{"id":2326,"date":"2024-10-13T12:06:34","date_gmt":"2024-10-13T10:06:34","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/?page_id=2326"},"modified":"2026-06-07T15:55:15","modified_gmt":"2026-06-07T13:55:15","slug":"belarus-und-baltikum","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/index.php\/reisen\/belarus-und-baltikum\/","title":{"rendered":"Belarus und Baltikum"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Republik Belarus \/ \u0420\u044d\u0441\u043f\u0443\u0431\u043b\u0456\u043a\u0430 \u0411\u0435\u043b\u0430\u0440\u0443\u0441\u044c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"90\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Belarus.svg_.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2499\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">In 2016 konnte ich ein weiteres meiner Reisprojekte angehen. Das Ziel hie\u00df Mitte August Wei\u00dfrussland (Belarus) und das Baltikum. Keine Ahnung warum ich dieses Ziel so lange vor mir her geschoben habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Von der Kieler F\u00f6rde ging es \u00fcber Berlin bis nach Warschau \u00fcber perfekte Autobahnen. Von Warschau ging es weiter \u00fcber Bia\u0142ystok bis an die Grenze nach Belarus. Allerdings zogen sich die 250 km von Warschau ins unendliche. Eine Autobahn war erst im Bau. Also ging es \u00fcber Landstra\u00dfen. Allerdings war das Verkehrsaufkommen an diesem Samstag enorm, so dass es durch fast jede Ortschaft nur im Schritttempo ging. So kam ich erst am sp\u00e4ten Nachmittag bzw. fr\u00fchen Abend an der Grenze an. Mit einem EU Kennzeichen konnte man auf der polnischen Seite die enorme Schlang an Fahrzeugen aus Wei\u00dfrussland \u00fcberholen. Die Abfertigung auf polnischer Seite war ruck zuck erledigt. Die Einreise nach Belarus zog sich jedoch. Insgesamt ist die Prozedur mit der Einreise nach Russland zu vergleichen.<br><br>Man bekommt als erstes einen Zettel auf dem das Kennzeichen und die Personenanzahl vermerkt werden. Als n\u00e4chstes erfolgt die Passkontrolle. Hier muss man eine Migration Card 2-fach auszuf\u00fcllen. In dieser sind auch das Hotel und die Dauer des Hotelaufenthaltes anzugeben. Ein Exemplar bleibt an der Grenze, das zweite muss man im Hotel abstempeln lassen und bei der Ausreise wieder abgeben. Der 3. Stopp erfolgt bei der Zollabfertigung. Hier ist die Zollerkl\u00e4rung ebenfalls 2-fach auszuf\u00fcllen. Leider gab es das Formular nur auf Russisch. Naja es gab ein ausgehangenes Muster an welchem ich mich orientiert habe. So schlecht muss ich nicht gewesen sein, irgendwann gab es die ersehnten Stempel auf dem Formular und ein grober Blick in den Kofferraum und ich konnte auch diese Station hinter mir lassen. Beim n\u00e4chsten und dem letzten Posten gibt man dann den Zettel mit dem Kennzeichen und der Personenanzahl ab. Zwischenzeitlich wurde die genaue Zeitdauer der Pass- sowie der Zollkontrolle noch auf dem Zettel vermerkt. Nach etwas mehr als 90 Minuten war ich in Belarus. Ich war richtig gespannt auf dieses mir recht unbekannte Land.<br><br>Bei der ersten Gelegenheit legte ich mir einen Mautsender zu. In Belarus gibt es eine Vielzahl von Stra\u00dfen die Mautpflichtig sind. Zur Benutzung muss man einen Sender mit einem Guthaben mieten. Das ging alles recht problemlos. Nach Vorlage der Zulassung und des Passes wurde eine Unmenge an Papier ausgef\u00fcllt. Ich musste mehr als 10 Unterschriften leisten und zum Abschluss per Kreditkarte sowohl die Miete bzw. Kaution f\u00fcr den Sender als auch das Guthaben bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nachdem alle Formalit\u00e4ten erledigt waren ging es nun auf gro\u00dfe Erkundungstour. Mein erstes Ziel hie\u00df Grodno (\u0413\u0440\u043e\u0434\u043d\u043e) in NW des Landes. Ich war begeistert von der Stadt. In der Abendd\u00e4mmerung machte ich noch einen Spaziergang am Flussufer. Es waren viele Leute bei Temperaturen von fast 30\u00b0 unterwegs.