{"id":2162,"date":"2024-10-12T15:38:46","date_gmt":"2024-10-12T13:38:46","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/?page_id=2162"},"modified":"2026-06-07T15:52:32","modified_gmt":"2026-06-07T13:52:32","slug":"balkan","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/index.php\/reisen\/balkan\/","title":{"rendered":"Balkan 2017"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Beograd \/ Belgrad (SRB)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Im Sommer 2017 war mal wieder eine Reise auf den Balkan geplant. Es sollte aber kein Strandurlaub werden, jedenfalls nicht zu Beginn, sondern es sollte in die tolle Berglandschaft gehen. Als Ziel hatte ich mir dieses Mal Bulgarien, Mazedonien und Griechenland ausgesucht.<br><br>Die Anreise war in diesem Jahr eine wahre Geduldsprobe. Ich hatte ja selbst schuld, da ich Freitagsabend und am Hauptreisetag startete. Durch Deutschland, Tschechien und bis nach Ungarn lief alles gut. An der Grenze von Ungarn nach Serbien brauchte ich knapp 4 Stunden zum Passieren. Und das bei 40\u00b0 am Nachmittag. Auf dem Weg zu meinem ersten Ziel, Belgrad, bremsten mich in Serbien noch 2 Mautstationen aus. Auch hier staute es sich auf Grund der vielen Fahrzeuge. Insgesamt brauchte ich fast 22 Stunden reine Fahr- und Stauzeit. Dementsprechend angespannt bezog ich mein Hotel in Belgrad f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage.<br><br>Bereits von zu Hause aus hatte ich mir das sehr zentral gelegene Hotel Palace in der Toplicin venac st. 23 in Stari Grad ausgesucht. So raffte ich mich nach einer Dusche am Abend noch auf um einen Happen zu Essen und einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Ich muss sagen es gefiel mir auf Anhieb. Am n\u00e4chsten Tag wurde die Erkundungstour ausgiebig fortgesetzt. Es ging u.a. ans Save und Donau Ufer. Hier gibt es eine Vielzahl an schwimmenden Restaurants und eine Vielzahl von Indoor- und Outdoorangeboten f\u00fcr Freizeitsportler. Als n\u00e4chstes ging hoch zur Festung. Mitten in der weitl\u00e4ufigen Parkanlage namens Kalemegdan sind neben der historischen Festung auch ein Milit\u00e4rmuseum und der Belgrader Zoo beheimatet. SO findet man entlang des Burggrabens eine Vielzahl von Panzern und Kanonen verschiedener Zeitepochen. Von hier ging es dann durch die vielen Parks vorbei an Statuen und prachtvollen Geb\u00e4uden. Eigentlich h\u00e4tte ich es hier noch wesentlich l\u00e4nger aushalten k\u00f6nnen aber die diesj\u00e4hrigen Ziele lagen auf einem anderen Schwerpunkt.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Sieben Rila Seen<br>\u03f9\u0435\u0434\u0435\u043c\u0442\u0435 p\u0438\u043b\u0441\u043a\u0438 \u0435\u0437\u0435\u0440\u0430 (BG)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Mein n\u00e4chstes Ziel hie\u00df Bulgarien. Das Land kannte ich von meinen fr\u00fcheren Reisen nur als Abk\u00fcrzung. Nun sollte der Aufenthalt etwas l\u00e4nger dauern. Mein Ziel waren die Berge und Seen rund um Rila. In Rila kam ich in ein heftiges Gewitter. Es sch\u00fcttete f\u00fcr eine knappe halbe Stunde wie aus Eimern. Die Stra\u00dfen standen kurz darauf unter Wasser. Allerdings war der Spuk auch genauso schnell wie er kam auch schon wieder vorbei. Als erstes stattete ich dem ber\u00fchmten Rila Kloster einen Besuch ab.<br>F\u00fcr den n\u00e4chsten Tag stand eine Tour zu den sieben Rila Seen an. Da es erst nachmittags war machte ich mich noch auf den Weg nach Pionerska (\u041f\u0438\u043e\u043d\u0435\u0440\u0441\u043a\u0430). Von hier wollte ich am n\u00e4chsten Morgen ganz entspannt mich per Lift die ersten H\u00f6henmeter hoch tragen lassen. Und da ich schon mal vor Ort war, beschloss ich gleich auf dem Parkplatz im Auto zu \u00fcbernachten. Halt ein Vorteil wenn man \u201enur\u201c mit einem Kombi reist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen war ich daf\u00fcr mit einer der ersten als die Kasse am Lift \u00f6ffnete. Man kann sich allerdings auch mittels Gel\u00e4ndewagen zur Bergstation fahren lassen. Es gab etliche Fahrer mit ihren Wagen die sich um Kunden bem\u00fchten. Von der Bergstation mit der H\u00fctte Rilski Ezera (\u0420\u0438\u043b\u0441\u043a\u0438 \u0415\u0437\u0435\u0440\u0430 &#8211; 2.135 m) folgte ich einer Tour die ich mal wieder im hikr.org Forum gefunden hatte. Wegbereiter waren mal wieder pika8x14.