{"id":2592,"date":"2024-10-15T21:40:35","date_gmt":"2024-10-15T19:40:35","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/?page_id=2592"},"modified":"2026-06-09T17:50:09","modified_gmt":"2026-06-09T15:50:09","slug":"norwegen-2016","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/index.php\/reisen\/norwegen-2016\/","title":{"rendered":"Norwegen 2016"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Gjende<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auf Grund der doch aktuell hohen F\u00e4hrpreise machte ich mich auf dem Land- und Br\u00fcckenweg nach Norwegen auf. Durch einige Umst\u00e4nde stand die Tour bis zum Start in den Sternen. Der Aufbruch kam selbst f\u00fcr mich etwas \u00fcberraschend. Aber spontane Touren sollen ja meist die Besten sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Mein erstes Ziel war der Gjende. Ein See knapp 100 km NW von Lillehammer. Auf Grund von aktuellen Grenzkontrollen kam ich dort nach rund 1.600 km erst gegen 16:00 Uhr an. Dies hielt mich aber nicht davon ab, direkt nach meiner Ankunft in Gjendersheim den Rucksack zu schultern und die Wanderschuhe zu schn\u00fcren. Eigentlich wollte ich am See entlang und unterwegs mein Zelt aufschlagen. Aber geeignete Pl\u00e4tze f\u00fcr mein Zelt gab es f\u00fcr mich nur am Anfang des Weges. Das war mir einfach noch zu fr\u00fch. Also ging es die 15 km bis nach Memurubu in einem St\u00fcck durch. Leider gab es unterwegs immer wieder kleinere Schauer. Die Temperatur lag bereits beim Start knapp unter 10\u00b0. Sch\u00f6nes Wetter ist etwas anderes. Gegen 20:00 Uhr kam ich an. Hier gab es eine Bergh\u00fctte mit einer Vielzahl von Betten und Zimmern sowie Sanit\u00e4ranlagen. Ich schlug jedoch mein Zelt am See auf. Nach einer T\u00fctenmahlzeit zog ich mich recht schnell in meinen Schlafsack zur\u00fcck. Die Anfahrt und die Wanderung hatten mich doch etwas geschafft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach einer erholsamen Nacht ging es am n\u00e4chsten Morgen von Memurubu wieder zur\u00fcck nach Gjendersheim. Dieses Mal aber nicht entlang des Seeufers sondern ein ganzes St\u00fcck weiter h\u00f6her, \u00fcber den Besseggen. Die Wegzeit war f\u00fcr diese Strecke mit 7 Std. angegeben. Insgesamt galt es um die 1.000 H\u00f6henmeter zu bew\u00e4ltigen. Allerdings war der h\u00f6chste Berg auf dieser Strecke lediglich 1.743 m hoch. Die Tour hatte es f\u00fcr mich dennoch ganz sch\u00f6n in sich. Ich denke es lag nicht nur an einem recht schweren Rucksack, immerhin hatte ich Zelt, Isomatte, Schlafsack, Kocher, \u2026 dabei. Das f\u00fcr mich sch\u00f6nste St\u00fcck der Tour kam direkt nach dem Seeufer des Bessvatnet. Hier ging es direkt an der Felswand nach oben. F\u00fcr dieses St\u00fcck ist Schwindelfreiheit sicherlich von Vorteil. Insgesamt galt es immer wieder \u00fcber Felsstufen sich nach oben zu arbeiten. Dabei bot sich ein toller Blick auf den ca. 500m tiefer gelegenen Gjende. Oben ankommen ging es nun erst einmal bis zum h\u00f6chsten Punkt der Tour \u00fcber Ger\u00f6ll und Felsbl\u00f6cke. Nach dem h\u00f6chsten Punkt galt es nun nach Gjendersheim auf knapp 1.000 m abzusteigen. Ich hatte mir eine wirklich sch\u00f6ne Tour zum Anfang ausgesucht. Insgesamt war ich in 1,5 Tagen knapp 30 km unterwegs gewesen. Mal schauen ob es f\u00fcr das eigentliche Ziel meiner Reise, den Galdh\u00f8piggen reicht. Mit 2.469 m H\u00f6he ist er der h\u00f6chste Berg ganz Skandinaviens.