<br>Allerdings musste ich mich noch auf die Suche nach einem \u00dcbernachtungsplatz machen. Das Hotel war erst ab morgen gebucht. Da es nun leider schon dunkel war, beschloss ich auf einem Rastplatz zu \u201ecampen\u201c. Das schien mir die einfachere Variante zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen machte ich mich auf den Weg in die Hauptstadt. Hierbei schaute ich mir noch Novogrudok (\u041d\u043e\u0432\u043e\u0433\u0440\u0443\u0434\u043e\u043a) an. Hier kam ich auch in die erste Polizeikontrolle. Aber nach Kontrolle des Passes mit Visa, Fahrzeugpapiere und F\u00fchrerschein war diese auch schon wieder erledigt. So ging es noch zu den Schl\u00f6ssern von Mir (\u041c\u0438\u0440) und Nesvi\u017e (\u041d\u0435\u0441\u0432\u0438\u0436). Beide Schl\u00f6sser waren komplett restauriert und mehr als prachtvoll anzuschauen. Auch hier waren wieder viele Menschen unterwegs. Die Stra\u00dfen waren nicht zu beanstanden und die Landschaft bot viele Felder aber auch immer wieder kleinere Waldgebiete. Am Nachmittag erreicht ich dann Minsk, mit fast 2 Mio Einwohner gleichzeitig auch die gr\u00f6\u00dfte Stadt des Landes. Die Suche nach meinem Hotel mitten im Zentrum gestaltete sich etwas schwieriger. Mein Auto-Navi hatte nur die Hauptstra\u00dfen von Belarus drauf, eine Stra\u00dfenauswahl in Minsk bot es mir erst gar nicht an. Das Programm Here auf meinem Nokiahandy hatte zwar alle Stra\u00dfen, incl. der Stra\u00dfe in der mein Hotel lag, drauf, bot in Wei\u00dfrussland aber noch keine Navigation an. Zudem wurde auch rund um das Hotel viel neu gebaut. Aber mit etwas fragen zwischendurch und immer wieder einen Blick auf mein Handy erreichte ich dann doch irgendwann das Hotel. Ich hatte \u00fcber das Internet bereits aus Deutschland das Hotel Victoria na Zamkovoy ausgesucht. Mit 115 \u20ac f\u00fcr 2 N\u00e4chte zwar kein Schn\u00e4ppchen aber f\u00fcr die Lage immer noch preiswerter als andere H\u00e4user.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach dem Einchecken und einer Dusche ging es auf die Stadt zu erkunden. Das Wetter war mit Sonnenschein und wieder fast 30\u00b0 perfekt dazu. Als erstes hob ich am Geldautomaten Bargeld ab. An der Rezeption hatte man mir jedoch schon die Hoffnung genommen Million\u00e4r zu werden. Seit dem 1. Juli 2016 gibt es in Belarus neue Banknoten. Der neue Rubel (BYN) wurde im Verh\u00e4ltnis 1:10.000 gegen den alten Rubel (BYR) getauscht. Somit bekommt man aktuell f\u00fcr 1 EUR \u201enur noch\u201c ca. 2,20 BYN statt bis Juni 2016 22.000 BYR. Ein bisschen kurios ist es aktuell, da eigentlich nur noch der neue Rubel zur Zahlung genutzt wird. Aber bei ganz kleinen Wechselbetr\u00e4gen erh\u00e4lt man immer noch den alten Rubel zur\u00fcck. Warum habe ich nicht wirklich verstanden.<br>Nun auch mit Bargeld ausgestattet lie\u00df ich mich durch die Stra\u00dfen, Gassen und Parks treiben. Insgesamt ist ein ehr junges Publikum anzutreffen. Es gibt \u00fcberall kleine St\u00e4nde und viele M\u00f6glichkeiten sich aktiv zu bet\u00e4tigen. Sei es bei einer Bootsfahrt auf der Svisla\u010d oder beim Volleyball spielen. Man kann aber auch aktuell auf riesigen Leinw\u00e4nden die Olympischen Spiele verfolgen. M\u00f6glichkeiten etwas zu essen zu bekommen gibt es auch an fast jeder Ecke. Ich entschied mich f\u00fcr ein Restaurant. F\u00fcr weniger als 10 BYN gab es eine gro\u00dfe Pizza und ein gutes lokales Bier. So lie\u00df ich den ersten Abend in Belarus entspannt ausklingen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Tag ging es ein weiteres Mal los die Stadt zu erkunden. Dass der Tag eine ganz besondere Erfahrung f\u00fcr mich bereit hielt, wusste ich zu diesem Zeitpunkt zum Gl\u00fcck noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ich schaute mir unter anderem das Minsk-Heldenstadt Monument, das Puschkin Denkmal, die Insel der Tr\u00e4nen und den Gorki Park an. Schlenderte durch die unz\u00e4hligen Parks, \u00fcber das Franciska Skaryny Prospekt bis zum Minsker Hauptbahnhof. W\u00e4hrend meiner Tour durch Minsk begab ich mich auch auf die Suche nach der einen oder anderen Geocaching Dose. Eigentlich mag ich cachen in St\u00e4dten nicht, aber hier bot es sich einfach mal wieder an.