{"id":2136,"date":"2024-10-12T15:23:40","date_gmt":"2024-10-12T13:23:40","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/?page_id=2136"},"modified":"2026-06-09T17:45:13","modified_gmt":"2026-06-09T15:45:13","slug":"liechtenstein","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/index.php\/reisen\/liechtenstein\/","title":{"rendered":"Liechtenstein"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Die Idee nach Liechtenstein zu reisen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Urspr\u00fcnglich war f\u00fcr 2018 eine Tour nach Andorra und die Sierra Nevada geplant. Die Ziele sollten unter anderem der&nbsp;Comapedrosa&nbsp;und der Mulhac\u00e9n werden. Insgesamt hatte ich daf\u00fcr 4 Wochen vorgesehen. Im Juli wurde aber recht spontan ein 2w\u00f6chiger Familienurlaub in Finnland eingeschoben. Na gut, die geplante Tour lie\u00dfe sich auch in 2 Wochen realisieren. Leider musste mein Wagen noch unplanm\u00e4\u00dfig in die Werkstatt und so blieb im August nur noch 1 Woche \u00fcber. Die Sierra Nevada wurde nun schon mal wieder auf die Liste der Pl\u00e4ne geschoben. Aber Andorra lie\u00dfe sich auch in einer Woche umsetzen. Allerdings schreckte mich die Anreise ab. So dass ich vor lauter Verzweiflung selbst die Anreise mit dem Zug, Bus oder Flugzeug in Erw\u00e4gung zog.<br><br>Start der Tour sollte von Donnerstag auf Freitagnacht sein. Mittwochabend plante ich komplett um und suchte ein reizvolles Ziel was n\u00e4her lag. Nach etlichem Suchen kam ich auf Liechtenstein und die Grauspitz als Bergtour. \u00dcber diesen Gipfel hatte ich bisher nur wenig gelesen. Im&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.hikr.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hikr.org<\/a>&nbsp;Forum fand man nur wenige Touren und es wurde von unmarkierten Pfaden berichtet. Das klang doch sehr reizvoll. Zu dem sollte die H\u00f6he mit 2.599 m auch f\u00fcr mich als K\u00fcstenbewohner ohne Vorbereitung machbar sein. Das Ziel war also gefunden!<br><br>Am Donnerstag ging es noch schnell zu&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.mapfox.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mapfox.de<\/a>&nbsp;in Kiel, mittlerweile dem Kartenladen meines Vertrauens. Hier konnte ich sogar eine Karte von Liechtenstein im Ma\u00dfstab 1:50.000 auf Lager erhalten. Am Freitagmorgen ging es gegen 3:30 Uhr auf die knapp 1.000 km lange Strecke. Die Tour verlief v\u00f6llig stau frei und ich kam am Nachmittag im F\u00fcrstentum an.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Ein nasser Start<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Mein Ziel, der&nbsp;Grauspitz,&nbsp;ist mit 2599 Metern der h\u00f6chste Berg des&nbsp;F\u00fcrstentums Liechtenstein. Der Doppelgipfel des Grauspitz besteht aus Hintergrauspitz (2574&nbsp;m), auch&nbsp;Schwarzhorn&nbsp;genannt, und Vordergrauspitz (2599&nbsp;m). Er geh\u00f6rt zum Gebirge&nbsp;R\u00e4tikon&nbsp;und befindet sich auf der Grenze zum&nbsp;Schweizer&nbsp;Kanton Graub\u00fcnden. Die Besteigung kann sowohl von der Schweizer Seite als auch von Liechtenstein erfolgen. Mein Plan war, von Steg in Liechtenstein aufzusteigen. So parkte ich am Stausee (G\u00e4nglesee) in Steg. Nach einem Abendmahl ging es bald schon in den Schlafsack. Am n\u00e4chsten Morgen sollte die Tour zeitig starten.