<br><br>Anders als die Meisten ging ich nicht weiter bergauf sondern erst mal wieder ein St\u00fcck bergab. Der Weg f\u00fchrt knapp am Unteren See (\u0414\u043e\u043b\u043d\u043e\u0442\u043e \u0415\u0437\u0435\u0440\u0430) zum Fischsee (\u0420\u0438\u0431\u043d\u043e\u0442\u043e \u0415\u0437\u0435\u0440\u0430). Von hier ging es nun ein ganzes St\u00fcck bergauf bis auf den ersten Gipfel auf meiner Reise. Naja eigentlich mehr eine felsige Kuppe mit dem Namen Molitven Halm (\u041c\u043e\u043b\u0438\u0442\u0432\u0435\u0438 \u0425\u044a\u043b\u043c \u2013 2.261 m). Es bot sich ein toller Blick. Es ging ein St\u00fcck zur\u00fcck und dann durch Latschenkiefer. Hier hatte ich Schwierigkeiten den richtigen Weg zu folgen. \u00dcberall waren Zelte aufgebaut und so mancher Pfad f\u00fchrte statt zu meinem n\u00e4chsten Ziel zum n\u00e4chsten Zelt. Aber mit etwas Sp\u00fcrsinn schaffte ich es dann doch. Von einer Ebene ging es an den Schlussanstieg zur markanten Felspyramide Haramiyata (\u0425\u0430\u0440\u0430\u043c\u0438\u044f\u0442\u0430 \u2013 2.465 m). Die Aussicht war toll und es waren immerhin 5 der 7 Seen zu sehen. Leider herrschte ein ziemlicher starker und b\u00f6iger Wind so dass ich den Gipfel bald wieder verlie\u00df. Es ging aber nicht ganz zur\u00fcck auf die Ebene sondern ich folgte einem schwer zu erkennenden Pfad Richtung S\u00fcden. Nach einer Kuppe stand ich vor einer steilen Flanke. Pika8x14 konnte hier keinen Pfad erkennen, aber auch ich hatte Schwierigkeiten. Also folgte ich erstmal meinem GPS auf dem der Pfad eingezeichnet war. Und mit etwas Einbildung konnte ich dann sogar Pfadspuren erkennen. Es ging mehr oder weniger immer an der Abbruchkante, nat\u00fcrlich mit ausreichend Sicherheitsabstand, nach oben. Kurz vor Erreichen der Hochfl\u00e4che traf ich auf ein Paar das diesen Pfad abw\u00e4rts nahm. Von der Hochebene folgte ich dem Fernwanderweg E4. So kam ich auch noch an der Tr\u00e4ne (\u0421\u044a\u043b\u0437\u0430\u0442\u0430), dem mit 2.535 m h\u00f6chstgelegensten Rila See, vorbei und konnte von der Erhebung Ezeren Vrah (\u0415\u0437\u0435\u0440\u0435\u043d\u0438\u044f\u0442 \u0432\u0440\u044a\u0445 \u2013 2.559 m ) nun auch einen Blick auf alle sieben Rila Seen werfen. Weiter ging es dann mit vielen anderen Besuchern an der Niere (\u0411\u044a\u0431\u0440\u0435\u043a\u0430) vorbei. Auf dem Weg zur Bergstation geno\u00df ich noch den ein oder anderen Blick in die tolle Landschaft direkt von der Abbruchkante. Zur\u00fcck lie\u00df ich mich wieder ganz bequem vom Lift ins Tal schaukeln.<br><br>Insgesamt legte ich um die 11 km zur\u00fcck. Anstrengend empfand ich die Tour nicht. Ich lie\u00df mir allerdings auch viel Zeit. Die Landschaft ist einfach toll. Es war eine absolute Genusstour.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"musala\">Musala \/ \u041c\u0443\u0441\u0430\u043b\u0430 (BG)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Von Rila ging es nun auf, einen geeigneten Ausgangspunkt zur Besteigung des Musala zu finden. Der Musala ist mit 2.925,4 m nicht nur der h\u00f6chste Berg in Bulgarien, sondern zu gleich der h\u00f6chste Gipfel des gesamten Balkans. Meine Internetrecherchen hatten mich auf den Ort Borovets (\u0411\u043e\u0440\u043e\u0432\u0435\u0446) sto\u00dfen lassen. Allerdings musste ich vor Ort feststellen, dass es mir hier eindeutig zu touristisch war. Auf der Karte hatte ich eine Piste etwas \u00f6stlich vom Ort entdeckt. Also ging es auf, diese Piste zu erkunden. Die Piste beginnt rechter Hand der Stra\u00dfe ca. 1,5 km hinter dem Abzweig nach Borovets bei 3 Hotels, eins davon aktuell im Rohbau. Ziemlich zu Beginn der Piste ist Maritsa (\u041c\u0430\u0440\u0438\u0446\u0430 \u2013 1.900 m) mit 14 km angegeben. Des Weiteren traf ich auf 2 M\u00e4nner die mir best\u00e4tigten die Piste sei auch ohne Jeep zu befahren, man m\u00fcsse nur langsam fahren. Das tat ich dann auch und brauchte knapp 1,5 Std. bis zur H\u00fctte. Die Piste war ganz ok. Zumindest f\u00fcr meinen Volvo mit einem kleinen mehr an Bodenfreiheit. Zu dem half mir der Allrad 2-3 Mal. Allerdings w\u00e4re es auch mit viel Gef\u00fchl ohne machbar gewesen. Etwas schlechter als die ersten 10 km waren die letzten 4 km. An der H\u00fctte angekommen wurde mir erkl\u00e4rt, dass im Nationalpark (Kernzone?) zelten nicht erlaubt sei. Allerdings h\u00e4tte ich hier mein Zelt aufschlagen d\u00fcrfen. Ich entschied mich jedoch f\u00fcr ein Bett im Haus f\u00fcr 15 Lew \/ Nacht. Es war eine gute Entscheidung denn kurz nach meiner Ankunft begann es mit regnen. So konnte ich im Speiseraum entspannt meine ersten Reiseimpressionen f\u00fcr die Website festhalten und f\u00fcr den morgigen Tag Kraft tanken. Vor Ort wurde mir die Tour zum Musala mit 4-5 Std. angegeben. Mal schauen wie lange ich brauche, schlie\u00dflich w\u00e4re dies mein bisher h\u00f6chster Gipfel.