{"id":2513,"date":"2024-10-14T20:53:52","date_gmt":"2024-10-14T18:53:52","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/?page_id=2513"},"modified":"2026-06-07T15:51:08","modified_gmt":"2026-06-07T13:51:08","slug":"balkan-2015","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/index.php\/reisen\/balkan-2015\/","title":{"rendered":"Balkan 2015"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"bosnien\">Besteigung des Magli\u0107 (BIH)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"90\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Bosnia_and_Herzegovina.svg-1.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-2514\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Als erstes sollte es f\u00fcr mich auf den Maglic&nbsp;gehen. Hier war ich ja schon mal im Juni wegen Schnee auf der Zufahrtsstrasse gescheitert.&nbsp;<br>Die Abzweig auf die Piste an der alten Tankstelle in Tjentiste kannte ich daher nur noch allzu gut.&nbsp;<br>Ich schlug mein Nachtlager am Lokva Derne\u010di\u0161te auf 1.640m H\u00f6he auf. Am n\u00e4chsten Morgen ging es von hier in 3,5 Std. auf den Gipfel. Es war ein toller Trail. Anfangs durch einen Wald, dann \u00fcber eine sch\u00f6ne Wiese bis an den Fu\u00df des Massives. Von dort ging es immer wieder mit einigen &#8222;Kraxelabschnitten&#8220; bis auf den Kamm. Hier entschied ich mich erst f\u00fcr die Besteigung des Maglic. Dieser ist mit 2.386 m der h\u00f6chste Berg Bosniens. Im Anschluss bestieg ich noch den&nbsp;Crnogorski&nbsp;Maglic. Dieser ist noch ein paar Meter h\u00f6her, liegt aber schon in Montenegro.<br>Nach einer entspannten Rast auf den Gipfeln lie\u00df der Himmel leider ein Gewitter erahnen. Aus diesem Grund entschied ich mich f\u00fcr den R\u00fcckweg den selben Weg einzuschlagen. Es war an einzelnen Passagen durch das ganze Ger\u00f6ll schon etwas kniffliger als hoch zu.&nbsp;<br>Einige Meter vor meinem Auto fing es dann mit Regnen an. Am Himmel waren auch schon einzelne Blitze zu sehen. Der Regen sollte leider bis zum n\u00e4chsten Morgen anhalten. Schade, denn so fiel mein geplanter Ausflug zum See&nbsp;Trnovacko Jezero sprichw\u00f6rtlich ins Wasser.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"montenegro\">Zla Kolata \/ \u0417\u043b\u0430 \u041a\u043e\u043b\u0430\u0442\u0430 (MNE) <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"90\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Montenegro.svg_.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-2516\" style=\"width:221px;height:auto\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Von Tjentiste ging es einmal quer durch Montenegro. Dabei ging es \u00fcber den Sedlo-Pass. Auch dieser war bei meiner letzten Reise im Juni durch Schnee nicht passierbar. Aber ich wollte diesen Urlaub ja nicht im Auto verbringen. Also ging es auf direktem Wege nach Vusanje. Bei der Erkundung des Trails am Abend direkt bei meinem Eintreffen traf ich Rustem. Er bot mir Essen, Dusche und ein Bett in seinem Haus an. Klang doch richtig gut. Noch dazu verstand es seine Frau auf dem &#8222;Terassen-Ofen&#8220; lecker K\u00f6slichkeiten zu zaubern. Das trug dazu bei, dass ich gleich 2 N\u00e4chte blieb.<br>Am ersten Morgen ging es bei strahlendem Sonnenschein von Rustem\u00b4s Haus auf zum Zla Kolata. Vor diese Berg hatte ich am meisten Respekt. Das lag daran, dass im Sommer 2012 2 Bergsteiger aus Tschechien bei der Besteigung t\u00f6dlich verungl\u00fcckt sind. Auf Grund der Abgeschiedenheit der Region war es schwer Details zu dem Ungl\u00fcck heraus zu finden. Erst fand ich heraus, dass sie auf Grund eines<br>Steinschlags verungl\u00fcckt seien. Daher strich ich diesen Gipfel erst mal von meiner Liste. Aber wirklich los liess er mich nicht. Kurz vor meiner Abfahrt fand ich in einem albanischen Forum etwas mehr heraus. Hier lies ich, dass Vater und Sohn bei schlechtem Wetter abgest\u00fcrzt seien. So kam der Zla Kolata (\u00fcbersetzt: Schlechter Kolata) als h\u00f6chster Gipfel Montenegros wieder auf meine Liste.