{"id":1577,"date":"2024-10-11T18:53:26","date_gmt":"2024-10-11T16:53:26","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/?page_id=1577"},"modified":"2026-06-07T15:53:52","modified_gmt":"2026-06-07T13:53:52","slug":"balkan-2022","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wordpress.p178985.webspaceconfig.de\/index.php\/reisen\/balkan-2022\/","title":{"rendered":"Balkan 2022"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">In die Berge Sloweniens<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Erst vor ein paar Wochen war ich in Schwedisch-Lappland gewesen. Damals habe ich es bis auf den Sydtoppen des Kebnekaise geschafft. Aber die Sturmb\u00f6en lie\u00dfen die Besteigung des Nordgipfels nicht zu. War das die Grundlage f\u00fcr die neue Idee?<br><br>Der Triglav stand schon l\u00e4nger auf meiner Liste. Aber irgendwie kamen immer andere reizvolle Bergziele dazwischen und so wurde, wenn, Slowenien in den letzten Jahren lediglich als Transitland genutzt. Nun sollt es anders sein!<br><br>Nach einem leckeren Fr\u00fchst\u00fcck beim franz\u00f6sischen B\u00e4cker in Kiel, im Hohen Norden Deutschlands, machte ich mich auf den Weg in den S\u00fcden. Ich hatte 1, maximal 2 Wochen Zeit im Gep\u00e4ck. Viel mehr stand bei meiner Abfahrt eigentlich noch nicht fest. Na ja, ganz so spontan war es auch nicht. Immerhin wusste ich bereits, dass ich den Gipfel von Norden besteigen wollte. Somit war mein Ziel die kleine Ortschaft Mojstrana, unmittelbar am s\u00fcdlichen Ausgang des Karawankentunnels gelegen. Hier kam ich an, als es bereits dunkel war. Immer noch schwankte ich bzgl. meines Ausgangsortes. Die meisten Tourenberichte starteten vom Aljazev dom auf 1.015 m H\u00f6he. Aber ich bin eigentlich ein Freund der etwas ruhigeren Wege. Hier war mir bereits im Vorwege das Kot Tal, das direkte Nachbartal, aufgefallen. Es gab hierzu nur wenige Tourenberichte. Das entsprach doch sehr meinem Geschmack. Also ging es in Mojstrana in Richtung Zg. Radovna. Kurz vor dem Ort verlie\u00df ich die Asphaltstra\u00dfe in Richtung SW. Hier ist auch ein Schild mit dem Hinweis KOT angebracht. Ich hoppelte auf einer recht gut befahrbaren Piste ca. 3.5 km bis zum Ende des Weges. Am Pistenende standen einige PKWs. Ich parkte und machte es mir im Auto bequem und schlief recht schnell ein. Die Nacht war ruhig. Da ich am n\u00e4chsten Tag lediglich den Zustieg zur direkt am Triglav gelegenen H\u00fctte Triglavski Dom geplant hatte, lie\u00df ich es entspannt angehen. Packte in Ruhe meine Sachen zusammen und fr\u00fchst\u00fcckte noch gem\u00fctlich. Gegen 7:30 Uhr wanderte ich auf 920 m H\u00f6he los, immer weiter bzw. h\u00f6her in das Tal hinein. Im Norden im Zug des Vrbanova spica mit seinen Ausl\u00e4ufern und im S\u00fcden der m\u00e4chtige Rjavina. Eine imposante Kulisse.<br>Mein erstes geplantes Etappenziel, Dom Valentina Stanica, war mit 4 h Stunden angegeben. Der Weg ist bestens mit roten Strichen bzw. Punkten markiert. Anfangs geht der Weg stetig H\u00f6he gewinnend noch durch einen Wald und ein paar Stellen sind mit Stahlseilen gesichert. Die es bei trockenen Bedingungen aber eigentlich nicht ben\u00f6tigt. Schon sehr bald werde ich aber eine gro\u00dfe Dankbarkeit bzgl. der Stahlseile versp\u00fcren.<br><br>Im weiteren Verlauf geht es dann noch \u00fcber gro\u00dfes bzw. ausgedehntes Schutt- bzw. Ger\u00f6llfeld, bevor man den markanten Felsen namens \u201eDebeli Kamen\u201c bei ca. 1.850 m H\u00f6he passiert. Bzw. eher die markante Felsenmurmel.<br><br>Hier versuchte ich dann telefonisch ein Bett im Triglavski Dom zu reservieren. Ich hatte im Internet gelesen, dass dies m\u00f6glich w\u00e4re. Leider wurde das am Telefon verneint und ich wurde darauf hingewiesen, online zu buchen. Das versuchte ich dann auch, jedoch l\u00e4sst das Buchungsformular eine Buchung f\u00fcr den gleichen Tag nicht zu. Daraufhin rief ich nochmals in der H\u00fctte an. Allerdings teilte man mir nun mit, dass wenn es online nicht ginge, kein Bett mehr frei sei. Mein Einwand, dass es noch online 1 verf\u00fcgbares Bett gebe, wurde ignoriert.