<br><br>Am n\u00e4chsten Morgen war ich \u00fcber die Temperatur vor der H\u00fctte erstaunt. Es waren gerade einmal 5 Grad (+). So brach ich dann kurz vor 8 Uhr zum ersten Mal im Fleece auf der aktuellen Tour auf. Ich folgte knapp 1 km die Piste weiter in Richtung Zavrachitsa (\u0417\u0430\u0432\u0440\u0430\u0447\u0438\u0446\u0430) bevor ich diese in Richtung S\u00fcdwest (rechter Hand) verlie\u00df. Von nun folgte ich bis zum Gipfel immer dem gr\u00fcnen Strich. Knapp 2 km, bis zu einer Br\u00fccke, ging es nun auf einem leicht zugewachsenen Fahrweg weiter. Hinter der Br\u00fccke begann der Dschungel, wie ich den zugewachsenen Pfad f\u00fcrs weitere taufte. Neben Latschenkiefern wuchs so allerlei, wodurch der Weg an manchen Stellen schwer auszumachen war. Allerdings waren so auch \u00c4ste und Felsbrocken kaum zu erkennen. Zur Entsch\u00e4digung gab es immer wieder sch\u00f6ne Wiesen zu \u00fcberqueren. Manchmal sogar mit einer tollen Blumenbracht. Auch galt es so manchen Bach zu \u00fcberqueren. Dies war aber auf Grund der Steine im Bachbett trockenen Fu\u00dfes zu meistern. Es ging immer weiter hinein in das Tal. Knapp 1,5 km vor 2 Seen mit dem Namen Marichini Ezera (\u041c\u0430\u0440\u0438\u0447\u0438\u043d\u0438 \u0437\u0435\u0440\u043e \u2013 2.300 m) ging es nun gen Westen. Allerdings nicht, wie ich vermutete, in die Mulde mit dem Schneefeld am oberen Ausgang sondern der Pfad ging ein St\u00fcck parallel zum Tal gen Norden bevor er wieder nach Westen wechselte. Bald war der weitere Verlauf zu erahnen. Es ging \u00fcber eine Kuppe ziemlich geradlinig auf ca. 2.750 m auf den Weg zwischen Malak Bliznak (\u041c\u0430\u043b\u044c\u043a \u0411\u043b\u0438\u0437\u043d\u0430\u043a) und Musala. Oben angekommen galt es nun die letzten H\u00f6henmeter direkt zum Gipfel zu meistern. Bereits ab ca. 2.500 m herrschte ein recht k\u00fchler Wind. W\u00e4hrend ich im Tal mittlerweile auf T-Shirt gewechselt hatte, trug ich nun sogar Jacke und M\u00fctze. Insgesamt brauchte ich f\u00fcr die knapp 8 km nicht ganz 4 Stunden. Und das bei recht gem\u00fctlichem Tempo.<br><br>Der Blick vom Gipfel war ein Traum! Die erste Zeit konnte ich den Gipfel sogar ganz f\u00fcr mich allein genie\u00dfen. Auf meiner Route kamen mir lediglich ganze 5 Wanderer entgegen. Ganz anders die Menschenmassen die vom Ledeno Ezero auf dem Weg zum Gipfel waren. Ich genoss noch etwas die Aussicht und machte mich dann wieder auf den R\u00fcckweg. Urspr\u00fcnglich hatte ich \u00fcberlegt \u00fcber den Malak Bliznak (\u041c\u0430\u043b\u044c\u043a \u0411\u043b\u0438\u0437\u043d\u0430\u043a), Golyam Bliznak (\u0413\u043e\u043b\u044f\u043c \u0411\u043b\u0438\u0437\u043d\u0430\u043a) und Marishki Chal (\u041c\u0430\u0440\u0438\u0448\u043a\u0438 \u0427\u0430\u043b) bis zur Zavrachitsa H\u00fctte (\u0417\u0430\u0432\u0440\u0430\u0447\u0438\u0446\u0430) zu gehen und von dort die letzten 4 km dem Fahrweg zu folgen. Aber als ich vom Musala die Gegenanstiege sah, verwarf ich die Idee und entschied mich denselben Weg wie hin auch wieder zur\u00fcck zu nehmen. Vielleicht steckte mir auch einfach nur noch die Rila Tour vom gestrigen Tag in den Beinen.<br><br>So war ich bereits am fr\u00fchen Nachmittag wieder an der Maritsa H\u00fctte. Ich beschloss noch heute wieder etwas Talw\u00e4rts zu schaukeln und mir noch den Black Rock (\u0427\u0435\u0440\u043d\u0430\u0442\u0430 \u0441\u043a\u0430\u043b\u0430), knapp 4 km Piste von Borovets entfernt, anzuschauen. Ein netter kleiner Felsausblick mit einer sch\u00f6nen Sicht in die Ebene gen Norden und die bewaldeten H\u00e4nge taleinw\u00e4rts. Hier schlug ich dann auch mein Nachtlager auf.