<br>Der Weg ist von Vusanje recht gut markiert. Detailierte Routenbeschreibungen findet ihr auf&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.hikr.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.hikr.org<\/a>. Daher erspare ich euch dies und schildere lieber meine ganz pers\u00f6nlichen Eindr\u00fccke:<br><br>Ich k\u00e4mpfte mich also erst einen Fahrweg hoch. Im Anschluss ging es an uralten Buchen vorbei und man querte die ein oder andere wundersch\u00f6ne Wiese. An einer etwas verlassenen Sch\u00e4ferh\u00fctte (Grlata katun) traf ich auf 3 polnische Bergsteiger. Sie hatten das selbe Ziel, legten jedoch schon bald eine Rast ein. Also ging es f\u00fcr mich allein weiter. Nachdem \u00fcberqueren eines fast kreisrunden Wiesenplatzes (eine Doline) begann das Karstgel\u00e4nde. In lustiger H\u00fcpferei querte ich diesen Teil des Trails. Auf dem R\u00fcckweg sollte mir dies deutlich schwerer fallen.<br>Das n\u00e4chste Highlight auf dem Trail ist eine H\u00f6hle aus der ein eiskalter Wind pfeift. Im Eingang liegt sogar jetzt noch Schnee. Keine Ahnung wie weit die H\u00f6hle in das Innere reicht. Nach dieser kurzen Abk\u00fchlung ging es f\u00fcr mich bis&nbsp;zum Pass Qafa e Preslopit (2.039m). Hier hatten mich auch die 3 polnischen Bergsteiger wieder eingeholt. Leider waren wir zu hoch aufgestiegen und hatten den Einstieg in das schneegef\u00fcllte Kar verpasst. Also mussten wir nun ein Schneefeld queren um wieder auf den rechten Weg zu kommen.&nbsp;<br>Von nun an ging es stetig bergauf bis zur Einsattlung Maja (links)&nbsp;und Zla Kolata (rechts). Von dieser Einsattlung hie\u00df es f\u00fcr mich nochmals alle Kr\u00e4fte mobilisieren und den Schlussanstieg zu meistern. Mit etlichen Pausen schaffte ich es auch auf den Gipfel. Die Polen waren schon mitten bei ihrer Brotzeit. Das angebotene Bier verschob ich erst mal etwas. Musste ja schlie\u00dflich erst mal wieder zu Atem kommen.<br>Insgesamt legte ich bei strahlendem Sonnenschein eine ausgiebige Pause ein. Ich li\u00df den Polen allein den R\u00fcckweg antreten. Als ich dann endlich auch aufbrechen wollte, kam jemand ohne Gep\u00e4ck den Berg f\u00f6rmlich hochgesprintet. Da ich u.a. eine Aldiflasche dabei hatte, kamen wir schnell ins Gespr\u00e4ch. Er hie\u00df Tillmann und kam aus M\u00fcnchen. Er ist mit seiner Freundin von Albanien mit dem Zelt unterwegs. Sie wollte lieber am Pass auf ihn warten. Wir plaudern ausgiebig und machten uns gemeinsam auf zum Abstieg. Welch d\u00e4mliche Idee an Tillmann dran bleiben zu wollen und mit ihm weiter zu plaudern. Er zog schon recht bald von dannen. Ich bin halt eine Mensch von der K\u00fcste und nicht aus den Bergen.<br>So machte ich mich allein auf den R\u00fcckweg. Die \u00fcber 1.200 H\u00f6henmeter und die fast 10 km Hinweg steckten mir doch deutlich in den Knochen. Also lies ich den R\u00fcckweg noch ein bisschen entspannter angehen.<br>Mit den letzte Tropfen Wasser von meinen fast 5l erreichte ich nach insgesamt 10 Stunden (inkl. Pausen) wieder das Haus von Rustem.<br>Es waren eine unbeschreiblich tolle Tour. Ich habe den bislang h\u00f6chsten meiner Berge bestiegen und noch dazu einen ganzen Tag bestes Wetter. Nat\u00fcrlich wurde ich wieder besten bewirtet. Das sch\u00f6nste war aber Wasser satt und die Dusche.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Gjeravica \/ \u0110eravica (RKS)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"107\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Kosovo.svg_.