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"norwegen\">Galdh\u00f8ppigen &#8211; Neuschnee im Sommer<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Mein n\u00e4chstes Ziel war der Galdh\u00f8ppigen. Etwas skeptisch war ich, hatte ich doch bei meiner ersten Tour in Norwegen arg zu k\u00e4mpfen gehabt. Und das bei nicht einmal 1.800 m H\u00f6he und \u201elediglich\u201c 1.000 H\u00f6henmeter. Aber versuchen wollte ich es auf jeden Fall.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Zur Besteigung des Galdh\u00f8ppigen gibt es zwei Routen. Die eine Route startet an der Juvasshytta auf ca. 1.800 m H\u00f6he. Sie ist die k\u00fcrze Variante und in meiner Karte mit 3,5 Std. aufw\u00e4rts und 3 Std. abw\u00e4rts angegeben. Allerdings f\u00fchrt diese Tour \u00fcber den Styggebrean Gletscher und ist nur mit einem F\u00fchrer zu bew\u00e4ltigen. Die zweite Variante, und die Tour f\u00fcr die ich mich entschied, startet in Spiterstulen.<br>Nach Spiterstulen gelangte ich \u00fcber die private Mautstra\u00dfe. Spiterstulen besteht aus einigen H\u00fctten. Hier gibt es ein Restaurant, man kann Zimmer oder ganze H\u00fcten anmieten. Ich entschied mich jedoch erneut f\u00fcr die Unterkunft in meinem Zelt. Bei meiner Ankunft war recht gutes Wetter. Es schien zeitweise die Sonne und die Temperaturen waren mal wieder in den Bergen zweistellig.<br><br>F\u00fcr das passieren der Mautstra\u00dfe bezahlte ich 80 NOK und f\u00fcr einen Zeltstellplatz f\u00fcr 2 N\u00e4chte nochmals 160 NOK. Beides ist in der Rezeption zu zahlen. Ich w\u00e4hlte einen Stellplatz etwas vor der H\u00fcttensiedlung direkt am Fluss Visa. Den Nachmittag lie\u00df ich entspannt angehen. Ich wanderte etwas umher, lie\u00df wesentliche H\u00f6henmeter jedoch bewusst aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen ging es f\u00fcr mich um 7:30 Uhr los. In Spiterstulen, auf ca. 1.100m H\u00f6he waren es 6\u00b0 und der Himmel versprach kein allzu gutes Wetter. Ich passierte den Fluss und weiter ging es immer den Hang hinauf. Der Weg ist, wie generell in Norwegen, mit einem roten T sehr gut gekennzeichnet. Allerdings nur bei entsprechender Sicht.<br>Bei ca. 1.500 m fingen die ersten Stein- bzw. Felsfelder an. Bei knapp 1.700 m ging es zum ersten Mal \u00fcber ein Schneefeld. Es lief sich recht gut. Meine Steigeisen hatte ich bewusst im Auto gelassen. Ich h\u00e4tte sie auf der heutigen Tour auch nicht wirklich gebraucht. Leider lie\u00df die Sicht immer mehr nach und bei 2.000 m fing es auch noch an mit schneien. Beim Abstieg vom Vorgipfel Svellnose (2.272 m) war es schwierig die Orientierung zu behalten. Zum Gl\u00fcck hatte ich mein GPS mit. Hier traf ich auch auf einen Vater mit seinem Sohn, aus Osnabr\u00fcck. Die beiden \u00fcberlegten auf Grund der Sichtverh\u00e4ltnisse umzukehren. Sie schlossen sich mir und meinem GPS an. Die Sicht war zwischenzeitlich mehr als bescheiden geworden. Zu dem wehte ein extrem kalter und starker Wind und es schneite immer weiter. Den letzten