom Eigent\u00fcmer gef\u00fchrt. Ein sch\u00f6ner Platz um mal wieder etwas auszuspannen. Allerdings lie\u00df ich das Bad im See bleiben, es gab etliche Wasserschlangen. Diese Schlangen sind laut dem Campingplatzbesitzer giftig. Nach einem Biss geht es direkt ins Krankenhaus.<br><br>Also ein guter Grund am n\u00e4chsten Morgen an die albanische K\u00fcste weiterzuziehen. Vom Ohridsee ging es \u00fcber Elbasan an die K\u00fcste nach Vlor\u00eb. Leider hatte ich nicht bedacht, dass heute Sonntag war und somit war das Vorankommen rund um Vlor\u00eb mehr als m\u00fchsam. Leider schlugen meine Versuche fehl in dieser Region eine ruhige Bucht zum Wildcampen zu finden. So steuerte ich den im Umkreis scheinbar einzigsten ausgeschilderten Campingplatz an. Auch hier hatte ich wieder einen Gl\u00fccksgriff gelandet. Meine Wahl fiel auf das Camp Kranea (<a href=\"http:\/\/www.camping-kranea.com\">www.camping-kranea.com<\/a>) direkt am Strand in der N\u00e4he von Himar\u00eb. Der Besitzer zauberte allabendlich leckere Sachen vom Grill. Dazu gab es selbstgemachten Salat und nat\u00fcrlich durfte auch selbstgebrannter Schnaps nicht fehlen. Zu dem waren auf dem Platz weitere G\u00e4ste aus Deutschland mit denen sich sehr interessante Gespr\u00e4che \u00fcber Reisen in die ganze Welt ergaben.<br>Auf meinem weiteren Weg nach Griechenland besuchte ich noch Syri i Kalt\u00ebr (Blaues Auge) \u00f6stlich von Sarand\u00eb. Ein wirklich tolles Naturschauspiel und bei Temperaturen um 30\u00b0 war der Sprung in den blauen Pool mit 10\u00b0 eine mehr als willkommene Abk\u00fchlung.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_15_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Nord Griechenland<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"120\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Greece.svg_.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-2758\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auf meinem Weg von S\u00fcdalbanien nach Thessaloniki besuchte ich als erstes den Vikos-Aoos-Nationalpark. Neben der imposanten Vikos Schlucht gibt es hier auch viele M\u00f6glichkeiten f\u00fcr ausgiebige Bergtouren.<br>In Albanien hatte ich die Empfehlung bekommen, mir unbedingt Meteora anzuschauen. Hierbei handelt es sich um bizarre Felsformationen auf denen zum Teil Kl\u00f6ster stehen. Ich schaute mir diese tolle Landschaft in der Abendsonne an und wurde dabei im Ansatz an die S\u00e4chsische Schweiz erinnert. Am n\u00e4chsten Morgen zog es mich nochmals in die Felslandschaft. Allerdings beschr\u00e4nkte ich meinen Wander- und Kletterausflug auf Grund der Hitze auf rund 2 Stunden.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_16_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Sithonia (GR)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Meine Freundin hatte leider nur einige Tage Zeit mich auf meiner Reise zu begleiten. Da ihr Ankunfts- und Abflugsort jeweils Thessaloniki war, wollten wir gern in der N\u00e4he entspannen. Ich hatte auf meiner Reise erfahren, dass die unweit gelegene Halbinsel Sithonia noch nicht ganz so touristisch sein sollte und man hier durchaus sch\u00f6ne Buchten finden konnte. Also machten wir uns auf, die Halbinsel im Uhrzeigersinn zu erkunden. Bei der Suche nach einem sch\u00f6n gelegenen Campingplatz kamen wir auch zum Campingplatz Katerina im S\u00fcd-Osten der Insel nahe Sarti . Hier passte f\u00fcr uns alles. Ein sch\u00f6ner sauberer Platz direkt an einer netten Bucht ohne Hotels gelegen. In der n\u00f6rdlichen Nachbarbucht gab es eine sch\u00f6ne Tarverne mit lokalen Fisch- und Fleischgerichten. Ein idealer Platz um einfach mal etwas zu entspannen, zu schwimmen und zu schnorcheln.<br>Den n\u00e4chsten Halt legten wir auf dem Campingplatz Stavros s\u00fcdlich von Porto Karas ein. Hier konnten wir unser Zelt sogar direkt am platzeigenen Sandstrand aufschlagen. Was will man da noch mehr?<br>Den letzten Halt auf unserer gemeinsamen Reise legten wir dann noch in Epanomi ein. Hier geht es schon wesentlich touristischer zu. Der Strand bietet einige Beachbars aber auch einen sch\u00f6nen tollen Sandstrand.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_17_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">T\u00fcrkei<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"120\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Turkey.svg_.