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2517\" style=\"width:203px;height:auto\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auf der Weiterfahrt von Vusanje bog ich in Gusinje falsch ab und stand kurze Zeit sp\u00e4ter am Grenz\u00fcbergang zu Albanien. Die Versuchung war sehr gro\u00df, war es doch von hier durch Albanien nur ein Katzensprung nach Ulcinj, meiner Lieblingsstadt an der Adria. Aber ich wollte ja genau in die entgegengesetzte Richtung. Also wendete ich und machte mich auf den Weg in den Kosovo. Da leider der Grenz\u00fcbergang \u00fcber den \u010cakor Pass nach Ku\u0107i\u0161te derzeit noch immer gesperrt ist, musste ich einen gro\u00dfen Bogen \u00fcber Berane \/ \u0411\u0435\u0440\u0430\u043d\u0435 und Ro\u017eaje \/ \u0420\u043e\u0436\u0430je nach Pe\u0107 \/ \u041f\u0435\u0127 machen. Im Kosovo besuchte ich auf dem Weg noch das Kloster von De\u010dan. Wie schon bei meinem letzten Besuch musste man sich einen Passierschein geben lassen. Diesmal allerdings nicht von der italienischen sondern der \u00f6sterreichischen Armee.<br>Mein erstes Etappenziel, Junik \/ Jy\u043d\u0438\u043a, erreichte ich trotz schlechter Ausschilderung ohne gro\u00dfe Umwege. Von hier erkundete ich die Piste in Richtung Deravica. Teils ist diese Piste in sehr schlechtem Zustand, aber sie ist bereits auch auf gro\u00dfen Teilen erneuert. Nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit kam ich am Ausgangspunkt zur Besteigung des Berges an. Hier traf ich auf einen Mann, der hier geboren ist aber zwischenzeitlich viel und oft in Deutschland war. So konnte er mir auf Deutsch den Weg zum Gipfel erkl\u00e4ren. Dies schien aber gar nicht so einfach zu sein. Zu dem zog eine Schlechtwetterfront auf die auch zumindest am n\u00e4chsten Tag weiter anhalten sollte. Da der Trail zum Gipfel schon bei gutem Wetter nur schwer zu finden sein soll, beschloss ich daher die Besteigung schweren Herzens aufzugeben.<br>Ich machte mich nun auf in Richtung Serbien, meinem n\u00e4chsten Ziel.<br>Auf dem Weg zum Grenz\u00fcbergang bei Podujevo \/ \u041fo\u0434\u0443je\u0432o schlug ich mir in einem Restaurant erstmal richtig den Bauch voll. Bei der Bestellung half mir eine Familie am Nachbartisch. Wie viele wohnen auch sie jetzt haupts\u00e4chlich in Deutschland kommen aber immer wieder zu Besuch in die alte Heimat.<br>An der Grenze war ein kleines Chaos los. Auch hier konnte ich mir das Ganze auf Deutsch erkl\u00e4ren lassen. Die Polizei soll weiter vorn aufpassen, dass die PKWs mit den LKWs in einer Schlang bleiben. Ich selbst habe es an diesem Grenz\u00fcbergang beim letzten Mal auch anders gemacht und bin an der LKW Schlange vorbei gefahren. Hinter mir standen nun 2 die gerade zur\u00fcck geschickt wurden. Wir \u00fcberlegten eine ganze Zeit ob wir es trotzdem probieren sollten. Viel hatte ich ja nicht zu verlieren, ich wurde ja noch nicht zur\u00fcck geschickt. Also machten wir uns auf die Schlange zu \u00fcberholen. Nach ca. 2\/3 stoppte uns \u201enat\u00fcrlich\u201c die Polizei und befahl uns, uns gef\u00e4lligst hinten anzustellen. Wir diskutierten eine Weile, hatten aber keinen Erfolg. Zwischenzeitlich r\u00fcckte die Schlange aber weiter und ein PKW Fahrer lie\u00df sich ganz viel Zeit beim starten seines Wagens. Diese Zeit reichte, damit wir in die Schlange uns einreihen konnten. So ganz gefiel die Aktion der Polizei jedoch nicht. Aber mein Mistreiter gab eine Runde Zigaretten aus und ein anderer eine Runde Kaffee und schon waren alle Gem\u00fcter beruhigt. Von nun an schafften wir es in etwas \u00fcber 2 Stunden bis zur Abfertigung.