<br><br>Gegen 6:00 Uhr ging der Wecker. Es hatte seit meiner Ankunft durchweg geregnet. Nun regnete es immer noch und der Wetterbericht versprach f\u00fcr heute keine Besserung. So blieb ich im Schlafsack liegen und drehte mich wieder um. Bei den Sichtbedingungen machte die Tour keinen Sinn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ich verbachte den Vormittag mit fr\u00fchst\u00fccken und lesen. Schaute mir noch den heutigen Almabtrieb an und entschied meine Tour mit \u00dcbernachtung auf der&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.alpenverein.li\/H%C3%BCttenundWege\/Pf%C3%A4lzerh%C3%BCtte.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pf\u00e4lzer H\u00fctte<\/a>&nbsp;doch zu realisieren. So brach ich gegen 14:00 Uhr auf und folgte die erste Zeit den Fahrweg durchs Val\u00fcna. Leider war von der Umgebung nicht wirklich viel zu sehen. Im Naaftal hatte ich dann sogar Schwierigkeiten dem Wegverlauf zu folgen. Nach etwas \u00fcber 2 Stunden und ziemlich durchn\u00e4sst erreichte ich die Pf\u00e4lzer H\u00fctte. Ein Schlafplatz war heute auch ohne Reservierung zu bekommen.<br><br>Es wurde ein netter und geselliger Abend mit neuen Bekannten, gutem Essen und das ein oder andere Bier. Das Wetter drau\u00dfen lie\u00df sich ja eh nicht beeinflussen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Besteigung der Grauspitz &#8211; zum Teil<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen schien die Sonne und die Umgebung war beeindruckend. Leider zogen immer wieder Wolken auf, die die Umgebung erneut in einen Schleier h\u00fcllten. Versuchen wollte ich die Tour trotzdem. Robert und Marc, zwei neue H\u00fcttenbekanntschaften, wollten urspr\u00fcnglich die Tour ebenfalls machen. Sie entschieden sich aber bei den Bedingungen lediglich den Naafkopf zu besteigen. So machte ich mich nach dem Fr\u00fchst\u00fcck allein auf den Weg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Meine Route f\u00fchrte mich als erstes wieder zur\u00fcck in Richtung Steg bis ins Naaftal. Aber das Gl\u00fcck wollte es, dass ich beim Abstieg Katja und Klemens traf. Die Beiden waren auf&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.seven-summits-der-alpen.de\/konzepte\/hoechste-gipfel-der-alpen\/die-sieben-gipfel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seven European Summits<\/a>&nbsp;Jagd und hatten heute das selbe Ziel. Katja hatte sogar einen Track f\u00fcr unsere Tour auf dem Handy. Dies sollte uns heute einige Male das Suchen erleichtern.<br><br>Zwischen 1.700 m und 1.800 m biegt der westw\u00e4rts verlaufende Weg in einem 90\u00b0 Bogen nach Norden ab. Kurz dahinter, in Richtung Steg, steht ein Wegweiser wo es nach Westen u.a. zum Rappastein geht. Genau an dieser Biegung folgt man aufsteigend dem eingeschnittenen Bach in s\u00fcdlicher Richtung auf einer Pfadspur. Wir gingen jedoch etwas oberhalb in Richtung des Baches und ersparten uns so ein paar H\u00f6henmeter Ab- und Aufstieg. Wir folgten aufsteigend dem Bach und \u00fcberquerten diesen im oberen Verlauf. Anschlie\u00dfend ging es nach S\u00fcden wo wir bald erneut auf Pfadspuren stie\u00dfen. Diesen folgten wir nun steiler aufsteigend bis zur Scharte auf dem Grat namens Ijesf\u00fcrggli (2.348 m). Kurz vor dem Grat entdeckten wir eine Gruppe von 5-6 Steinb\u00f6cken. Auf Grund des Nebels bzw. der Wolken, in denen wir uns mittlerweile befanden war das Fotografieren der Steinb\u00f6cke etwas schwieriger. Ich wechselte daher das Objekt an meiner Kamera. Leider war ich dabei mehr als unvorsichtig und mein Rucksack trat allein den R\u00fcckweg an. Zum Gl\u00fcck fing er sich nach einer schier endlosen Zeit und blieb ein ganzes St\u00fcck von unserem aktuellen Standort liegen. So machte ich an diesem Tag noch einige zus\u00e4tzliche H\u00f6henmeter im Ab- und Aufstieg. Zum Gl\u00fcck ging bei diesem Missgeschick lediglich eine Tasse verloren.