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"rudoka\">Rudoka \/ \u0420\u0443\u0434\u043e\u043a\u0430 (RKS)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Mein Trip f\u00fchrte mich als n\u00e4chstes nach Mazedonien. Die Einreise verlief dieses Mal problemlos und noch dazu recht z\u00fcgig. Direkt an der Grenze tauschte ich dann erstmal mein restliches Bulgarisches Geld in Mazedonische Dinar.<br><br>Mein erster Gipfel in diesem Land sollte der Rudoka \/ \u0420\u0443\u0434\u043e\u043a\u0430 werden. Allerdings ist er mit 2.661 m nicht der h\u00f6chste des Landes. Da aber auf seinem Gipfel die Grenze zum Kosovo verl\u00e4uft, ist er seit ein paar Jahren der h\u00f6chste Gipfel des Kosovos. Vor einiger Zeit galt noch der Gjeravica als h\u00f6chster Berg. Er misst jedoch \u201enur\u201c 2.656 m. Somit ist es nicht allzu tragisch das ich vor einigen Jahren an seiner Besteigung gescheitert war.<br><br>Um zum Ausgangspunkt des Rudoka zu kommen, nutzte ich wieder einen Bericht von alten Bekannten aus dem hikr.org Forum. Als erstes galt es den Ort Negotino zu finden. Ich kam von Norden und die 3 Ortschaften die ich vorher durchfuhr, hatten allesamt keine Ortsschilder. So blieb nichts anderes \u00fcbrig als auf der Stra\u00dfe zu fragen. Noch 2 km wurde mir mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen verst\u00e4ndlich gemacht. Kurze Zeit sp\u00e4ter entdeckte ich einen Wegweiser zum Crno Ezero (\u0426\u0440\u043d\u043e \u0415\u0437\u0435\u0440\u043e). Dieser See lag auf dem Weg zum Gipfel. Kurioser Weise war dieser See sogar mit einer Stra\u00dfe auf meinem Volvo Navi verzeichnet. Wirklich trauen tat ich meinem Navi hier aber nicht. Nach etwas weniger als 5 km bog ich in ein Dorf ab. Ich fragte ein paar M\u00e4nner und man teilte mir mit, dass die Piste weiter zum See f\u00fchrt. Aber sehr schlecht sei. Ein St\u00fcck zur\u00fcck und dann links sei sie besser. Ich war also fasch abgebogen. Am Abzweig hielt ich mich dieses Mal von Negotino kommend rechts. An dieser Kreuzung verabschiedete sich dann auch der Asphalt. Auf Piste ging es nun erstmal 7 km bis zu einem \u201eRastplatz\u201c mit Sitzb\u00e4nken und einer Quelle weiter. Die Piste war bisher ganz passabel. F\u00fcr die wirklich schlechten Stellen bot sich immer eine Alternative. So fuhr ich h\u00f6her und h\u00f6her hinauf. Ab ca. 1.600 m h\u00f6rte der Wald auf und ich erreichte eine gro\u00dfe Wiese, am westlichen Ende erhob sich mein Ziel. Aber bis dahin war noch eine gr\u00f6\u00dfere Entfernung zu \u00fcberwinden. Die Piste f\u00fchrte weiter \u00fcber die Wiese und war auch noch einiger Ma\u00dfen befahrbar. Aber ich war ja zum Wandern hier. Also stoppte ich bei 1.650 m und schlug mein Zelt auf. Insgesamt hatte ich auf der Piste knapp 15 km zur\u00fcckgelegt. Ein paar Hirten begr\u00fc\u00dften mich. Zelten sei hier kein Problem. Schade dass wir uns nur mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen verst\u00e4ndigen konnten. Die freundliche Einladung in ihre kleine H\u00fctte zum \u00dcbernachten lehnte ich h\u00f6flich ab. Ich wollte die Kulisse einfach im Zelt genie\u00dfen. Den Abend \u00fcber kamen noch die einen oder anderen Hirten vorbei. Alle gr\u00fc\u00dften freundlich. So kamen auch noch 2 Motorradfahrer vorbei. Sie wohnen seit Jahren schon in der Schweiz und machen gerade Urlaub in ihrer alten Heimat im Tal. Auch mal wieder sch\u00f6n deutsch sprechen zu k\u00f6nnen. So verbrachte ich den Abend und konnte mich an der tollen Landschaft kaum satt sehen. Es war einfach nur traumhaft sch\u00f6n hier.<br><br>Am n\u00e4chsten Morgen brach ich gegen 8:00 Uhr auf. Ich folgte den rot-wei\u00dfen Markierung immer genau auf den Bristavec zu. Als es dann nach links abging, stand sogar ein Wegweiser in Richtung Schwarzer See (Black Lake) und Rudoka. Es ging auf einen netten Pfad mit toller Aussicht erst um die S\u00fcdost und dann die S\u00fcdflanke des Bristavec. Bei hikr.org hatte ich gelesen, dass die Hunde bei der nun zu passierenden Hirtensiedlung einen etwas Angst einfl\u00f6ssen k\u00f6nnen. So suchte ich direkt den Blickkontakt zu einem der Hirten. Die Hunde sahen wirklich so aus, als w\u00fcrden sie B\u00e4ren verspeisen k\u00f6nnen. Kurz nach der Siedlung erreichte ich den Schwarzen See (Crno Ezero \u2013 Black Lake) auf 2.180 m. Bisher war ich knapp 1,5 Std. unterwegs und hatte 5 km zur\u00fcckgelegt. So legte ich eine kleine Pause ein. Weiter ging es am Nordufer des Sees entlang immer weiter hinauf genau im Kessel zwischen Rudoka und Bristavec. Die bisher tadellose Pfadmarkierung lie\u00df ab hier zu w\u00fcnschen \u00fcber. Allerdings war die grobe Richtung klar. Man uml\u00e4uft den Rudoka von seiner Nordflanke an. Zwischendurch tritt man in den Kosovo \u00fcber bevor man den Gipfel \u00fcber den westlichen Hang erklimmt. Bevor ich allerdings das heutige Tagesziel erreiche, f\u00fchrt der Weg noch \u00fcber einen Nordwestlich gelegenen Nebengipfel. Bis hier her habe ich 3 Std. ben\u00f6tigt und 8,8 km zur\u00fcckgelegt.