Vorgipfel Kellhaus topp (2.355 m) streiften wir knapp unterhalb des Gipfels. Zumindest sagte mein GPS das er keine 10 m s\u00fcdlich liegen m\u00fcsste. Zu sehen war nichts. Von hier aus war es noch ein letzter Anstieg bis wir vor der Galdh\u00f8ppigen H\u00fctte standen. Auch sie war erst recht sp\u00e4t auszumachen. Ohne GPS h\u00e4tten wir sicherlich eine etwas andere Richtung gew\u00e4hlt. Eine Markierung war auf dem letzten Schneefeld nicht auszumachen und der Bogen von Ost in Richtung Nord ist bei den Witterungsverh\u00e4ltnissen die heute vorherrschten nicht wirklich zu erkennen gewesen. Auf dem Gipfel herrschte ein enormer Andrang. Es gab einige gr\u00f6\u00dfere Gruppen die den Weg \u00fcber den Gletscher von Juvasshytta genommen hatten. In der H\u00fctte war kaum ein Platz zu finden. Es gab hier sogar einen kleinen Kiosk und ein freies WLAN Netz. Ich zog drau\u00dfen eine windstille Ecke dem ganzen Trubel vor. Nat\u00fcrlich durfte der letzte Schritt auf den Gipfel nicht fehlen. Leider war absolut keine Sicht. Es war zudem weiterhin sehr kalt, windig und es schneite weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Beim Aufstieg blieb ich knapp unter den 5 Stunden die die Karte vorgab. Hierbei hatte ich sogar noch eine Kaffeepause eingelegt. Der R\u00fcckweg ging dann, dank Vater und Sohn die vor eilten, recht z\u00fcgig voran. Auf den Schneefeldern konnten wir sogar trotz lediglich Bergschuhen, \u201erasante\u201c Abfahrten genie\u00dfen. Zwar lie\u00dfen der Schnee und der Wind nach aber er tauschte lediglich seinen Platz mit Nieselregen. Trotz zwei kleinerer Gegenanstiege brauchten wir vom Gipfel bis zum Ausgangspunkt auf 1.100 m lediglich etwas \u00fcber 2 Stunden. Die Gipfelpause nicht beachtet war ich f\u00fcr die gesamten 15 km 7<sup>1<\/sup>\/<sub>4<\/sub> Std. unterwegs.<br><br>Zur\u00fcck in Spitestulen bei 8\u00b0 und Regen g\u00f6nnte ich mir noch eine Dusche. Die Duschmarke gab es f\u00fcr \u00dcbernachtungsg\u00e4ste gratis. Allerdings konnte man die Wassertemperatur lediglich von gletscherkalt auf eiskalt stellen. Ich entschied mich f\u00fcr eiskalt, gletscherkalt war mir dann doch etwas zu frisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Wie seit Jahren \u00fcblich, gab es nach der erfolgreichen Gipfelbesteigung Kassler mit Kartoffeln und Sauerkraut. Zwar nur aus der Dose aber nach der Tour mehr als lecker. Und zum Nachtisch gab es Vanillepudding mit Himbeeren. Allerdings von travellunch aus der T\u00fcte. Aber nat\u00fcrlich auch mehr als lecker.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Leider sollte es an diesem Abend mit regnen nicht mehr aufh\u00f6ren. So ging es f\u00fcr mich dann bereits gegen 20 Uhr in den Schlafsack. Allzu geschafft war ich nach der Tour erstaunlicherweise nicht. Insgesamt ist die Tour bei guten Witterungsverh\u00e4ltnissen sicherlich recht einfach zu meistern. Aber ich denke, dass das heutige Wetter leider ehr die Regel als die Ausnahme bildet.