{"id":22,"date":"2024-09-26T21:13:18","date_gmt":"2024-09-26T19:13:18","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/?page_id=22"},"modified":"2024-09-29T11:05:47","modified_gmt":"2024-09-29T09:05:47","slug":"geocachen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/index.php\/geocachen\/","title":{"rendered":"Geocachen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">Die Anf\u00e4nge<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Das Geocaching l\u00e4sst sich auf das schon \u00e4ltere\u00a0Letterboxing\u00a0zur\u00fcckf\u00fchren, bei dem ebenfalls an verschiedenen Orten Beh\u00e4lter versteckt werden, die jedoch ohne GPS-Unterst\u00fctzung gesucht werden. Die Suche erfolgt anhand von Hinweisen und eines Kompasses. Im Beh\u00e4lter ist ein spezieller Stempel, mit dem man den Fund in seinem pers\u00f6nlichen Logbook vermerkt. Letterboxing gab es nachweislich bereits 1854 in\u00a0Dartmoor\u00a0und es ist dort nach wie vor popul\u00e4r.<br><br>Seit den 1980ern praktizierten die\u00a0Nuuksion Mets\u00e4sissit\u00a0in der Gegend um Helsinki nur mit Hilfe einer Landkarte und einer Genauigkeit von 10\u00a0Metern ebenfalls Schnitzeljagden, bei denen Beh\u00e4lter mit verschiedenem Inhalt versteckt wurden. Anschlie\u00dfend gaben sie die ermittelten Koordinaten an Bekannte, die sich damit auf die Schatzsuche machen konnten. <br><br>Ab den 1990er Jahren wurde zum ersten Mal das GPS-Signal verwendet, um die Genauigkeit der Koordinaten zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">Beginn der modernen Schnitzeljagd<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Erst durch die Abschaltung der k\u00fcnstlichen Verschlechterung der Genauigkeit (Selective Availability) des GPS-Signals durch die\u00a0US-Regierung\u00a0am 2.\u00a0Mai 2000 wurde der Einsatz der GPS-Ger\u00e4te im privaten Einsatzgebiet praktikabel. Die bisherige Genauigkeit der Positionsbestimmung per GPS-Signal wurde f\u00fcr nichtmilit\u00e4rische Nutzer von ca. 100\u00a0Meter auf etwa 10\u00a0Meter erh\u00f6ht. <br><br>Um diese Verbesserung zu feiern, schlug Dave Ulmer am 3.\u00a0Mai 2000 in der\u00a0Usenet-Newsgroup\u00a0sci.geo.satellite-nav\u00a0unter dem Titel\u00a0The Great American GPS Stash Hunt\u00a0vor, ein weltweites Spiel zu starten und an besonderen Orten Beh\u00e4lter mit Tauschobjekten und einem Logbuch zu verstecken. Als Regeln formulierte er \u201eGet some Stuff, Leave some Stuff\u201c \u2013 \u201eNimm Zeug heraus, hinterlasse Zeug\u201c und das F\u00fchren eines Logbuchs, in dem sich die Finder eintragen und den Tausch von Gegenst\u00e4nden dokumentieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">Der erste Geocache<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Noch am 3.\u00a0Mai 2000 vergrub Dave Ulmer in der N\u00e4he der Stadt\u00a0Portland\u00a0im US-Bundesstaat Oregon an der Position\u00a045\u00b0\u00a017&#8242;\u00a028&#8243;\u00a0N,\u00a0122\u00b0\u00a024&#8242;\u00a048&#8243;\u00a0W\u00a0einen schwarzen Plastikeimer, in dem er neben CDs, einer Videokassette, Geldscheinen, einem Buch und einer Steinschleuder auch eine Konservendose mit Bohnen hinterlegte. Anschlie\u00dfend ver\u00f6ffentlichte er die Koordinaten des Verstecks in der Newsgroup. Innerhalb eines Tages nach der Ver\u00f6ffentlichung wurde der \u201eStash\u201c (englisch \u201eGeheimversteck\u201c, \u201egeheimes Lager\u201c) als erstes von Mike Teague gefunden. Drei Tage sp\u00e4ter erstellte dieser eine private Website, auf der er die wachsende Anzahl an Stashes und deren Koordinaten dokumentierte.<br><br>Der Original-Stash von Dave Ulmer wurde sp\u00e4ter stark besch\u00e4digt und existiert in der urspr\u00fcnglichen Form nicht mehr. Als Erinnerung wurde an der urspr\u00fcnglichen Stelle ein neuer Geocache und eine Gedenktafel platziert. W\u00e4hrend der Vorbereitungen f\u00fcr die Aufstellung der Platte wurde vor Ort die alte Konservendose gefunden, die als Tauschgegenstand im ersten Stash gelegen hatte. Mittlerweile wird diese als\u00a0Travel Bug\u00a0bei Events gezeigt.<br><br>Am 30. Mai 2000 wurde das Wort\u00a0Geocaching\u00a0zum ersten Mal in einer Newsgroup vorgeschlagen, um negative Assoziationen des Wortes\u00a0Stash\u00a0zu vermeiden. Am 2.\u00a0September 2000 teilte Jeremy Irish in dieser Newsgroup mit, dass er unter der Adresse\u00a0geocaching.com\u00a0eine eigene Website zur Auflistung der Caches erstellt hatte. Diese \u00fcbernahm alle bisherigen Eintragungen von der alten Seite, die Mike Teague aus Zeitgr\u00fcnden nicht weiter aktualisieren konnte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">Weltweite Verbreitung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Laut der Datenbank des gr\u00f6\u00dften Geocache-Verzeichnisses\u00a0geocaching.com\u00a0existieren heute weltweit insgesamt \u00fcber 1.900.000 aktive Caches, davon befinden sich \u00fcber 274.000 in Deutschland, \u00fcber 18.000 in der\u00a0Schweiz\u00a0und \u00fcber 28.000 in\u00a0\u00d6sterreich. <br>In den\u00a0USA\u00a0befinden sich mit etwa 844.000 die meisten Caches (Stand: Dezember 2012).<br><br>Der erste Cache in Deutschland wurde am 2.\u00a0Oktober 2000 von Ferenc Franke \u00a0s\u00fcdlich von Berlin versteckt und tr\u00e4gt den Namen\u00a0First Germany. Mit 34.000 liegen die meisten Caches in\u00a0Nordrhein-Westfalen, w\u00e4hrend die gr\u00f6\u00dfte Cache-Dichte mit 3,2 Caches\/km\u00b2 in Hamburg, dicht gefolgt von Berlin mit jetzigen 3,1 Caches\/km\u00b2, zu finden ist (Stand: Mai 2012). Sch\u00e4tzungen zufolge begaben sich 2009 in Deutschland rund 25.000 Menschen auf die \u201eGPS-Jagd\u201c.<br><br>Die gr\u00f6\u00dfte Cache-pro-Kopf-Verbreitung hatten im Januar 2007 die nordischen L\u00e4nder Schweden, Norwegen, Finnland und D\u00e4nemark.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anf\u00e4nge Das Geocaching l\u00e4sst sich auf das schon \u00e4ltere\u00a0Letterboxing\u00a0zur\u00fcckf\u00fchren, bei dem ebenfalls an verschiedenen Orten Beh\u00e4lter versteckt werden, die jedoch ohne GPS-Unterst\u00fctzung gesucht werden. Die Suche erfolgt anhand von Hinweisen und eines Kompasses. Im Beh\u00e4lter ist ein spezieller Stempel, mit dem man den Fund in seinem pers\u00f6nlichen Logbook vermerkt. 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