<br>Die Aussicht war perfekt. Leider blies ein eisiger Wind, so dass ich auf eine ausgiebige Rast verzichtete.<br><br>Nun galt es erst einmal wieder abzusteigen. Allerdings ging es f\u00fcr mich nicht bis zum Schwarzen See hinunter. Bereits auf dem Hinweg hatte ich \u00fcberlegt, ob man nicht \u00fcber den Bristavec gehen k\u00f6nnte. Ein entsprechender Wegweiser am Schwarzen See, den ich auf dem Hinweg entdeckte, best\u00e4tigte meine Vermutung. Aber soweit wollte ich nicht absteigen. Also schlug ich mich ca. auf halbem Wege zwischen Gipfel und See auf den westlich gelegenen Kamm. Ein wirklicher Weg war zwar nicht vorhanden, aber die Aussicht daf\u00fcr spektakul\u00e4r. Das ein oder andere Mal musste ich wieder etwas absteigen um Ger\u00f6llfelder zu umgehen. Ebenso galt es insgesamt 4 kleiner Gipfel bis zum eigentlichen Ziel zu \u00fcbersteigen. Da es trocken war, war das gehen nicht sonderlich gef\u00e4hrlich.<br>Anders als erwartet, traf ich nicht auf den am Schwarzen See ausgeschilderten Pfad, oder erkannte ich ihn einfach nur nicht? Kurze Zeit sp\u00e4ter stand ich auf meinen f\u00fcr heute zweiten Gipfel. Dieser hatte lt. Karte eine H\u00f6he von 2.675 m und war damit sogar noch ein kleines St\u00fcck h\u00f6her als der Rudoka. Nach dem ich die Aussicht genoss, wollte ich eigentlich den am Bergfu\u00df ausgeschilderten Pfad f\u00fcr den Abstieg nutzen. Leider konnte ich diesen nicht wirklich entdecken. Lediglich eine einzige rote Markierung konnte ich entdecken. Eine zweite jedoch nicht. Also blieb mir nichts weiter \u00fcber als nun fast 700 m \u00fcber steile Wiesen abzusteigen. Aber auch hier war das trockene Wetter perfekt. Ansonsten w\u00e4re es sicherlich deutlich gef\u00e4hrlicher geworden.<br>Nach einem etwas m\u00fchsamen Abstieg kam ich am Wegweiser vom Morgen an. Von hier war ein Pfad erkennbar. Er schien zur S\u00fcdflanke zu f\u00fchren. Nun war es aber auch egal. Der R\u00fcckweg bis zu meinem Camp war dann ein weiterer Genuss. Bei strahlendem Sonnenschein ging es entspannt \u00fcber duftende Wiesen mit einer grandiosen Aussicht ins Tal die letzten Meter.<br>Es war eine traumhaft sch\u00f6ne Tour. Bis auf 3 Hirten begegnete mir keine Menschenseele. Dazu fast durchgehend strahlender Sonnenschein einzig der eisige Wind brachte einen kleinen Punkt Abzug.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"korab\">Korab \/ \u0413\u043e\u043b\u0435\u043c \u041a\u043e\u0440\u0430\u0431 (AL \/ NMK)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Der Startpunkt f\u00fcr mein n\u00e4chstes Ziel liegt ebenfalls in Mazedonien. Es geht in den Mavrovo Nationalpark. Mei bestem Wetter geht es am Mavrovo Stausee (\u041c\u0430\u0432\u0440\u043e\u0432\u0441\u043a\u043e \u0415\u0437\u0435\u0440\u043e) in den gleichnamigen Ort. Leider hat dieser, neben einer landschaftlich tollen Lage, im Sommer nicht viel zu bieten. Er scheint auf Wintersport ausgerichtet zu sein. Die H\u00f6hle blieb mir leider verschlossen. So besichtigte ich wenigstens die sch\u00f6ne Kirche direkt am Seeufer. Der Glockenturm wird gerade saniert und konnte von mir leider nicht bestiegen werden.