<br><br>Nun galt es eine Entscheidung zu treffen. Entweder auf gut Gl\u00fcck zur H\u00fctte oder aber Plan B. Ich entschied mich, mein Gl\u00fcck an meinem Zwischenziel, der H\u00fctte Valentina Stanica zu versuchen und evtl. dort zu \u00fcbernachten. So musste ich aber meinen Gedanken, auf dem Triglav den Sonnenaufgang zu erleben, bei Seite schieben, denn eine weitere zus\u00e4tzliche Stunde im dunkel durch unbekanntes Gel\u00e4nde zu wandern wollte ich dann doch nicht. Nun aber weiter der Reihe nach bzw. dem Weg nach. Bei ca. 2.000 m H\u00f6he ist man endg\u00fcltig aus dem Tal gestiegen und man befindet sich unterhalb des Trichter Pekel welcher von hier gesehen sich SW befindet. Hier ergeben sich f\u00fcr mich dann auch 2 sehr interessante R\u00fcckwege. Von der H\u00fctte Valentina Stanica kann man entweder \u00fcber die interessanten Klettersteige \u00fcber die Vrbona spica oder \u00fcber den Rjavina steigen und kommt an diesem Punkt auf ca. 2.000 m H\u00f6he wieder raus. Das speichere ich mir doch schon mal ab.<br><br>Nach einer weiteren knappen Stunde erreiche ich Punkt 12 Uhr die H\u00fctte auf 2.332 m H\u00f6he. Die Bettenreservierung ist reine Formsache und ich buche mich f\u00fcr einen kleinen Aufpreis in ein 5 Bett Zimmer ein.<br><br>Der Tag ist nun noch recht jung und nach einem k\u00fchlen Radler geht es f\u00fcr mich noch auf den unweit gelegenen 2.461 m hohen Hausberg namens Begunski vrh. Hier genie\u00dfe ich die Weit- und Talblicke. Leider bleibt der Gipfel des Triglav vorerst von Wolken umh\u00fcllt. Auch besteht ein ernstes Gewitterrisiko, was gr\u00f6\u00dfere Ausfl\u00fcge in die Umgebung unterbindet. So bleibt viel Zeit auf der Terrasse der H\u00fctte. Mit mir sind noch 3 deutsche Wanderer mit Bergf\u00fchrer und 3 Australier mit einem einheimischen Bergf\u00fchrer auf der H\u00fctte. Am Abend durfte ich dann feststellen, dass ich das gro\u00dfe Gl\u00fcck hatte, mein gebuchtes 5 Bettzimmer allein zu nutzen.<br><br>Mit der deutschen Gruppe checke ich immer wieder die Wettervorhersagen f\u00fcr den kommenden Samstag. Es sind Gewitter angesagt, die Zeit des Beginns schwankt zwischen 9:00 und 10:00 Uhr. So beschlie\u00dfen wir, genau wie der einheimische Bergf\u00fchrer mit seinen G\u00e4sten, im Dunkeln zu starten. Entscheiden werden wir dann endg\u00fcltig am Triglavski dom oder zur Not auch noch am Mali Triglav ob das Wetter eine Gipfelbesteigung zul\u00e4sst.<br><br>Der Abend ist gesellig, dass Radler und das Essen schmeckt und die Gespr\u00e4che lassen die Zeit verfliegen. F\u00fcr mich geht es irgendwann gegen 21:00 Uhr bereits ins Bett. Die Anfahrt steckt doch noch etwas in mir.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\" id=\"triglav\">Besteigung des Triglav<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen hatte ich mir den Wecker bereits um 4:40 Uhr gestellt. So blieb noch Zeit f\u00fcr ein M\u00fcsli. Fr\u00fchst\u00fcck gibt es in der H\u00fctte erst ab 6:30 Uhr. Irgendwer hatte am Vorabend Sandwiches bestellt. Und irgendwie fanden wir alle die Idee gut. So hatte jeder ein \u00fcppiges Sandwich erhalten und das H\u00fcttenpersonal konnte ausschlafen. Alle waren gl\u00fccklich!<br><br>Ich machte mich als erster um kurz nach 5 Uhr los. Der Weg zum Triglavski Dom war gut markiert und mit der Stirnlampe problemlos zu meistern. Es ging bis zum Kredarica auf 2.539 m hinauf und im Anschluss noch ein kleiner Abstieg zur auf 2.515 m H\u00f6he gelegenen H\u00fctte. Hier konnte ich auch mit vielen anderen den Sonnenaufgang bestaunen. Ein toller Anblick. Und auf der anderen Seite der Gipfel des Triglavs leider noch von Wolken umh\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">An der H\u00fctte g\u00f6nnte ich mir noch einen Kaffee, bevor ich mein Klettersteigset anlegte und mich auf den Weg zum Einstieg machte. Der Steig ist einfach nur sch\u00f6n und macht Spa\u00df. Einige Bergg\u00e4nger kommen bereits entgegen. Insgesamt ist der Andrang aber sehr verhalten gewesen. Der einheimische Bergf\u00fchrer mit seinen 3 G\u00e4sten aus Australien ist ein St\u00fcck vor mir. Ein ganzes St\u00fcck steige ich mit einem Bergsteiger aus Colorado auf.