<br>Allerdings war ich bei der Einreise unaufmerksam und das sollte sich nun r\u00e4chen. Die Ausreise aus dem Kosovo lief problemlos. Allerdings waren die ersten Worte des serbischen Beamten nach dem Studieren meines Passes \u201eProblem\u201c. Ich hatte auf einmal eine ganz dumme Ahnung. Und ja, ich hatte bei der Einreise in den Kosovo von Montenegro den Stempel in den Pass stempeln lassen und nicht auf ein separates Blatt. Da Serbien den Kosovo weiterhin als ihr eigenes Gebiet ansieht, war ich illegal eingereist. Zum Gl\u00fcck hatte der Beamte ein Einsehen und schlug mir einen ziemlich legalen Weg der Einreise vor. Was w\u00e4re wenn ich keinen Reisepass h\u00e4tte? Beide L\u00e4ndern (D und SRB) sind Mitglieder der EU und somit k\u00f6nne ich einfach mit meinem Personalausweis einreisen. Hierin sind ja keinerlei Stempel. Gesagt getan. Nun musste ich nur bei der Ausreise aus Serbien aufpassen, dass ich mit meinem Personalausweis ausreise. Aber da werde ich schon dran denken.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"serbien\">Midschur \/ Mid\u017eor \/ \u041c\u0438\u045f\u043e\u0440 (SRB)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"120\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Serbia.svg_.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2518\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Heute sollte es endlich mal wieder auf einen Berg gehen. Da es beim Aufwachen am Morgen noch regnete, war mein heutiges Ziel ein ehr leicht zu erreichender Berg. Es sollte auf den Mid\u017eor gehen. Mit 2.169 m H\u00f6he der niedrigste auf meiner aktuellen Reise. Als Startpunkt hatte ich mir das Skigebiet Babin Zub ausgesucht. Auf der Fahrt dorthin kam ich immer wieder durch Ort wo ich mir nicht wirklich sicher war ob hier noch jemand wohnt oder die H\u00e4user leer stehen. Allerdings w\u00fcrde dann wahrscheinlich keine W\u00e4sche drau\u00dfen h\u00e4ngen. Aber egal, ich war ja schlie\u00dflich nicht auf der Suche nach einem Hotel.<br>Babin Zub war nat\u00fcrlich zu dieser Jahreszeit fast ausgestorben. Das dortige Hotel hatte geschlossen nur das Restaurant schien ge\u00f6ffnet zu haben.<br>Gegen 12:00 Uhr machte ich mich auf den Weg. Der 8 km lange Weg ist wieder gut mit den \u00fcblichen rot\/wei\u00dfen Punkten bzw. Strichen gekennzeichnet. Das Ziel, den Mid\u017eor, hat man fast die ganze Zeit noch dazu im Blick. Da es immer wieder Gegenanstiege gibt, gilt es etwas mehr als die reinen 600 m H\u00f6hendifferenz zu meistern. Ich schaffte die Strecke in knapp 2 Stunden und m\u00f6chte sagen, dass ich am Gipfel auch nicht sonderlich au\u00dfer Atem war. Das hatte ich bei den letzten Touren schon anders erleben d\u00fcrfen.<br>Leider hingen die Wolken heute sehr tief. Bei meiner Ankunft auf dem Gipfel hatte ich zumindest noch eine passable Sicht in Richtung Serbien. Alles auf bulgarischer Seite blieb mir jedoch verborgen. Da es nun auch noch leicht mit Regnen begann verweilte ich nicht allzu lang hier oben und machte mich bald schon wieder auf den R\u00fcckweg. Durch die bereits erw\u00e4hnten Gegenanstiege war dies dann auch nicht ganz ohne.<br>Somit konnte ich auf der diesj\u00e4hrigen Tour einen weiteren Gipfelerfolg verbuchen, wenn auch mit nur m\u00e4\u00dfiger Aussicht.<br>Bei meiner R\u00fcckfahrt von Babin Zub fand ich ganz in der N\u00e4he einen geeigneten \u00dcbernachtungsplatz. Es gab sogar flie\u00dfendes Wasser und ein Dach \u00fcber dem Kopf (siehe Foto). Leider sollte es den ganzen Abend regnen und gewittern. Auch egal, ging es halt zur Abwechslung noch vor dem Dunkelwerden ins Bett.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"rum\u00e4nien\">Moldoveanu (RO)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"120\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Romania.svg_.