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Trolltunga \/ Trollzunge<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Der n\u00e4chste Tag begann nicht ganz so optimal. Nach dem ich das Zelt im Regen eingepackt hatte und mich auf den Weg machte, \u00fcbersah ich am Vormittag beim R\u00fcckw\u00e4rtsfahren eine Eisenstange in H\u00f6he der Heckscheibe. Ein Nachteil von der Einparkhilfe, man vertraut ihr nach einiger Zeit ziemlich blind. Nun hatte ich ein Loch in der Heckscheibe. Zum Gl\u00fcck half mir die erste Werkstatt an der ich auf dem Weg gen S\u00fcden vorbei kam. Ich h\u00e4tte auch in 2 Tagen eine Ersatzscheibe bekommen k\u00f6nnen. Entschied mich aber die provisorische L\u00f6sung mittels Folie. Das wird bis zu meiner R\u00fcckkehr nach Deutschland schon halten, so meine Hoffnung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auf Grund dieses Malheurs hatte ich leider wenig Zeit die Route durch die Berge zu genie\u00dfen. Ich machte mich ziemlich direkt auf den Weg zu meinem n\u00e4chsten Ziel, der Trolltunga oder auf Deutsch der Trollzunge. Ich kam am sp\u00e4ten Nachmittag in Skjeggedal auf dem Parkplatz an. Bereits auf der ganzen Strecke von Tyssedal standen Schilder, dass die Zufahrt f\u00fcr Wohnmobile und Wohnwagen verboten sei, aber auch zelten und campen nicht gestattet ist. Allerdings stellte es sich vor Ort dann doch etwas anders heraus. Man konnte im Kiosk ein 24 Std. Parkticket l\u00f6sen und im Auto \u00fcbernachten. Hierf\u00fcr musste ich stolze 400 NOK zahlen. Das der Norwegen Trip nicht g\u00fcnstig wird, wusste ich aber schon vorher. Im Kiosk konnte ich mich auch noch nach dem Klettersteig erkundigen. Ich hatte im Internet gelesen, dass es vom Stausee einen Klettersteig Namens Himmelsstigen gibt. Allerdings f\u00fchrt dieser nur mit Eisenklammern 200 m \u2013 250 m senkrecht an einer Felswand entlang. Da dieser Weg keine wirkliche Zeitersparnis bringt, verzichtete ich auf dieses Abenteuer und entschied mich f\u00fcr den normalen Weg. Bei meiner Ankunft kehrten auch einige Deutsche von der Tour gerade zur\u00fcck. Mir wurde empfohlen sehr zeitig aufzubrechen und am besten vor 11:00 Uhr an der Trollzunge zu sein. So plante ich meinen Start am n\u00e4chsten Morgen bereits um 5:00 Uhr. Immerhin galt es 22 km und einige H\u00f6henmeter zu bew\u00e4ltigen. Vor Ort war die Wegzeit mit 10 \u2013 11 Std. angegeben. Also hie\u00df es bei nun mittlerweile sommerlichen Temperaturen zu entspannen. Hierzu bot sich auch ein Bad im kalten Stausee direkt am Parkplatz an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen schaffte ich es sogar noch vor 5:00 Uhr aufzubrechen. Der erste Kilometer geht sehr steil \u00fcber Steinstufen entlang. Man ahnt es schon vom Parkplatz aus, dass man aus dem Tal komplett aufsteigen muss. Auf dem ganzen Weg ist an jedem vollen Kilometer ein Schild. So sieht man immer wieviel km man schon geschafft hat und wieviel man noch vor sich hat. Ob das jetzt besonders motivierend ist, wei\u00df ich allerdings nicht. Auch zwischen den Kilometern 2 und 4 sind noch etliche H\u00f6henmeter zu meistern. Danach wird der Weg deutlich entspannter. Auf Grund der fr\u00fchen Uhrzeit war es noch sehr kalt. Die ersten Sonnenstrahlen erreichten mich erst nach etwas mehr als 2 Stunden. Nach nicht ganz 4 Stunden hatte ich mein Ziel erreicht. Nicht schlecht f\u00fcr 11 km und etliche H\u00f6henmeter. Die M\u00fche hatte sich gelohnt, auf Grund der wenigen Besucher vor Ort konnte ich die