<br><br>Im Anschluss fand ich eine Piste die mich direkt an das Seeufer f\u00fchrte. Hier gab es sogar so etwas wie einen Campingplatz. Richtig offiziell erschien er mir jedoch nicht mehr. Da Samstag war und das Wetter perfekt, nutzten auch viele Mazedonier diesen Platz um zu entspannen. Nat\u00fcrlich ging ich auch schwimmen. Das Wasser war angenehm warm. Eine richtige Wohltat nach den k\u00fchlen Bergb\u00e4chen der letzten Tage. So entspannte ich bis in den Nachmittag hinein. Als n\u00e4chstes wollte ich den Ausgangspunkt f\u00fcr meine n\u00e4chste Bergtour, zum Korab, erkunden. Hierzu fuhr ich von der Staumauer knapp 8 km in Richtung Debar bis ich nach rechts abbog. Dies war auch die erste Stra\u00dfe die nach rechts abging. Wie ich vorher schon im Internet gelesen hatte, h\u00f6rte der Asphalt nach 600 m auf. Allerdings fand ich die Piste gar nicht so schlecht. Da hatte ich auf meiner aktuellen Tour schon schlimmere befahren. Nach 7,5 km kam ich an einem gro\u00dfen Haus an. Hier standen 2 Jeeps der Grenzpolizei. Zu sehen war aber niemand. Ich hielt vorsichtshalber mal an und stieg aus. Und siehe da, es waren Grenzpolizisten vor Ort die meinen Pass sehen wollten. Alles lief v\u00f6llig problemlos. Ich wurde gefragt ob ich allein sei und was mein Ziel w\u00e4re. Man w\u00fcnschte mir noch eine sch\u00f6ne Zeit und schon konnte ich meine Fahrt fortsetzen. Nach knapp 11 km zeigte mir ein Wegweiser den Weg nach links. Nach 13 km hatte ich Karaula (\u041a\u0430\u0440\u0430y\u043b\u0430 \u2013 1.473 m), eine weitere Grenzstation, erreicht. Hier sollte also morgen meine n\u00e4chste Bergtour starten. Auch hier war das \u00fcbernachten vor Ort sowohl im Auto als auch im Zelt kein Problem. So konnte ich also direkt nach dem Fr\u00fchst\u00fcck starten.<br>Kurz nach meiner Ankunft kam ein Holl\u00e4nder von seiner Korab Tour zur\u00fcck. Wir plauderten eine ganze Zeit und tauschten unsere Reiseerlebnisse der letzten Jahre aus.<br><br>Am n\u00e4chsten Morgen brach ich bereits kurz vor 8:00 Uhr auf. Der Sonntag machte seinen Namen alle Ehre, die Sonnen schien von einem wolkenlosen Himmel. Dies sollte sich auch bis zum Gipfel nicht mehr \u00e4ndern.<br>Direkt hinter der Grenzstation geht der Weg recht steil bergauf durch einen Wald. Man trifft das ein oder andere Mal wieder auf einen Fahrweg. Bei ca. 1.600 m verl\u00e4sst man den Wald und kommt auf eine sch\u00f6ne Blumenwiese. \u00dcberall summt und surrt es. Der n\u00e4chste markante Punkt ist gleichzeitig das einzige Geb\u00e4ude auf dem ganzen Weg, eine Sch\u00e4ferh\u00fctte mit einem Schafstall. Bis hierher brauchte ich knapp 40 min. Bei meiner Ankunft schlachteten die beiden Sch\u00e4fer gerade ein Schaf. So kurz nach meinem Fr\u00fchst\u00fcck nicht gerade der ideale Anblick.<br><br>Von nun an musste ich das ein oder andere Mal ganz sch\u00f6n bei\u00dfen. Direkt hinter der H\u00fctte ging es weiter steil bergauf bis zu einer ersten Kuppe. Von hier ging es immer weiter an einem Hang entlang. Hier waren die Anstiege dann auch wieder etwas moderater. Man umgeht hierbei den Kepi Bard erst an seiner S\u00fcdost und dann an seiner S\u00fcdseite. In einer Senke musste ich eine Schafherde passieren, die gerade auf dem Weg grasten. Leider hatten die Sch\u00e4ferhunde etwas dagegen. Also legte ich erstmal eine kurze Pause ein bevor die Schafe den Weg passiert hatten und ich mich weiter den n\u00e4chsten Hang hoch bei\u00dfen konnte. Kurz vor dem Schlussanstieg unterhielt ich mich noch mit einem Sch\u00e4fer der dieses Mal recht gut englisch sprach. Im Anschluss galt es die letzten 150 H\u00f6henmeter \u00fcber die S\u00fcd- \/ S\u00fcdostflanke zum Gipfel zu meistern. Hier musste ich ein letztes Mal richtig bei\u00dfen. Am Gipfel angekommen bot sich ein grandioser Blick bis weit nach Mazedonien, Albanien und den Kosovo hinein. Von hier war auch der Startpunkt von albanischer Seite, Radomir\u0451, gut zu erkennen. Ich genoss eine ganze Stunde den tollen Ausblick und tankte Kraft f\u00fcr den R\u00fcckweg. Wobei der R\u00fcckweg ein wahrer Genuss war. Auf meinen Weg zur\u00fcck nach Karaula traf ich bei knapp 2.000 m 3 Biker die gerade ihre Bikes nach oben trugen. Wohin sie wollten blieb mir ein R\u00e4tsel.<br><br>Die n\u00e4chste Begegnung war schon deutlich intensiver. Ich traf einen Deutschen mit seinen 2 finnischen Freunden. Ich wunderte mich etwas dass die 3 jetzt auf dem Weg zum Gipfel waren. Sie sich wahrscheinlich auch, denn kurz nach dem ich ihnen grob beschrieb was sie noch vor sich hatten, kamen sie mir schon hinterher. So plauderten wir auf dem Weg zur\u00fcck nach Karaula \u00fcber vieles. Und nat\u00fcrlich konnte ich sie zur\u00fcck ins Tal nehmen.