<br>Nach dem Bahnhof wollte ich eigentlich etwas essen gehen. Die letzte Mahlzeit war das Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel und nun war es bereits kurz nach 2. Aber von nun an hatte ich die Dinge nicht mehr ganz in der Hand. In der Unterf\u00fchrung kurz nach dem Bahnhof wurde ich von einem Polizisten aufgehalten. Er m\u00fcsse etwas mit mir kl\u00e4ren und bat mich mit auf die Wache zu kommen. Ich hielt dies alles noch f\u00fcr eine reine Routine und folgte ihm brav. Auf der Wache wurde ich in einen Raum gef\u00fchrt und durfte auf einer unbequemen Holzbank Platz nehmen. Da ich nur wenig russisch sprach, und die Polizisten kein Englisch, wurde eine Bahnmitarbeiterin geholt. Nach etwas mehr als 1 Stunde wusste ich zumindest, dass der Polizei Informationen vorlagen, dass ich verbotene Gegenst\u00e4nde besitze bzw. besessen habe. Mehr jedoch auch nicht. Telefonieren durfte ich nicht. Mehrfach musste ich meine Personalien angeben. Leider hatte ich meinen Reisepass im Hotelsafe vergessen. Dies machte die Sache nicht gerade einfacher. Auch das Hotel wurde mehrfach kontaktiert. Immer wieder wurde ich ausgefragt von Polizisten in Uniform aber auch in Zivil. Kurz vor 18 Uhr, knapp 3,5 Stunden nach meiner Verhaftung, kam ein Dolmetscher. Er \u00fcbersetzte die Vorw\u00fcrfe und meine Schilderung der Dinge. Allm\u00e4hlich kam Licht ins Dunkel. Es hing mit dem Geocache am Bahnhof zusammen. Man vermutete bzw. unterstellte mir auf diese Art und Weise Drogen zu verteilen bzw. abgeholt zu haben. Nach dieser Befragung wurden meine Fingerabdr\u00fccke genommen und ich wurde komplett durchsucht. Die Hoffnung heute hier noch raus zu kommen hatte ich bereits aufgegeben. Mein Wunsch endlich die dts. Botschaft in Minsk zu kontaktieren wurde weiterhin abgelehnt. Allerdings durfte mir der Dolmetscher ein Angebot unterbreiten. Wenn ich zugebe verbotene Dinge zu besitzen bzw. besessen zu haben, w\u00fcrde man mir entgegen kommen. Aber ich hatte nichts zuzugeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nun sollte mein Hotelzimmer und mein Auto noch durchsucht werden. Das man bei mir bzw. in meinen Sachen nichts gefunden hat, muss ich glaube nicht extra erw\u00e4hnen. Allm\u00e4hlich kam ein erhebliches Misstrauen in mir auf. Wo kam eigentlich der Dolmetscher her? Konnte ich ihm trauen? Ich sollte nun einen ganzen Stapel an Formularen inkl. meine, vom Dolmetscher \u00fcbersetzte Aussage unterzeichnen. Das tat ich jedoch nicht. So schlimm war meine Lage noch nicht, also schlug ich im Gegenzug folgendes vor: Wenn ich nach der Durchsuchung meines Zimmers und des Autos freigelassen werden w\u00fcrde, w\u00fcrde ich auch unterzeichnen. Das verwunderte die Polizisten zwar, aber sie lie\u00dfen sich drauf ein. Also ging es im Polizeiwagen zu meinem Hotel. Die Botschaft sollte nun auf meinen eindringlichen Wunsch verst\u00e4ndigt worden sein.<br>Am Hotel angekommen sollte das Hotelzimmer und mein Auto komplett durchsucht werden. Allerdings war noch kein Vertreter der Botschaft da. Also sagte ich, dass ich der Durchsuchung ohne Beisein der Botschaft nicht zustimme. Nun stellte sich heraus, dass die Botschaft noch nicht verst\u00e4ndigt wurde. Die Rezeptionisten machte zwar gro\u00dfe Augen half mir jedoch die dts. Botschaft zu verst\u00e4ndigen. Der Mitarbeiter, Dominik, machte sich gleich auf den Weg ins Hotel. Die Polizisten machten Druck dass sie endlich mit der Durchsuchung anfangen wollen. Allerdings meinte die Botschaft, welche zwar auf dem Weg aber noch nicht vor Ort war, dass sie einfach warten m\u00fcssten. Nach Dominiks Ankunft ging es mit der Polizei, dem Dolmetscher und der Rezeptionisten in mein Zimmer. Lag es am Mitarbeiter der Botschaft? Im Zimmer wurde lediglich ein Durchsuchungsprotokoll ausgef\u00fcllt. Durchsucht wurde jedoch nichts. Auch war lediglich ein Beamter im Zimmer. Die anderen 3, 4 oder 5 warteten vor dem Hotel. An der Durchsuchung meines Autos bestand nun auch kein Interesse mehr. Zum Abschluss wurde noch fast 1 Stunde unz\u00e4hlige Formulare ausgef\u00fcllt. Unter anderem auch, dass mir meine Rechte und Pflichten mitgeteilt wurden. Welche das sind wei\u00df ich bis heute nicht. Der Dolmetscher wollte mir diese auch nicht im Einzelnen erl\u00e4utern bzw. \u00fcbersetzen. Nach fast 7 Stunden war dann der ganze Spuk vorbei. Zum Abschluss wollte man nun doch noch mal ins Auto schauen, dies aber weniger aus Interesse am Gep\u00e4ck vielmehr weil einem Beamten das Auto scheinbar sehr gefiel. Man w\u00fcnschte mir noch einen sch\u00f6nen Urlaub und entschuldigte sich mehrfach f\u00fcr