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-2759\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Na soviel Zeit der gemeinsamen Entspannung musste mal wieder etwas Abenteuer her. Relativ spontan entschied ich mich daher vom Flughafen Thessaloniki einen Abstecher in \u00f6stlicher Richtung zu machen, in die T\u00fcrkei. Meine Recherchen im Internet waren nicht sehr vielversprechend, die Ein- und Ausreiseprozedur soll sehr zeitaufwendig sein. Aber an der Grenze musste ich feststellen, dass sowohl die Ein- als auch die Ausreise \u00e4u\u00dferst schnell und v\u00f6llig problemlos von statten gingen. Allerdings ist es schon ein etwas komisches Gef\u00fchl eine so stark von der Armee bewachte Grenze zu passieren.<br><br>Da ich nur noch knapp 36 Stunden bis zum ablegen meiner F\u00e4hre in Igoumenitsa Zeit hatte, verbrachte ich meinen Nachmittag an der s\u00fcdlich von Ke\u015fan gelegenen K\u00fcste. Es viel mir nicht leicht, die letzten 200 km bis Istanbul nicht anzugehen. Aber auch so war es ein sch\u00f6nes Erlebnis in einer tollen Gegend. Neben der Erkundung von sch\u00f6nen Buchten machte ich auch einen Abstecher auf einen Berg mit einem Feuerwachturm. Dieser kleine Offroadausflug hatte auch einen Grund, hier lag einer der wenigen Geocaches in der Region. Nach fast 11 Monaten konnte ich mich immerhin als erstes im Logbuch verewigen. Das schafft man auch nicht so oft. Viel zu schnell ging es auf den Abend zu und ich musste mich auf den Weg zur\u00fcck nach Griechenland machen, wollte ich doch den morgigen Tag lieber am Strand als auch der Autobahn verbringen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_18_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">R\u00fcckreise<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die letzten 3,5 Wochen sind wie im Flug vergangen. Viel zu schnell kam die Zeit um die R\u00fcckreise anzutreten. Allerdings war ich auf meinen R\u00fcckweg aus der T\u00fcrkei bis weit in die Nacht hinein gefahren. So kam ich bereits in Igoumenitsa am Vormittag an und hatte noch den ganzen Tag Zeit die Gegend zu erkunden. Die \u00fcberwiegende Zeit verbrachte ich n\u00f6rdlich der Stadt am Strand. Allerdings machte ich am Nachmittag auch einen Ausflug bis in die Gegend um Syvota. Hier entdeckte ich eine nette Badebucht mit einer kleinen Bar. Ein sch\u00f6ner Platz um erneut ins Meer zu springen und einen Kaffee zu trinken. Das Abendessen bereitete ich mir dann aber wieder am Strand von Igoumenitsa zu.<br><br>Meine F\u00e4hre nach Ancona sollte um 23:59 Uhr ablegen. Einchecken musste ich aber bereits bis sp\u00e4testens 21:59 Uhr. Mein Voucher tauschte ich im Hafenb\u00fcro gegen meine Bordkarten ein. Zum passieren des Hafens wurden alle Autos gr\u00fcndlich durchsucht, allerdings hatte ich das Gef\u00fchl dass ehr nach blinden Passagieren als nach verbotenen Waren gesucht wurde. Anschlie\u00dfend hie\u00df es warten. Um 23:30 Uhr legte dann die F\u00e4hre an. Das eigentliche Einchecken ging dann sehr schnell und im Handumdrehen konnte ich es mir f\u00fcr die n\u00e4chsten 17,5 Std. in meiner Kabine bequem machen. Die meiste Zeit verbrachte ich mit schlafen, hatte ich doch noch eine lange R\u00fcckfahrt durch halb Europa vor mir. Die von mir gew\u00e4hlte F\u00e4hre Superfast XI von Anek Superfast unterscheidet sich in Qualit\u00e4t und Ausstattung nicht im Geringsten von den F\u00e4hren mit denen ich in den letzten Jahren nach Skandinavien unterwegs war. Mein Auto kostete 72 \u20ac (incl. ADAC Rabatt) und die Au\u00dfenkabine mit Einzelbelegung weitere 286,50 \u20ac, Nicht gerade g\u00fcnstig, wenn man bedankt dass es noch Vorsaison war aber daf\u00fcr spart man einiges an Fahrzeit und Mautgeb\u00fchren ein.<br><br>Allerdings legte die F\u00e4hre in Ancona nicht um 16:30 Uhr sondern erst um kurz nach 18:00 Uhr Ortszeit an. Die F\u00e4hre konnte ich dann kurz vor 19:30 Uhr, also fast 3 Std. sp\u00e4ter als geplant, verlassen. Worin der Grund f\u00fcr die Verz\u00f6gerung lag, erfuhr man nicht.<br>Auf Grund der Verz\u00f6gerung fand meine Besichtigung von San Marino bei Nacht statt. Auf dem R\u00fcckweg zur Autobahn kehrte ich noch in einem typisch italienischen Lokal ein.