{"id":2102,"date":"2024-10-12T12:18:51","date_gmt":"2024-10-12T10:18:51","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/?page_id=2102"},"modified":"2026-06-09T18:26:30","modified_gmt":"2026-06-09T16:26:30","slug":"zugspitze-2018","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/index.php\/reisen\/zugspitze-2018\/","title":{"rendered":"Zugspitze (2018)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">vom Eibsee \u00fcber den Stopselzieher<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Nachdem die Besteigung des h\u00f6chsten Berges in Liechtenstein nicht wirklich gegl\u00fcckt war, sollte zumindest ein Erfolg her. Ich ging auf Nummer sicher und w\u00e4hlte als n\u00e4chstes einen Gipfel der auf gut markierten Pfaden zu erreichen sein sollte, die Zugspitze. Von Liechtenstein war der Fu\u00df des Berges in 2,5 \u2013 3 Stunden mit dem Auto zu erreichen. So machte ich mich am Abend auf und kehrte in \u00d6sterreich noch zu einem leckeren Abendessen ein.<br><br>Am n\u00e4chsten Morgen parkte ich etwas vor dem Eibsee auf einem kostenfreien Parkplatz. Die 14,00 EUR Parkgeb\u00fchr pro Tag am Eibsee waren mir f\u00fcr meine Tour doch etwas zu happig.<br><br>Nat\u00fcrlich wollte ich die Zugspitze nicht mit der Seil- oder Zahnradbahn erklimmen, sondern zu Fu\u00df. Ich war guter Dinge, da mir die gestrige Tour in Liechtenstein konditionell nicht viel abverlangte. Das ich irrte, sollte ich noch im Laufe des Tages merken.<br><br>F\u00fcr die Besteigung hatte ich mir die Route \u00fcber die Wiener Neust\u00e4dter H\u00fctte und den Klettersteig \u201eStopselzieher\u201c ausgesucht.<br><br>Von Eibsee ging es kurz nach 8 Uhr dem Wegweiser Riffelriss folgend auf nettem Bergpfad durch den Vorderen und Hinteren Zugwald bis zur Grenze. Hier erfolgte recht unspektakul\u00e4r der Grenz\u00fcbertritt nach \u00d6sterreich. Bald schon blieben die B\u00e4ume hinter mir und es tat sich eine gro\u00dfe Ger\u00f6llhalde auf. Diese galt es nun auf einem stetig ansteigenden Pfad zu queren. Wenig sp\u00e4ter l\u00e4uft man unter der Tiroler Zugspitzbahn, welche von Ehrwald hinauff\u00fchrt, durch. Von nun war die Bahn ein st\u00e4ndiger Begleiter des weiteren Weges.<br><br>Nach ca. 4,5 Stunden erreichte ich die Wiener Neust\u00e4dter H\u00fctte auf 2.209 m. Bisher traf ich nur eine Handvoll Leute. Ein Weg ganz nach meinem Geschmack. An der H\u00fctte legte ich eine etwas l\u00e4ngere Rast ein. Bis hierher lie\u00df ich es entspannt angehen und war auch nicht allzu geschafft. Hatte aber auch etliche Pausen zum genie\u00dfen der Aussicht und zum Fotografieren eingelegt. Das Wetter lie\u00df tolle Ausblicke zu. Von der H\u00fctte versuchte ich den Verlauf des nun anstehenden Klettersteiges auszumachen. Das war nicht ganz leicht. Eine grobe Ahnung ergab sich aber durchaus.<br><br>Nun machte ich mich als n\u00e4chstes auf zum Fu\u00df der finalen \u201eWand\u201c. Hierher ging es ebenfalls wieder \u00fcber ein Ger\u00f6llfeld. Die Geb\u00e4ude auf dem Gipfel waren bereits gut zu erkennen.