die ganze Prozedur. Ob es ohne dts. Botschaft anders ausgegangen w\u00e4re oder l\u00e4nger gedauert h\u00e4tte? Ich wei\u00df es nicht, und ehrlich gesagt ist es mir auch egal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Zur\u00fcck im Hotel kl\u00e4rte ich erstmal die Rezeptionisten auf. Sie dachte ich h\u00e4tte die Probleme aus Deutschland mitgebracht. Ich erkl\u00e4rte ihr auch Geocaching und wir konnten beide schon wieder ganz gut dar\u00fcber lachen. Sie empfahl mir noch ein gutes Restaurant in welchem ich mir 1-2 gr\u00f6\u00dfere Biere und ein lokales Essen schmecken lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Sicherlich lief der Tag anders als gedacht ab, aber am Abend war alles in Ordnung und das Essen und die Biere schmeckten besonders gut. Aber das Beste war, ich konnte wieder selbst entscheiden wann und wohin ich gehe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Einen schlechten Eindruck von Minsk oder gar Belarus habe ich trotzdem nicht. Auch in Deutschland hat man ab und an von Problemen bzw. Missverst\u00e4ndnissen zwischen Geocachern und der Polizei geh\u00f6rt. Und alles in allem verhielt sich die Polizei in Belarus auch mir gegen\u00fcber durchaus korrekt.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"belarus\">Dsjarschynskaja Hara \/<br>\u0414\u0437\u044f\u0440\u0436\u044b\u043d\u0441\u043a\u0430\u044f \u0433\u0430\u0440\u0430 <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Leider hie\u00df es nun schon wieder Abschied von Belarus zu nehmen. Mein n\u00e4chstes Ziel war das Baltikum. Von Minsk aus machte ich mich in Richtung Vilnius aus. Vorher sollte es jedoch noch auf den Dzerzhinskaja (\u0413\u043e\u0440\u0430 \u0414\u0437\u0435\u0440\u0436\u0438\u043d\u0441\u043a\u0430\u044f), der mit 348 m h\u00f6chsten Erhebung von Belarus gehen. Hierzu bog ich von der P28 auf die P65 in Richtung Dzier\u017einsk (\u0414\u0437\u044f\u0440\u0436\u044b\u043d\u0441\u043a) nach ca. 14 km zeigte ein Schild schon den Abzweig zum H\u00f6hepunkt an. Nach weiteren 4 km erreichte ich die kleinen Siedlung Skirmantawa (\u0421\u043a\u0438\u0440\u043c\u0430\u043d\u0442\u0430\u0432\u0430). Vom dortigen Parkplatz waren es nur wenige Schritt und ich stand auf der h\u00f6chsten Erhebung Belarus. Es war damit einer der leichteren L\u00e4nderh\u00f6hepunkte. Wobei, wenn ich die Ereignisse aus Minsk hinzurechne, dann doch einer der am schwersten zu erreichenden. Ich genoss einige Zeit die Aussicht bei erneut sommerlichen Temperaturen. Im Anschluss machte ich mich auf den Weg nach Litauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die Grenzabfertigung erforderte sehr viel Geduld. Insgesamt brauchte ich f\u00fcr das passieren 4,5 Stunden. Es ging einfach alles extrem langsam. Probleme bei der Ausreise gab es aber keine.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"litauen\">Aukstojo Kalnas (LT)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Kaum in Litauen angekommen, machte ich mich auch schon wieder auf den Weg einen weiteren L\u00e4nderh\u00f6hepunkt zu erklimmen. Der h\u00f6chste Punkt von Litauen ist nur wenige Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt in unmittelbarer N\u00e4he der Ortschaft Medininkai. Auch hier ist die Ausschilderung wieder perfekt. Da es zwei \u00e4hnlich hohe Punkte gibt, bot es sich an beide zu besteigen. Ich parkte mein Auto auf einen der Parkpl\u00e4tze und erklomm als erstes den 292,70 m hohen Juozapines Kalnas. Ein gro\u00dfer Stein markiert den Punkt. Das Wetter war noch gut und so hatte man einen sch\u00f6nen Rundblick. Von hier konnte man auch schon den h\u00f6chsten Punkt des Landes, den Aukstojo Kalnas (293,84 m) sehen. Dies war mein n\u00e4chstes Ziel. Der h\u00f6chste Punkt liegt direkt am Waldrand und ist ebenfalls mit einem gro\u00dfen Stein markiert. Direkt neben diesem Punkt gibt es einen Aussichtsturm aus Holz. Von hier bot sich ein weiterer toller Blick in die Umgebung einschlie\u00dflich dem zweith\u00f6chsten Punkt, von dem ja gerade gekommen war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Da es jetzt leider zu zog und es mittlerweile auch schon sp\u00e4ter als urspr\u00fcnglich geplant war, machte ich mich bald wieder auf den Weg. \u00dcber Vilnius machte ich mich auf den Weg in Richtung Lettland. Ich folgte dazu der Stra\u00dfe 102 an der Grenze zu Belarus entlang. Landschaftlich sehr sch\u00f6n, wellig durch W\u00e4lder, Wiesen, wenige Felder und verschlafene D\u00f6rfer. Erst in der Nacht passierte ich die Grenze und bog kurz dahinter in einen Waldweg ein. Hier fand ich einen sch\u00f6nen Platz an einem See zum \u00dcbernachten.