<br>Anschlie\u00dfend ging es \u00fcber Modena, Verona und den Brenner. In der N\u00e4he von Kempten (Allg\u00e4u) ging es auf die A7 welcher ich f\u00fcr knapp 800 km immer gerade aus folgte. Insgesamt brauchte ich f\u00fcr die 1.700 km etwas \u00fcber 19 Stunden. Staus gab es zum Gl\u00fcck erstmals n\u00f6rdlich von Hannover, davon dann aber mehrere.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_19_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Zusammenfassung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">An dieser Stelle will ich mal versuchen die von mir besuchten Ziele&nbsp;aus meiner Sicht&nbsp;zu werten.<br><br>Budapest<br>&#8230; ist auf jeden Fall eine Reise wert. Jedoch eine &#8222;typische&#8220; europ\u00e4ische Gro\u00dfstadt in der man wenig vom Charme Osteuropas sp\u00fcrt.<br><br>Moldawien<br>&#8230; ein Land was mich wirklich begeistert hat. Aus meiner Sicht ein Muss!<br><br>Transnistrien<br>&#8230; aktuell ist das Land offiziell nicht anerkannt und es gibt keine deutsche Vertretung im Land. Wer es dennoch berreisen m\u00f6chte, bekommt einen sch\u00f6nen Eindruck vom Alltag in der ehemaligen Sowjetunion. F\u00fcr mich eines der Highlights auf meiner Reise.<br><br>Donaudelta (RO)<br>\u2026 ein weiteres Highlight meiner Reise. Ich habe mich bewusst gegen eine offizielle \u201eKreuzfahrt\u201c ins Delta entschieden und lieber einen einheimischen Guide auf eigene Faust \u00fcber Einheimische gesucht.<br><br>Schwarzes Meer (RO)<br>\u2026 konnte ich mir auf meiner Reise nicht entgehen lassen. Nat\u00fcrlich sehr touristisch, aber f\u00fcr einen Zwischenstopp gut geeignet.<br><br>Castle Bran (RO)<br>\u2026 davon hatte ich mehr erwartet. Aber eine gut erhaltene Burganlage mit einer bekannten Geschichte dahinter. Aus meiner Sicht kein Muss.<br><br>Karpaten (RO)<br>\u2026 leider spielte das Wetter nicht mit. W\u00e4hrend meines Aufenthaltes in der Region noch Schnee ab 2.000 m und permanenter Regen in der H\u00f6he \u2013 leider. Aber vielleicht ein erneutes Ziel in der Zukunft.<br><br>Albanien<br>\u2026 seit 2005 (mein erster Besuch des Landes) hat sich sehr viel getan. Die Infrastruktur ist enorm entwickelt wurden. Ein Land was sich vom Geheimtip allm\u00e4lich zum Reiseland entwickelt. Inzwischen greift der Staat auch hart gegen Schwarzbauten u.\u00e4 durch. So werden nun Hotels ohne Baugenehmigung durchaus schon mal gesprengt. Ich bin gespannt wohin sich Albanien entwickelt. Eine Reise ist es immer wert!<br><br>Ulcinj (MNE)<br>\u2026 eine Stadt in der ich immer wieder gern einen Zwischenstopp einlege. Ich kann gar nicht wirklich sagen warum, aber ich f\u00fchle mich in Ulcinj einfach wohl. Sind es die, s\u00fcdlich der Stadt gelegenen, Sandstr\u00e4nde oder die nahen Berge?<br><br>Skopje (MKD)<br>\u2026 die Stadt auf die ich am meisten gespannt war. Ein weiteres Highlight der Reise und aus meiner Sicht ein absolutes Muss. Skopje ist die gr\u00f6\u00dfte Stadt und zugleich eine der \u00e4ltesten noch erhaltenen St\u00e4dte des Landes. Seit 2008 errichtet die aktuelle Regierung unter dem Titel Skopje 2014 eine Vielzahl an Monumenten, Geb\u00e4uden und Denkm\u00e4lern.<br><br>Nord-Griechenland<br>\u2026 wer sch\u00f6ne Str\u00e4nde und W\u00e4rme mag, ist hier gut aufgehoben. Allerdings war ich von Griechenland etwas entt\u00e4uscht. Die besuchten St\u00e4dte in der Region konnten mich nicht wirklich in ihren Bann ziehen. Ich pers\u00f6nlich w\u00fcrde beim n\u00e4chsten Mal in Albanien umkehren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Fazit<br>Gef\u00e4hrliche Situationen gab es auch auf dieser Reise keine einzige. Alle kennengelernten Menschen waren hilfsbereit und \u00e4u\u00dferst&nbsp;gastfreundlich. Probleme an den Grenzen, immerhin wurden 17 L\u00e4nder besucht, gab es nicht. Einzig&nbsp;bei der Einreise nach Mazedonien eine sehr zeitaufwendige Kontrolle. Versorgung mit Trinkwasser, Diesel und Lebensmitteln war jederzeit problemlos m\u00f6glich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende Mai \/ Anfang Juni 2014 hatte ich 4 Wochen Urlaub. F\u00fcr Skandinavien war es mir zu dieser Zeit noch etwas zu frisch. Ich wollte viel lieber auf den Balkan in die Sonne. Als erstes kam mir das Bergland von Bosnien und Montenegro in den Sinn. 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