<br>Urspr\u00fcnglich waren sie heute Morgen zu viert gestartet. Hatten aber keine M\u00f6glichkeit vom Tal zur Mitfahrt gefunden und hatten sich zu Fu\u00df auf den Weg gemacht. Alle Achtung, 13 km Piste zu Fu\u00df bis Karaula. Ich h\u00e4tte das Handtuch geschmissen. Wann bei mir die Entscheidung kam heute ebenfalls im selben Hotel einzuchecken wei\u00df ich gar nicht. Aber die Entscheidung kam und es war ein netter, lustiger Abend zu f\u00fcnft. Und ganz nebenbei war ein richtiges Bett, eine hei\u00dfe Dusche und gutes Essen im Restaurant nach 1 Woche auch nicht zu verachten.<br><br>Warum ich bei der heutigen Tour so k\u00e4mpfen musste wei\u00df ich gar nicht. Waren es die Touren der letzten Tage oder war es die Sonne die mich geh\u00f6rig ins Schwitzen brachte? Der Weg war eigentlich nicht sonderlich anspruchsvoll. Insgesamt brauchte ich von Karaula bis zum Gipfel knapp 4 Stunden. Den R\u00fcckweg legte ich in 2 Stunden ohne nennenswerte Pausen zur\u00fcck. Insgesamt war dies landschaftlich eine wirklich sch\u00f6ne Tour.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"olymp\">Zu Besuch bei den G\u00f6ttern (GR)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Meine letzte Bergtour auf der diesj\u00e4hrigen Reise sollte mich in das Olymp Massiv in Griechenland bringen. Das Massiv war mir schon vor Jahren bei meiner ersten Tour nach Griechenland aufgefallen. Schon beeindruckend wie es sich quasi aus dem Nichts unweit der K\u00fcste bis fast auf 3.000 m erhebt. Damals waren meine Reiseabsichten aber andere gewesen und eine Besteigung nicht vorgesehen.<br><br>Bei meinen Recherchen vor Ort war ich fast ausschlie\u00dflich auf Touren gesto\u00dfen die aus Richtung Litochoro (\u039b\u03b9\u03c4\u03cc\u03c7\u03c9\u03c1\u03bf) starteten und eine \u00dcbernachtung in der H\u00fctte Refuge \u201eA\u201c (\u03a3\u03a0. \u0391\u0393\u0391\u03a0\u0397\u03a4\u039f\u03a3) vorsahen. Allerdings war mir auf der Karte die Christakis Hut (\u039a\u0391\u039b. \u03a7P\u0399\u03a3\u03a4\u0391\u039a\u0397 aufgefallen. Auf der Karte sah es so aus, als wenn diese direkt mit dem Auto zu erreichen sei. Allerdings war im Internet hier\u00fcber nichts zu finden. Also blieb mir nicht anderes \u00fcber, als es auf einen Versuch ankommen zu lassen. Ich fuhr das Olymp Massiv also von Westen an. Im Ort Kilivia (\u039a\u03b1\u03bb\u03cd\u03b2\u03b9\u03b1) sollte die Stra\u00dfe zur H\u00fctte beginnen. Erstaunlicherweise hatte mein Navi diese Piste sogar verzeichnet. Allerdings traute ich ihm auch hier nicht so recht. Vielleicht sollte ich meine Einstellung diesbez\u00fcglich mal \u00fcberdenken.<br><br>Zu Beginn der Piste war die H\u00fctte sogar ausgeschildert. An einer Abzweigung musste ich einmal fragen, da ich etwas unsicher war. Der Rest der Piste war eigentlich eindeutig. Es ging steil bergauf. 18,5 km ohne Asphalt sollten vor mir liegen. Da es teils \u00fcber Schotter bzw. Ger\u00f6ll ging und dabei die Piste immer wieder direkt am steilen Abhang entlang f\u00fchrte, w\u00fcrde ich jeden von einer Befahrung ohne Allrad abraten. Auch ist bei einigen Passagen auch hier wieder ein mehr an Bodenfreiheit fast schon ein Muss. Nach mehr als einer Stunde erreichte ich die H\u00fctte auf 2.450 m H\u00f6he. Es war eine unbewirtschaftete Selbstversorgerh\u00fctte.<br><br>Da es auf Grund meiner z\u00e4hen Anreise von Mazodonien aus bereits Abend war. Erkundigte ich lediglich kurz das direkte Gebiet um die H\u00fctte bevor ich mir den Bauch vollschlug und mich im Auto in meinen Schlafsack einrollte. Die Nacht war st\u00fcrmisch aber nicht ganz so kalt wie ich bef\u00fcrchtet hatte.<br><br>Am n\u00e4chsten Morgen ging es nach einem kurzen Fr\u00fchst\u00fcck auf zu den G\u00f6ttern. Ich brach bereits gegen 7 auf. Es ging von der H\u00fctte aus Richtung S\u00fcdosten, aus dem \u201eTalkessel\u201c bis kurz unter den Kamm (ca. 2.700 m) in Anschluss ging es, nun bereits im Schein der Morgensonne, gen Osten auf den Kamm hoch. Selbst auf dem Kamm war mir der weitere Weg nicht so ganz klar. Einzigst der Skolio war linker Hand zu sehen. Von meinen anderen Zielen (Skala \u2013 2.866 m und Mitikas) war nichts zu erkennen. Also ging es als erstes auf den Skolio (\u03a3\u03ba\u03bf\u03bb\u03b9\u03bf &#8211; 2.905 m). Bis hierher brauchte ich knapp 75 min. Die Aussicht vom Gipfel war beindruckend. Man konnte nun sowohl den Skala als auch den Mitikas sehen. Allerdings schreckte mich der Wegverlauf vom Skala zum Mitikas mehr als ab. Da will ich r\u00fcber? Ich nahm von der Idee in diesem Augenblick Abstand und beschloss lediglich noch den Skala zu besteigen. Der weitere Weg sah mir aus der Ferne einfach zu heikel aus. Vom Erreichen des Kamms an wehte ein starker, eisiger Wind. Ich hatte nun sogar meine Handschuhe angezogen. Der Weg zum Skala war ein Spaziergang es galt nur ein wenig ab- und wieder aufzusteigen. Auf dem Skala (\u03a3\u03ba\u03ac\u03bb\u03b1 \u2013 2.866 m) angekommen wollte ich zumindest ein St\u00fcck in Richtung Mitikas gehen. Es sah von hier nicht mehr ganz so dramatisch aus.