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"lettland\">Gaizi\u0146kalns (LV)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\" id=\"lettland\"><br>Beim Fr\u00fchst\u00fcck am n\u00e4chsten Morgen sprach mit ein \u00e4lterer Lette an. Er hatte seine russische Armeezeit bei Magdeburg verbracht. Seine Schwester wohnt nun in Berlin. Wir plauderten einige Zeit lang. Leider ist mein russisch aktuell mehr als schlecht. Seine Einladung zu einem gemeinsamen Angelausflug lehnte ich dankend ab. Ich hatte leider andere Pl\u00e4ne und wollte bereits am sp\u00e4ten Vormittag weiter ziehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Einen ersten Zwischenstop legte ich in Daugavpils ein und schaute mir die alte Festung bzw. das Festungsviertel an. Ein kleiner Teil war bereits toll restauriert. Aber die meisten Geb\u00e4ude waren noch f\u00fcr den Zutritt gesperrt bzw. hatten die besten Jahre lange hinter sich. Spannend war dies aber f\u00fcr mich so oder so.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Als n\u00e4chstes Ziel stand heute der Gaizinkalns auf dem Plan, mit 311m die h\u00f6chste Erhebung in Lettland. Aus dem Internet hatte ich mir die GPS Koordinaten besorgt und so f\u00fchrte mich mein Navi zielstrebig zum Parkplatz etwas unterhalb des Gipfels, in der N\u00e4he der Stadt Madona. Es gab am Gipfel 2 Skilifte und ein paar Abfahrten. Der einst sich auf dem Gipfel befundene Turm existiert leider nicht mehr. Da rund um den Gipfel Wald ist, war leider die Sich etwas eingeschr\u00e4nkt. Lediglich eine Skipiste bot einen Blick in die Ferne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Zwischenzeitlich waren dunkle Wolken am Himmel aufgezogen. Auf meiner Weiterfahrt begann es leider auch etwas zu regnen. Also beschloss ich bereits heute weiter nach Estland zu reisen. Lettland und Litauen standen auf meiner R\u00fcckfahrt eh nochmals auf dem Programm.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"estland\">Suur Munam\u00e4gi (EST)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Vom \u201eh\u00f6chsten Letten\u201c ging es nun zum \u201eh\u00f6chsten Esten\u201c. Dieser Befindet sich nah des Dreil\u00e4nderecks Lettland-Estland-Russland. Der Suur Munam\u00e4gi ist gleichzeitig auch die h\u00f6chste Erhebung des Baltikums. Auf seinem Gipfel steht ein moderner Aussichtsturm. Man hat die Wahl den Turm zu Fu\u00df oder per Lift zu besteigen. Ich entschied mich f\u00fcr die Variante zu Fu\u00df. Ab und an ein bisschen Bewegung kann ja schlie\u00dflich nicht schaden. Schlie\u00dflich sind die Gipfel auf dieser Tour ja schon recht bequem zu erreichen. Vom Turm bot sich ein toller Rundblick auf Felder, W\u00e4lder und Seen. F\u00fcr den R\u00fcckweg zum Parkplatz entschied ich mich f\u00fcr den Weg durch den Wald. Bei meiner Weiterfahrt in Richtung Russland entdeckte ich nur wenige Kilometer vom Gipfel eine tolle Badestelle mit einer Wiese auf der ich mein Zelt aufschlagen konnte. So lie\u00df ich den Abend bei Sonnenschein und 1, 2 Schwimmrunden entspannt ausklingen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Ausflug nach Russland<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Das n\u00e4chste Ziel auf meiner Reise war ein Tagestrip nach Russland. Leider hatte ich nicht ganz verstanden die Registrierungsrunde \u00fcber den Parkplatz zu drehen. Also wurde ich an der Grenze erstmal zur\u00fcck geschickt. Auf dem Parkplatz direkt vor der Grenze wurden dann Daten aus dem Pass und dem Fahrzeugschein in ein System eingetippt. Nachdem ich dann noch eine Geb\u00fchr von 4,50 EUR entrichtet hatte, durfte ich mich erneut anstellen. Die ganze Abfertigungsprozedur verlief an diesem \u00dcbergang sehr langsam. Insgesamt brauchte ich fast 3 Stunden bis ich in Russland war. Daf\u00fcr wurde ich mit 1A Stra\u00dfen belohnt. <br><br>Mein Ziel war das gut 70 km entfernte Pskov (\u041f\u0441\u043a\u043e\u0432). Hier bummelte ich durch das Zentrum, am Fluss entlang, schaute mir den gut erhaltenen Kreml an und das imposante Denkmal f\u00fcr Aleksandr Newskom. Als n\u00e4chstes machte ich mich wieder auf den Weg in Richtung Estland. Hierbei schaute ich mir noch die Festungsruine in Izborsk (\u0418\u0437\u0431\u043e\u0440\u0441\u043a) sowie das Kloster in Pe\u010dory (\u041f\u0435\u0447\u043e\u0440\u044b) an. Dieses Kloster besteht aus einer riesigen Anlage welche perfekt erhalten ist.