<br><br>Der nun anstehende Klettersteig verlangte von mir, zumindest im letzten Teil, konditionell fast alles ab. Leider zogen bald Wolken auf und die Aussicht wurde mehr als bescheiden. Ich beging den Klettersteig ungesichert. Ein Klettersteigset k\u00f6nnte hier aber f\u00fcr Unge\u00fcbte durchaus sinnvoll sein. Aus meiner Sicht zwingend sollte man einen Helm aufsetzen um evtl. Steinschlag von vorausgehenden unbeschadet zu \u00fcberstehen. Dies ist aber bereits am ersten Ger\u00f6llfeld vor der Wiener Neust\u00e4dter H\u00fctte sinnvoll.<br>Insgesamt ist der Klettersteig gut begehbar und die Wegf\u00fchrung selbst bei Nebel gut zu erkennen. Kurz vor erreichen des Grates galt es nochmals Ger\u00f6ll zu durchlaufen.<br><br>Erst zum Schluss des Klettersteiges traf ich wieder auf Leute. Diese waren dabei hier\u00fcber abzusteigen. Nun galt es nochmals die letzten Reserven zu mobilisieren und das Gipfelplateau zu erreichen. Hier kam ich gegen 16:30 Uhr an. Die letzte Bahn war kurz vor der Abfahrt und somit die Tagestouristen schon wieder weg. Perfekter kann es gar nicht sein. Ich hatte ja eh von vornherein geplant auf dem Gipfel zu \u00fcbernachten. Schade nur, dass die Sicht bis zu meinem Abstieg nur noch einmal kurz aufrei\u00dfen sollte.<br><br>Check In in der h\u00f6chsten H\u00fctte Deutschlands, dem M\u00fcnchner Haus, ist ab 15:00 Uhr jeweils immer zur vollen Stunde. Ordnung muss halt sein. Nat\u00fcrlich erklomm ich bereits kurz nach meiner Ankunft den wahren Gipfel der Zugspitze. Das hierher ein etwas anspruchsvoller Steig f\u00fchrt, war mir vorher gar nicht so bewusst. F\u00fcr mich recht gut zu meistern, von den etwas weichen Knien auf Grund des doch erheblichen Talblickes mal abgesehen.<br><br>Im Anschluss wurde der Bauch im \u201eBergrestaurant\u201c vollgeschlagen und in erneut mehr als gem\u00fctlicher Runde neue Bekanntschaften geschlossen. Bereits vor 21 Uhr ging es nach dieser anstrengenden Tour f\u00fcr mich ins Bett. Wirklich gut schlafen konnte ich nicht. Ich war mehr wach als alles andere und war am n\u00e4chsten Tag etwas ger\u00e4dert. Wahrscheinlich lag es auch etwas an der H\u00f6he im h\u00f6chsten Bett Deutschlands. Wobei ich weder \u00dcbelkeit noch Kopfschmerzen hatte.<br><br>Am n\u00e4chsten Morgen fr\u00fchst\u00fcckte ich noch bevor ich mich mit einigen Mitstreitern nochmals zum Gipfelkreuz aufmachte. Hier galt es noch die obligatorischen Gipfelfotos zu schie\u00dfen.<br><br>Inzwischen trafen auch die ersten Bergg\u00e4nger des Tages ein. Eine Zweiergruppe hatte meine Route vom Vortag gew\u00e4hlt und war noch im Dunkeln am Eibsee gestartet. Allerdings ben\u00f6tigten sie nach eigenen Aussagen lediglich 3 Stunden f\u00fcr die 12 km lange Strecke. Respekt, wenn man noch die 2.000 H\u00f6henmeter ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Mein R\u00fcckweg ging \u00fcber den Gratweg und einem weiteren Ger\u00f6llhang bis zur Sonn Alpin (2.589 m). Von hier fuhr ich mit der Zahnradbahn zur\u00fcck zum Eibsee.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom Eibsee \u00fcber den Stopselzieher Nachdem die Besteigung des h\u00f6chsten Berges in Liechtenstein nicht wirklich gegl\u00fcckt war, sollte zumindest ein Erfolg her. Ich ging auf Nummer sicher und w\u00e4hlte als n\u00e4chstes einen Gipfel der auf gut markierten Pfaden zu erreichen sein sollte, die Zugspitze. 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