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-2519\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Das Highlight meiner diesj\u00e4hrigen Bergtouren sollten die Karpaten werden. Leider war der Beginn nicht ganz ideal. Als ich am Lacul Balea ankam war es nicht nur bereits mittags, sondern die Wolken hingen auch besonders tief. Wobei, wenn man ber\u00fccksichtigt das der Lacul Belea der h\u00f6chste Punkt der Tranfargarsan ist und auf knapp 2.000 m H\u00f6he liegt, ist es nun auch nicht so tief.<br>Da ich nun schon mal hier war, machte ich mich mit Zelt, Schlafsack, Isomatte, Wasser, Lebensmittel, usw. auf den Weg. Immerhin knapp 20 kg. Ich k\u00e4mpfte mich bei Regen und kaum Sicht knapp 9 km mit fast 1.000 H\u00f6henmeter in 5 Stunden zur Padruga H\u00fctte. Dies war bis heute meine h\u00e4rteste Tour. Noch nie hatte ich so wenig Lust weiter zu gehen. Bis auf die Haut durchn\u00e4sst kam ich bei 5\u00b0 in der H\u00fctte an. Zumindest gab es lecker Krautwickel und ein trockenes Bett. So hatte ich mir meinen Ausflug in die Karpaten nicht vorgestellt.<br><br>Am n\u00e4chsten Tag hatte der Regen aufgeh\u00f6rt und es war zumindest eine recht gute Sicht. So fiel die Entscheidung zur Besteigung des Moldoveanu recht leicht, war es doch mein eigentliches Ziel f\u00fcr den Trip in die Karpaten. Ich konnte etliches an Gep\u00e4ck in der H\u00fctte lassen und machte mich mit recht wenig Gewicht auf den Weg. Bis zum Gipfel brauchte ich von der Padruga H\u00fctte knapp 3,5 Stunden. Dasselbe Ziel hatte auch ein neuer Bekannter aus der H\u00fctte, Alex aus der Tschechei. Da wir aber ein unterschiedliches Lauftempo hatten, ging jeder seiner Wege. F\u00fcr mich hatte es der letzte Anstieg am meisten in Sich. Vom Kamm aus ging es dann noch mit etwas Kletterei zum eigentlichen Gipfel. Leider waren die Wolken schneller als ich und es bot sich leider so gut wie keine Sicht. Auf dem Gipfel plauderte ich noch einige Zeit mit Alex und wir luden einen einheimischen Sch\u00e4fer noch zu einem Kaffee ein. Nach einem kleinen Snack machte ich mich wieder auf den R\u00fcckweg. Alex zog weiter zur n\u00e4chsten H\u00fctte. Inklusive R\u00fcckweg waren s dann heute fast 13 km und fast 1.000 H\u00f6henmeter (aufw\u00e4rts).<br>Bei meiner R\u00fcckkehr war eine deutsche Wandergruppe eingekehrt. Da auch jemand aus Kiel dabei war fanden sich etliche gemeinsame Themen. Es war auch mal wieder sch\u00f6n einen Abend deutsch zu sprechen.<br><br>Mein letzter Morgen in der H\u00fctte begr\u00fc\u00dfte mich mit strahlendem Sonnenschein. Es sollte ein Tag mit toller Fernsicht werden. Dies war auch der Grund, warum ich von der Padruga H\u00fctte zur\u00fcck zum Lacul Balea den Kammweg w\u00e4hlte. Der Trail ist einfach nur atemberaubend. An jeder Ecke bieten sich neue, imposante Blicke. Ich hoffe die Auswahl der Bilder spricht f\u00fcr sich.<br><br>Insgesamt ben\u00f6tigte ich f\u00fcr den R\u00fcckweg knapp 12 km. Auf Grund von auch wieder fast 1.000 H\u00f6henmetern und unz\u00e4hligen Fotopausen war ich etwas mehr als 6 Stunden unterwegs.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Budapest (HU)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"90\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Hungary.svg_.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-2520\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach den sch\u00f6nen Bergtouren in den letzten Tagen hie\u00df es nun sich langsam wieder auf den R\u00fcckweg zu machen. Einen ersten Stop legte ich in Sibiu \/ Hermannstadt (RO) ein. Von hier aus ging es in Richtung Budapest. Allerdings w\u00e4hlte ich hierf\u00fcr nicht den direkten Weg sondern plante einen Abstecher in die Ukraine ein.