Trollzunge ganz ohne anstehen bewundern. Es ist schon ein sehr besonderer Fels. Darauf zu stehen empfand ich als recht angenehm. Da der Fels doch recht breit ist. Allerdings habe ich darauf verzichtet mich direkt an die Kante zu setzen und die Beine baumeln zu lassen. Man muss ja schlie\u00dflich nicht alles mitmachen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Im Anschluss ging es noch etwas mehr als 1 km Richtung S\u00fcden zu einer Felsformation mit dem Namen Preikestolen. Hier bot sich ein toller Blick zu dem tief unten liegenden Stausee und auf die Felsen drum herum. Auf dem R\u00fcckweg zur Trollzunge schaute ich noch an einigen anderen Stellen ins Tal. Es boten sich immer wieder tolle Tiefblicke. Und das bei strahlendem Sonnenschein und, zumindest im Windschatten, recht warmen Temperaturen. Auf dem R\u00fcckweg g\u00f6nnte ich mir dann nochmals die Tollzunge. Da es mittlerweile kurz nach 11:00 Uhr war, musste ich etwas anstehen. Es waren ca. 20 Leute vor mir \u201edran\u201c. Aber alles ging ganz entspannt von statten. Es gab kein dr\u00e4ngeln und jeder konnte so viel Zeit auf der Zunge verbringen wie er wollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach einer kleinen St\u00e4rkung vor Ort machte ich mich auf den R\u00fcckweg anzutreten. Hierbei hatten es f\u00fcr mich gerade die Abschnitte zwischen dem 4. und 3. km sowie die 1. km in sich (vom Parkplatz gesehen) in sich. Es waren besonders steile Abschnitte bzw. wieder die bescheidenen Steinstufen. Insgesamt brauchte ich f\u00fcr den R\u00fcckweg nicht ganz 3 Stunden. Auf Grund meines zus\u00e4tzlichen Ausfluges zum Preikestolen waren es dann insgesamt fast 28 km bei ca. 8 Std. reine Wegzeit. Leider hielt der Sonnenschein nicht die komplette Tour an. Die letzten Meter musste ich dann noch im Regen bew\u00e4ltigen. Dies hielt mich aber nicht von einem erneuten erfrischenden Bad ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Insgesamt eine tolle Tour. Teilweise war sehr viel Schlamm auf dem Weg. Auf jeden Fall w\u00fcrde ich jedem raten sehr fr\u00fch zu starten und sicherlich ein Ziel was man gesehen haben sollte.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Preikestolen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am Nachmittag machte ich mich noch auf den Weg zum Lysefjord. Hier befanden sich die beiden letzten Ziele meiner Reise durch Norwegen. Ab Skare w\u00e4hlte ich die kleineren Stra\u00dfen und vermied somit die Fahrt \u00fcber Stavanger. Daf\u00fcr ging es \u00fcber F\u00e4hren und Br\u00fccken und durch eine teilweise sehr waldreiche Landschaft. Die in meinem Navi und meinen Karten noch eingetragene F\u00e4hre zwischen Ropeid und Sand ist inzwischen eingestellt wurden. Einige Kilometer s\u00fcdlich wird das Fjord jetzt durch eine Br\u00fccke \u00fcberspannt. Den Abend lie\u00df ich auf einem Parkplatz, nat\u00fcrlich mit Fjordblick und sommerlichen Temperaturen ausklingen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen startete ich erneut relativ fr\u00fch. Mein heutiges Ziel war der Preikestolen. Ein Fels welcher sich \u00fcber 600 m senkrecht \u00fcber dem Lysefjord erhebt. Allerdings ist hier die skandinavische Einsamkeit nicht zu erwarten. F\u00fcr 150 NOK