<br><br>Der weitere Weg war nicht schwer auszumachen. Es ging immer auf bzw. knapp nordwestlich neben dem Grat entlang. Leider war die Sicht weiterhin nicht wirklich gut. Es zog jedoch immer noch mal auf und wir konnten direkt zu Beginn des Schlussanstieges einen Blick auf das Gipfelkreuz auf Hinter Grauspitz \/ Schwarzhorn werfen.&nbsp;&nbsp;Nach einem kurzen Fotoshooting an der Madonna ging es an die Besteigung des Gipfels. Aussicht hatten wir mittlerweile leider nicht mehr. Auch sollte dies leider bis zum Abstieg ins Tal so bleiben. Wir genossen trotzdem den Moment am Gipfel auf 2.574 m H\u00f6he. An diesem Tag waren wir nicht die ersten auf dem Gipfel, wie uns das Gipfelbuch verriet. Auch wenn wir bis hierhin niemanden trafen.<br><br>Katja und ich machten uns auf, zumindest den \u00dcbergang auf dem Grat zu unserem eigentlichen Ziel, Vordere Grauspitz, zu versuchen. Mit etwas Kletterei schafften wir knapp 200 m bevor es recht steil nach unten ging. Aber auch hier w\u00e4re es durchaus machbar gewesen. Da wir aber nicht ansatzweise den weiteren Verlauf erkennen konnten, auch vom Gipfel nichts zu erkennen war, brachen wir unser Vorhaben ab. Mir fiel diese Entscheidung nicht leicht und Katja ging es nicht anders. Aber bei den Bedingungen war dies die einzig richtige Entscheidung. Die Alternative vom Schwarzhorn etwas abzusteigen und diesen s\u00fcdlich \u00fcber ein Ger\u00f6llfeld zu umgehen um dann auf den Grat zwischen beiden Gipfeln wieder aufzusteigen, war heute auf Grund der mangelnden Sicht ebenfalls mehr als t\u00f6richt gewesen. So blieb uns nichts weiter \u00fcber, als den R\u00fcckzug anzutreten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Als wir aufbrechen wollten kam noch ein Paar am Gipfel an. Sie wollten ebenfalls weiter zum Nachbargipfel, ob sie es wirklich versucht haben bzw. geschafft haben, haben wir nicht mehr mitverfolgt. Wir machten uns an den Abstieg. Als wir am Grat ankamen konnten wir noch eine Gruppe von Schneeh\u00fchnern (?) erblicken. Was es tats\u00e4chlich waren, dar\u00fcber war sich unsere Gruppe nicht ganz einig. Beim Abstieg vom Ijesf\u00fcrggli ins Naaftal kam uns noch einen junges Paar entgegen. Katja und Clemens hatten die beiden vor kurzer Zeit am Gran Paradiso, dem mit 4.061 m h\u00f6chsten Berg Italiens, getroffen. Die Beiden waren ebenfalls Seven European Summits J\u00e4ger, allerdings mit dem Ziel das Projekt innerhalb von 7 Wochen zu realisieren. Am gestrigen Tag mussten Sie beim Versuch die Dufourspitze, mit 4.634 m h\u00f6chste Erhebung der Schweiz, zu besteigen kurz vor dem Gipfel wegen Neuschnees abbrechen. Heute sollte es also auf die Grauspitz als Alternative gehen. Das nenne ich mal ambitioniert!<br><br>F\u00fcr uns ging es nun entspannt zur\u00fcck nach Steg. Von hier fuhr ich Katja und Clemens noch in den Nachbarort Malbun, von wo aus die Beiden gestartet waren. Ich fuhr an diesem Nachmittag noch zum Fu\u00df der Zugspitze, meinem n\u00e4chsten Ziel. Auf dem Weg dorthin kehrte ich aber in \u00d6sterreich noch ein und lie\u00df es mir richtig schmecken. Eines stand auf jeden Fall fest, ich werde nach Liechtenstein f\u00fcr zumindest eine weitere Bergtour zur\u00fcckkommen!<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Idee nach Liechtenstein zu reisen Urspr\u00fcnglich war f\u00fcr 2018 eine Tour nach Andorra und die Sierra Nevada geplant. Die Ziele sollten unter anderem der&nbsp;Comapedrosa&nbsp;und der Mulhac\u00e9n werden. Insgesamt hatte ich daf\u00fcr 4 Wochen vorgesehen. Im Juli wurde aber recht spontan ein 2w\u00f6chiger Familienurlaub in Finnland eingeschoben. 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