<br>Als Grenz\u00fcbergang w\u00e4hlte ich Halmeu (RO). Die Grenzkontrolle verlief problemlos. Allerdings war die Stra\u00dfe von Halmeu bis Vylok (\u0412\u0438\u043b\u043e\u043a) eine einzige Katastrophe. Es reihte sich ein Schlagloch an das andere. Allerdings war dies der einzige schlechte Streckenabschnitt. Die restlichen von mir befahrenen Stra\u00dfen waren gut zu befahren. Auf meinem Weg zum Grenz\u00fcbergang nach Ungarn hatte ich leider eine nicht ganz so angenehme Begegnung mit der Polizei. Mir wurde vorgeworfen bei der Ausfahrt aus einem Kreisverkehr eine Sperrlinie \u00fcberfahren zu haben. Das ganze Vergehen wurde mir sogar auf Video gezeigt. Und ja, man konnte erkennen, dass ein Rad au\u00dferhalb der gestrichelten Linie den Kreisverkehr verlassen hatte. Angeblich kostet solch ein Vergehen in der Ukraine 200 EUR, so der Polizist. Nach z\u00e4hen Verhandlungen bot man mir an, 50 EUR in bar zu akzeptieren. Leider hatte ich nicht so viel Bargeld bei mir. Nun wollte der Polizist wieder alles ganz offiziell machen. Leider hie\u00df das f\u00fcr mich, mit einem Formular am n\u00e4chsten Tag in einer etwas entfernt liegenden gr\u00f6\u00dferen Stadt auf die dortige Polizeistation und die Strafe bezahlen. Ich wollte mir aber ungern hierf\u00fcr extra ein Hotelzimmer nehmen. Also nahm ich die Verhandlungen erneut auf. Letztendlich einigten wir uns auf 30 EUR in bar und 1.750 UAH (68 EUR). Nach dem ich die Strafe bezahlt hatte durfte ich weiterfahren. Irgendwie blieb aber das Gef\u00fchl, dass dies nicht wirklich alles korrekt ablief.<br>Am Abend erreichte ich den Grenz\u00fcbergang zu Ungarn in Chop (\u0427\u043e\u043f). Die Abfertigung auf ukrainischer Seite ging schnell von statten. Die Einreise nach Ungarn dauerte hingegen fast 2 Std. Es wurde jedes Auto mehr als gr\u00fcndlich kontrolliert. Sogar der Motorraum wurde hierbei kontrolliert. Aber so blieb Zeit um mit ein paar M\u00e4nnern aus der Ukraine ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Wir sprachen \u00fcber Autos aber auch \u00fcber die Situation zwischen der Ukraine und Russland. Wie sagten sie doch so sch\u00f6n? Mit Russen haben sie keine Probleme, nur mit deren Pr\u00e4sidenten.<br><br>In Budapest quartierte ich mich f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage mal wieder auf dem zentral gelegenen Campingplatz Haller (<a href=\"http:\/\/www.hallercamping.hu\/german.html\">http:\/\/www.hallercamping.hu\/german.html<\/a>) ein. Von hier aus ging es in den n\u00e4chsten Tagen auf, die Stadt zu erkunden. Auf Grund der sommerlichen Temperaturen knapp \u00fcber 30\u00b0 machte ich es mir an den Nachmittagen in einem der sch\u00f6nen B\u00e4der gem\u00fctlich. So besuchte ich das Sz\u00e9chenyi Heilbad im Stadtwald (<a href=\"http:\/\/www.szechenyibad.hu\">http:\/\/www.szechenyibad.hu<\/a>) oder das Palatinus Strandbad (<a href=\"http:\/\/de.palatinusstrand.hu\">http:\/\/de.palatinusstrand.hu<\/a>) auf der Margareten Insel. Nach so viel Entspannung machte ich mich auf den R\u00fcckweg an die deutsche Ostseek\u00fcste. Hierf\u00fcr w\u00e4hlte ich die Strecke \u00fcber Bratislava, Prag, Dresden und Berlin.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besteigung des Magli\u0107 (BIH) Als erstes sollte es f\u00fcr mich auf den Maglic&nbsp;gehen. Hier war ich ja schon mal im Juni wegen Schnee auf der Zufahrtsstrasse gescheitert.&nbsp;Die Abzweig auf die Piste an der alten Tankstelle in Tjentiste kannte ich daher nur noch allzu gut.&nbsp;Ich schlug mein Nachtlager am Lokva Derne\u010di\u0161te auf 1.640m H\u00f6he auf. 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