stellte ich mein Auto auf einem der Gro\u00dfparkpl\u00e4tze ab und machte mich, wie so viele andere auf den Weg zum Fels. Die Strecke sind zwar nur 4 km, aber es gibt nat\u00fcrlich wieder ein paar Gegenanstiege und diese unz\u00e4hlige Steinstufen. Ich brauchte f\u00fcr die Strecke etwas \u00fcber eine Stunde. Leider herrschte bei meiner Ankunft Nebel und es war nicht viel von der so gepriesenen Aussicht zu sehen. So hatte ich reichlich Zeit die Felsen in der n\u00e4heren Umgebung zu erkunden. Es gab immer wieder Pfade die noch ein ganzes St\u00fcck h\u00f6her hinauff\u00fchrten. Nach einiger Zeit hatte ich einen tollen Platz gefunden. \u00dcber mir schien bereits die Sonne und der Himmel war blau. Der Nebel unter mir verzog sich auch bald und gab immer wieder tolle Blicke auf den Preigestolen frei. Gerade mit dem Nebel fand ich es ein beeindruckende Kulisse. Auf dem R\u00fcckweg lie\u00df ich es mir nat\u00fcrlich nicht nehmen den Blick von der Felskante zu genie\u00dfen. Aber auch hier habe ich darauf verzichtet liegend \u00fcber die Kante zu schauen. Das wird wahrscheinlich nie mein Ding werden. Insgesamt brachte ich es heute auf 12 km. Eine sch\u00f6ne Tour die man sich aber immer mit Massen von Besuchern teilen muss.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Kjeragbolten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Mein letztes Ziel auf dieser Tour sollte der Kjeragbolten sein. Wohl ein jeder hat schon mal ein Bild von diesem ber\u00fchmten Klemmfelsen am Lysefjord gesehen. Der Startpunkt f\u00fcr die Tagestour ist etwas oberhalb von Lysebotn, am Ende des Fjordes. Ich nahm die Stra\u00dfe 45 und folgte dem letzten St\u00fcck der Stra\u00dfe 500. Eine Alternative w\u00e4re von Lauvvik die F\u00e4hre \u00fcber das Lysefjord zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Bis ich in die Berge kam herrschte erneut sommerliches Wetter. Blauer Himmel und knapp 25\u00b0. Leider herrschte dann in den Bergen sehr dichter Nebel. Irgendwie fand ich aber doch den Parkplatz der als Startpunkt f\u00fcr die Tour beschrieben war. F\u00fcr 24 Std. betrug die Geb\u00fchr hier ebenfalls 150 NOK. Allerdings durfte man nicht vor Ort \u00fcbernachten. Nicht mit dem Wohnmobil oder den Wohnwagen, aber auch nicht in einem \u201enormalen\u201c Fahrzeug. Der Parkplatzw\u00e4chter empfahl mir jedoch knapp 1km wieder zur\u00fcck zu fahren. Dort sei eine Stelle wo man mit dem Auto \u00fcbernachten kann. Das ganze hatte den Vorteil, dass es auch einen Weg von dieser Stelle aus gab, der auf den Weg vom Parkplatz nach ca. 1 km m\u00fcndet. So hatte ich einen \u00dcbernachtungsplatz und sparte mir f\u00fcr den morgigen Tag gleich noch die Parkplatzgeb\u00fchr. Eine andere Variante w\u00e4re gewesen, mit dem Zelt in Richtung Kjeragbolten aufzubrechen und sich auf dem Weg eine Stelle f\u00fcr das Zelt zu suchen. Dies war mein urspr\u00fcnglicher Plan. Allerdings hatte ich bei dem vorherrschenden Nebel keine richtige Lust aufzubrechen und verschob den Start auf den morgigen Tag.