<br><br>Direkt an der Grenze musste ich noch die Maut f\u00fcr die zur\u00fcckgelegte Stra\u00dfe in H\u00f6he von 150 RUB zahlen. Die Abfertigung lief relativ z\u00fcgig und erneut problemlos.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_6_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Estland<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"115\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Estonia.svg_.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2504\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nach meiner R\u00fcckkehr in Estland schaute ich mir noch die Sandsteinh\u00f6hlen bei Piusa an. Ich folgte einfach dem markierten Rundweg. Auf der Suche nach einem \u00dcbernachtungsplatz fuhr ich dann am Abend noch bis nach Laaksaare. Direkt am Hafen gab es einen Parkplatz auf dem man \u00fcbernachten konnte und man durfte auf der Wiese sogar sein Zelt aufschlagen. Beides kostete jeweils 2 EUR pro Nacht. Aber das Beste dabei, ich war direkt am Ausgangsort f\u00fcr meine F\u00e4hr\u00fcberfahrt am n\u00e4chsten Morgen um 9:00 Uhr auf die Insel Piirsaari im Peipisee. Diese recht kleine Insel wird derzeit nur noch von nicht mal 70 Menschen bewohnt. Auf dieser Insel verbrachte ich einen ganzen Tag zu Fu\u00df bevor mich die F\u00e4hre um 17:30 Uhr wieder zur\u00fcck aufs Festland brachte.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_7_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Lettland<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"90\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Latvia.svg_.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2505\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Als n\u00e4chstes ging es weiter nach Lettland und damit zum ersten Mal ans Meer auf dieser Tour. Vorher wurde aber nat\u00fcrlich noch etwas Sightseeing gemacht. Ich schaute mir dabei unter anderem die Kirche in Almeira, die Burgruine und die Altstadt in Cesis sowie eine weitere gut erhaltene Burg in Sigulda an. Das Highlight war aber am heutigen Tag Riga. Eine wirklich tolle Stadt. Es machte Spa\u00df bei bestem Wetter durch die Gassen zu schlendern und die ganzen Prachtbauten zu besichtigen. Da es heute aber wieder ein toller Sommertag war, machte ich mich bereits am Mittag auf an den Strand von Jurmala. Ich hatte mir eigentlich das Camp Nemo ausgesucht. Aber mit meinem Zelt durfte ich hier nicht drauf. Ich hatte ehr das Gef\u00fchl, dass Zelte hier generell nicht erlaubt sind. Egal, so zog ich weiter zum Camp Jurmala. Auch dieser Platz liegt direkt in einem kleinen Wald nah am Strand. Die \u00dcbernachtung kostete mich hier 15 EUR. Der Platz bot alles N\u00f6tige incl. Freiem WLAN. So verbrachte ich einen weiteren Nachmittag einfach mit nichts tun, schwimmen und Sonne genie\u00dfen.<br><br>W\u00e4hrend meiner aktuellen Tour hatte ich von einem Bekannten noch den Tipp bekommen, mir unbedingt Kuldiga anzusehen. Seine Erz\u00e4hlungen klangen genau nach meinem Geschmack, allerdings lag dieser Ort sogar nicht auf meiner Route. Aber die Neugierde siegte letztendlich und so fuhr ich am Vormittag durch Nebel und lediglich Temperaturen um 13\u00b0 einen durchaus lohnenden Umweg. Kuldiga ist ein nettes \u00d6rtchen. Allerdings war am heutigen Sonntag selbst hier ein reger Andrang. Aber das eigentliche Ziel war der Ventas Rumba. Hierbei handelt es sich um Europas breiteste Stromschnelle. Der Flu\u00df Venta f\u00e4llt zwar nur 2 m tief, allerdings dies auf einer Breite von 249m. Schon ein tolles Naturschauspiel. Gegen Mittag war dann auch das Sommerwetter angekommen und ich machte es mir am nahen Strand gem\u00fctlich. Nat\u00fcrlich drehte ich auch ein paar Schwimmrunden in den knapp 20\u00b0 warmen Stromschnellen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_8_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Litauen<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"108\" src=\"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Flag_of_Lithuania.svg_.