<br><br>Als erstes galt es in eine Rinne ca. 50 m abzusteigen. Es ging, wie auch den restlichen Weg teils \u00fcber gestuften Felsen, teils \u00fcber Schutt. Nach der Rinne ging es zu einem Vorgipfel steil hinauf. Im Anschluss folgte eine kleine Kletterpartie, hier ist sogar ein Stahlseil gespannt, bevor es ein letztes Mal wieder ein kleines St\u00fcck abw\u00e4rts geht und dann \u00fcber einen letzten Schlussanstieg hinauf zum h\u00f6chsten Punkt Griechenlands. Der Weg vom Skala zum Mitikas (\u039c\u03cd\u03c4\u03b9\u03ba\u03b1\u03c2 \u2013 2.918 m) war ein reiner Genuss. Es gab die ein oder andere Stelle wo sich ein spektakul\u00e4rer Blick ins Tal bot. Probleme hatte ich mit dem Weg keine und ich h\u00e4tte es bereut, h\u00e4tte ich fr\u00fcher abgebrochen.<br>Von der H\u00fctte bis zum Gipfel brauchte ich im entspannten Tempo und mit etlichen Fotopausen lediglich 2,5 Std. Da ich recht fr\u00fch unterwegs war, konnte ich den Gipfel sogar eine Zeitlang v\u00f6llig allein genie\u00dfen. Der Blick reichte hierbei sogar bis zum Meer. So blieb ich einige Zeit bei strahlendem Sonnenschein, bevor ich mich wieder auf den R\u00fcckweg machte. Ich beging diesen Teil mit Helm. Bis auf 2 gef\u00fchrte Gruppen (eine aus der T\u00fcrkei die andere aus Brasilien wie ich erfuhr) war kaum jemand mit Helm unterwegs. Sogar Leute mit Turnschuhen traf man. Letztendlich muss es ein jeder f\u00fcr sich selber entscheiden. Auf Grund des Ger\u00f6lls auf dem Weg w\u00fcrde ich immer wieder mit Helm unterwegs sein. Ich habe es selbst erlebt wie schnell jemand vor einem Ger\u00f6ll ausl\u00f6sen kann.<br><br>Am Skala legte ich nochmals eine ausgiebige Pause ein. Insgesamt war es nun um die Mittagszeit und es waren viele Leute unterwegs. Im Anschluss ging es ganz entspannte zur\u00fcck zu meinem Ausgangspunkt. Hier genehmigte ich mir noch ein Mittagsmal bevor es dann wieder auf Piste zur\u00fcck in die Zivilisation ging. Ich denke ich habe einen tollen Ausgangspunkt f\u00fcr die Besteigung des h\u00f6chsten Griechen entdeckt. Zudem ist die H\u00fctte ein toller Ausgangspunkt f\u00fcr noch viele weitere Touren.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_5_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Leider galt es nun f\u00fcr mich Abschied von den Bergen zu nehmen. Ich hatte leider keine F\u00e4hre von Griechenland nach Italien im Voraus gebucht. Und musste feststellen, dass der Wunsch Auto und Kabine nur noch bereits diesen Donnerstag m\u00f6glich w\u00e4re oder erst Ende der n\u00e4chsten Woche wieder. Es war einfach Hochsaison. Also fuhr ich bereits heute weiter nach Igoumenitsa und verbrachte hier noch 2 sch\u00f6ne Tage am Strand und mit schwimmen, schnorcheln und relaxen bevor es \u00fcber Nacht nach Italien ging.&nbsp;<br><br>Urspr\u00fcnglich hatte ich \u00fcberlegt noch einen erneuten Abstecher nach San Marino zu unternehmen. Letztendlich entschied ich mich dann doch f\u00fcr die direkte Fahrt an die deutsche Ostseek\u00fcste. Zum einen legte die F\u00e4hre in Igoumenitsa bereist 2 Std. sp\u00e4ter als geplant ab. In Ancona fuhr ich ganze 3,5 Std. sp\u00e4ter von Bord. Aber das war nicht der Hauptgrund vielmehr waren es die 42 Grad im Schatten die noch um 18:00 Uhr herrschten. Dies ist jetzt nicht gerade meine Wohlf\u00fchltemperatur f\u00fcr St\u00e4dtesightseeing.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_6_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beograd \/ Belgrad (SRB) Im Sommer 2017 war mal wieder eine Reise auf den Balkan geplant. Es sollte aber kein Strandurlaub werden, jedenfalls nicht zu Beginn, sondern es sollte in die tolle Berglandschaft gehen. Als Ziel hatte ich mir dieses Mal Bulgarien, Mazedonien und Griechenland ausgesucht. Die Anreise war in diesem Jahr eine wahre Geduldsprobe. 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