<br><br>Auch bei dieser Tour ging es mal wieder fr\u00fch los. Der Nebel hatte sich gerade am Startpunkt aufgel\u00f6st als ich startete. Direkt an meinem Parkplatz begann ein Pfad der nach ca. 1 km auf dem \u201eHauptweg\u201c (Weg vom Parkplatz) m\u00fcndete. Allerdings musste man auf diesem Zustieg teilweise schon etwas am Felsen entlang kraxeln. Aber da die Felsen trocken waren, war dies kein Problem. Auf dem Hauptweg angekommen, folgte ich diesem bis zum Gipfelplateau. Dabei gab es 3 Abschnitte die mit Ketten gesichert waren. Bei trockenem Wetter war dies aber entspannt zu meistern. Insgesamt stieg man 2 mal wieder in eine Einsattlung ab um gleich auf der anderen Seite wieder aufzusteigen. Das letzte St\u00fcck ging dann mit gem\u00e4chlichem Anstieg \u00fcber das Gipfelplateau. Ich befand mich bereits den gr\u00f6\u00dften Teil des Hinweges im Sonnenschein, w\u00e4hrend das Fjord noch vom Nebel bedeckt war. Bevor man am letzten gro\u00dfen Wegweiser (Wegweiser mit in mitten einem riesigen Steinhaufen) auf dem Plateau nach S\u00fcden zum Kjeragbolten geschickt wird, ging ich weiter westw\u00e4rts bis zum Ende der Felsplatte. Hier boten sich tolle Blicke auf das \u00fcber 1.000 m tiefer liegende Lysefjord. Einfach ein Traum bei diesem perfektem Wetter. Der Nebel hatte sich zwischenzeitlich nun auch im Tal aufgel\u00f6st. Im Anschluss ging es dann aber endlich zum heutigen Tagesziel. Die letzten 200 \u2013 300 m folgt man einem Bachlauf absteigend bevor man dann direkt vor dem Kjeragbolten steht. Ein wirklich spektakul\u00e4rer Anblick. Direkt an der Hangkante kann man auf den Felsen steigen. Diese Chance lie\u00df ich mir nat\u00fcrlich nicht entgehen. Auch wenn knapp 1.000 m nichts unter dem Felsen ist, f\u00fchlte ich mich nicht wirklich unwohl.<br><br>Nat\u00fcrlich wurde es nun inzwischen ziemlich voll rund um den kleinen Felsen. Daher entschied ich mich f\u00fcr eine andere Route f\u00fcr den R\u00fcckweg. Ich stieg im Bachlauf wieder auf, folgte diesem jedoch \u00fcber den Einstieg weiter auf der NO Seite. Nach einiger Zeit waren schon wieder die bekannten Markierungen (rotes T) zu erkennen. Man h\u00e4lt ab dem Zustiegspunkt vom Hinweg knapp 1,3 km die Richtung bei und biegt dann knapp 90\u00b0 nach NO ab. Als n\u00e4chstes geht man knapp unterhalb eines 1.084 m hohen Gipfel entlang bevor man dann in das dahinterliegende Tal absteigt. Hier muss man nun irgendwie an der Felswand entlang zum Flusstal absteigen. Am Fluss angekommen h\u00e4lt man sich weiter in Richtung NO und geht westlich am Seeufer entlang. Kurz nach dem Ende des Sees trifft man dann wieder auf den Hauptweg in H\u00f6he der letzten Einsattlung vor dem Gipfelplateau des Hinweges. Ab hier hie\u00df es sich f\u00fcr den weiteren Weg wieder in die Menschenmassen einreihen. Schon Wahnsinn wie viele Leute an diesem sonnigen Nachmittag unterwegs waren. Wie gut dass ich zumindest f\u00fcr den R\u00fcckweg noch ein bisschen Fjaelleinsamkeit genie\u00dfen konnte.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gjende Auf Grund der doch aktuell hohen F\u00e4hrpreise machte ich mich auf dem Land- und Br\u00fcckenweg nach Norwegen auf. Durch einige Umst\u00e4nde stand die Tour bis zum Start in den Sternen. Der Aufbruch kam selbst f\u00fcr mich etwas \u00fcberraschend. Aber spontane Touren sollen ja meist die Besten sein. Mein erstes Ziel war der Gjende. 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