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2506\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am Nachmittag machte ich mich auf in Richtung Klaipeda, eigentlich nicht allzu weit entfernt. Allerdings wollte ich schon seit Ewigkeiten den Berg der 1.000 Kreuze, knapp 10 km n\u00f6rdlich der Stadt Siauliai, ziemlich genau in der Mitte Lettlands. Daf\u00fcr nahm ich auch einen gr\u00f6\u00dferen Umweg in Kauf. Warum ich dort schon immer hinwollte? Ich wei\u00df es nicht wirklich. Der Kryziu Kalnas, wie er hei\u00dft, ist eine ehr kleine Erhebung. Schon seit 1830 stellten die Menschen immer wieder Kreuze f\u00fcr Opfer von Aufst\u00e4nden und Kriegen auf. Mehrfach wurde diese St\u00e4tte vernichtet aber auch immer wieder neu aufgebaut. Heute sind es \u00fcber 10.000 Kreuze die hier stehen. Ich fand es einfach beeindruckend und eine ganz besondere Atmosph\u00e4re. Daf\u00fcr hat sich der Umweg f\u00fcr mich durchaus gelohnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am Abend ging es dann immer weiter Richtung Westen. Das letzte Ziel des heutigen Tages war Palanga, Litauens ber\u00fchmtester Badeort. Leider erf\u00fcllten sich meine Bef\u00fcrchtungen und es war mir einfach viel zu touristisch. Also machte ich mich recht schnell auf die Suche nach einem \u00dcbernachtungsplatz. 2 angesteuerte Campingpl\u00e4tze machten einen ehr geschlossenen Eindruck. Also fuhr ich ziellos gen Osten. Kurz vor dem Flugplatz entdeckte ich einen Parkplatz direkt an einem Badesee mit Wasserskianlage. Ein f\u00fcr mich geeigneter Ort zum \u00dcbernachten. Und ganz allein war ich mit meiner Idee hier auch nicht. Am n\u00e4chsten Morgen gab ich dem Badeort noch eine zweite Chance und siehe da, am fr\u00fchen Vormittag, ganz ohne Touristenmassen, war es doch ein recht netter Ort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Weiter ging es nun \u00fcber Klaipeda und per F\u00e4hre auf die Kurische Nehrung. 50 km dieser Landzunge geh\u00f6ren zu Litauen, die anderen 50 km zu Russland. Einen ersten Stop legte ich in Juodkrante ein. Hier schaute ich mir den Raganu Kalnas, den Hexenpfad, an. K\u00fcnstler haben hier skurrile Holzskulpturen rund um Hexen, D\u00e4monen und Geister aus alten litauischen Sagen und M\u00e4rchen geschaffen. Nach so viel Kultur ging es nun aber endlich an einen der zahllosen Strandabschnitte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Meinen letzten Stop vor meinem zweiten Trip nach Russland legte ich auf dem Campingplatz in Nida ein. Von hier aus ging es am Nachmittag zu Fu\u00df auf die knapp 60 m hohe D\u00fcne Pardnizio Kopa. Es bot sich ein toller Blick sowohl auf die Ostsee als auch das Haff. Und der russische Teil der Landzunge war auch bereits in Sichtweite. Von der D\u00fcne ging es durch den Ort und weiter an den Strand. Auch hier tat ich mal wieder den restlichen Tag nicht wirklich viel. Von Ausspannen und schwimmen mal wieder abgesehen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_9_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Oblast Kaliningrad \/ \u041a\u0430\u043b\u0438\u043d\u0438\u043d\u0433\u0440\u0430\u0434 (RUS)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Als letztes auf meiner Reise durch Belarus und das Baltikum sollte es nochmals nach Russland, in den Oblast Kaliningrad, gehen. Der Grenz\u00fcbertritt auf der Kurischen Nehrung war meine bisher entspannteste Einreise nach Russland. Es gab keine Warteschlangen. Zudem wurde die Migration Card per PC von den Grenzbeamten ausgef\u00fcllt und als kr\u00f6nenden Abschluss gab es die Zollerkl\u00e4rung sogar auf Deutsch. F\u00fcr die Region Kaliningrad musste man noch ein zus\u00e4tzliches Formular ausf\u00fcllen, dieses gab es hier auch auf Englisch. Der Papierkram war dieses Mal schnell erledigt. Die Zollkontrolle erfolgte ebenfalls z\u00fcgig und problemlos und schon war ich in Russland eingereist. Kurz hinter dem Grenz\u00fcbergang musste man 5 EUR f\u00fcr die Einfahrt in den Nationalpark zahlen. Auf meine Nachfrage bekam ich einen Flyer auf russich mit allen Sehensw\u00fcrdigkeiten. Auf meinen Weg \u00fcber den russichen Teil schaute ich mir unter anderem den Schwanensee (\u041e\u0437\u0435\u0440\u043e \u041b\u0435\u0431\u0435\u0434\u044c) an. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt konnte man einiges \u00fcber die Flora, Fauna und die Geogeschichte der Nehrung erfahren aber auch \u00fcber die Befestigungsarbeiten der F\u00f6rster an den D\u00fcnen. Vom Aussichtspunkt bot sich ein sch\u00f6ner Blick auf den Leuchtturm von Nida, das Ostkap, die Wanderd\u00fcnen sowie den Schwanensee.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Mein n\u00e4chster Stop war Ephas H\u00f6h (\u0412\u044b\u0441\u043e\u0442\u0430 \u0417\u0444\u0430), von Litauen kommend kurz nach dem Abzweig nach Morskoje (Pillkoppen). Hier f\u00fchrt ein Wanderweg von einem kleinen Parkplatz hinauf auf einen der sch\u00f6nsten Punkte der Nehrung. Von zwei Aussichtsplattformen er\u00f6ffnet sich ein toller Blick \u00fcber ein 5 km langes Wanderd\u00fcnenfeld, den Ort Morskoje und das Haff. Die Petsch D\u00fcne, eine der h\u00f6chsten D\u00fcnen auf der Nehrung, ist 62 m hoch, 1,8 km lang und 0,6 km breit. Ihr Gipfel wurde nach dem F\u00f6rster Franz Epha benannt, der an der Stabilisierung der Wanderd\u00fcnen auf der Nehrung beteiligt war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich durften auch die Tanzenden B\u00e4ume (\u0422\u0430\u043d\u0446\u0443\u044e\u0449\u0438\u0439 \u041b\u0435\u0441) bzw. die Betrunken B\u00e4ume auf meiner Tour nicht fehlen, den ungew\u00f6hnlichsten Teil des Kiefernwaldes. Es gibt mehrere Versionen wie die gekr\u00fcmmten, in Ringe verdrehte, \u201etanzenden\u201c B\u00e4ume entstanden sind: von biologischen und waldpathologischen, bis bioenergetischen. Am Anfang der Wanderweges befindet sich der erhalten gebliebene Unterbau der ber\u00fchmten Segelflugschule, die sich von 1921 bis 1945 auf der Kurischen Nehrung befand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Einen letzten erhabenen Ausblick genoss ich von M\u00fcllers H\u00f6h (\u0412\u044b\u0441\u043e\u0442\u0430 \u041c\u044e\u043b\u043b\u0435\u0440\u0430). Der Wanderweg beginnt am M\u00f6wenbruch und f\u00fchrt \u00fcber eine steile D\u00fcne, die durch die Anpflanzung der Bergkiefer Ende des 19. Jahrhunderts befestigt wurde. Man durchquert einen ausgedehnten Forst aus Bergkiefern. Vom Gipfel der D\u00fcne aus hat man eine hervorragende Aussicht auf den \u00e4ltesten Teil der Nehrung, die \u201cInsel\u201d, die einer der Ausgangspunkte f\u00fcr die Entstehung der Halbinsel vor 7000 \u2013 8000 Jahren war. Eine Aussichtsplattform auf einer H\u00f6he von 44,4 m \u00fcber dem Meeresspiegel bietet eine atemberaubende Aussicht auf das Meer, das Haff, Rybachy und den See.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Zwischendurch besichtigte ich das ein oder andere Dorf und begab mich immer mal wieder an den hier wirklich einsamen und endlosen Strand. Insgesamt gefiel mir der russische Teil wesentlich besser als der Teil in Litauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Auf meinen Weg nach Kaliningrad \/ K\u00f6nigsberg schaute ich mir noch die Orte Selenogradsk (\u0417\u0435\u043b\u0435\u043d\u043e\u0433\u0440\u0430\u0434\u0441\u043a \/ dts Cranz), am S\u00fcdende der Nehrung, Svetlogorsk (\u0421\u0432\u0435\u0442\u043b\u043e\u0433\u043e\u0440\u0441\u043a \/ dts. Rauschen) und Jantarny (\u042f\u043d\u0442\u0430\u0440\u043d\u044b\u0439 \/ dts. Palmenicken) an. In Jantarny verbrachte ich auch wieder ein paar Stunden am Strand und nat\u00fcrlich auch einige Zeit im Wasser der Ostsee.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_10_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Republik Belarus \/ \u0420\u044d\u0441\u043f\u0443\u0431\u043b\u0456\u043a\u0430 \u0411\u0435\u043b\u0430\u0440\u0443\u0441\u044c In 2016 konnte ich ein weiteres meiner Reisprojekte angehen. Das Ziel hie\u00df Mitte August Wei\u00dfrussland (Belarus) und das Baltikum. Keine Ahnung warum ich dieses Ziel so lange vor mir her geschoben habe. Von der Kieler F\u00f6rde ging es \u00fcber Berlin bis nach Warschau \u00fcber perfekte Autobahnen. 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