<br><br>Immer wieder verschwinden die Wolken und die Sonne l\u00e4sst den Gipfel des Triglav erstrahlen. Es ist einfach magisch. Mit vielen Fotopausen stehe ich um kurz nach 8:00 Uhr auf dem Gipfel. Mit mir sind gerade einmal eine handvolle andere Leute auf dem Gipfel. Ich genie\u00dfe das Wolkenspiel, die Sonne und die zeitweise fantastische Aussicht. Ich wei\u00df nicht genau wie lange ich am Gipfel verharre, aber es wird eine knappe Stunde gewesen sein.<br><br>Zur\u00fcck geht es auf demselben Weg. Am Triglavski Dom ist alles geschlossen. Kein Getr\u00e4nk erh\u00e4ltlich. Also geht es f\u00fcr mich wieder zur\u00fcck zu meiner Ausgangsh\u00fctte. Hier g\u00f6nne ich mir noch ein k\u00fchles Radler und koche mir ein eigenes Mittagsmahl.<br><br>Urspr\u00fcnglich wollte ich ja eine der beiden Klettersteige f\u00fcr den Abstieg w\u00e4hlen. Leider ziehen von Norden aber immer dunklere Wolken auf. Ein Blick auf den Wetterbericht l\u00e4sst die M\u00f6glichkeit f\u00fcr einen morgige Wetterbesserung zu nicht werden. Ich h\u00e4tte mich auch schwergetan, einen weiteren Nachmittag in der H\u00fctte zu verbringen. So beschlie\u00dfe ich direkt abzusteigen, auf dem schnellsten Weg.<br><br>Ab 2.000 m H\u00f6he begann dann das Ger\u00f6llfeld. Ich habe es mit jedem Schritt mehr und mehr gehasst. Und kaum war ich an der Baumgrenze angekommen, war das Gewitter und der Regen \u00fcber mir. Das schlimme am Regen war jedoch, dass die Steine die Konsistenz von Schmierseife annahmen. Und es war ein langer und steiniger Weg bis zum Auto zur\u00fcck. Ich glaube ich habe auf dem Abstieg auch das ein oder andere Mal geflucht.<br><br>Ziemlich durchn\u00e4sst kam ich dann am Auto an. Der Abstieg war nicht sch\u00f6n und ich musste auf einen der Klettersteige im oberen Bereich verzichten. Aber ich hatte einen Gipfelerfolg, einen Gipfel bei perfektem Wetter und den Triglav so leer wie wahrscheinlich nur sehr selten. Unser Plan zeitig zu starten war also vollkommen aufgegangen! Wenn das kein Grund zur Freude ist.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Kroatien<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Leider sollte das Wetter lt. Vorhersage auch in den n\u00e4chsten Tagen rund um den Triglav eher nass als wolkenlos sein. So beschloss ich, die Berge hinter mir zu lassen und mich auf ans Meer zu machen.<br><br>Auf meinem Weg fand ich einen sch\u00f6nen und ruhigen \u00dcbernachtungsplatz mitten in den Weinbergen Sloweniens mit einer gro\u00dfartigen Aussicht.<br><br>Am n\u00e4chsten Morgen ging es dann nach Kroatien. Mein erstes Ziel war der Limski Kanal oder auch Limski Fjord oder kurz die Limbucht. Der Kanal zieht sich knapp 10 km von der K\u00fcste in das Landesinnere. Urspr\u00fcnglich war dies ein Flussdelta. Aber der Fluss versickert nun bereits mehrere Kilometer flussaufw\u00e4rts im Talbereich. Zur\u00fcck geblieben ist nun diese Bucht. Auf Grund des geringen Salzgehaltes und der hohen Sauerstoffkonzentration des Brackwassers werden hier vor allem Muscheln und Austern gez\u00fcchtet.<br><br>Ich erkundete das S\u00fcdufer der Bucht. Entdeckte dabei alte Kirchen, eine Pferdezucht und immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die Bucht. Den Nachmittag verbrachte ich dann zwischen Rovinj und dem Limkanal am Strand. Einfach nur herrlich!<br><br>Am Abend buchte ich mich in einem sch\u00f6nen Appartement in Punat auf der Insel Krk f\u00fcr 3 N\u00e4chte ein. Auf Krk verbrachte ich bereits im Fr\u00fchjahr dieses Jahres einige Zeit und hatte schnell Gefallen an der Insel gefunden.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Otok Krk<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Bereits bei meinem Aufenthalt im Fr\u00fchjahr auf Krk habe ich etwas von einem Klettersteig bzw. von mehreren gelesen. Allerdings fand ich im Internet nichts dar\u00fcber. Auch konnte ich mir einen Klettersteig im eigentlichen Sinne auf der Insel nicht so ganz vorstellen. Kletterrouten schon. Davon gab es einige. Also beschloss ich beim Fr\u00fchst\u00fcck auf der Terrasse mit Blick aufs Meer der Sache einfach auf den Grund zu gehen.<br><br>Ich fuhr mit dem Auto nach Baska und hielt mich im Ort in Richtung Zarok. Hier parkte ich direkt am Strand. Mein Weg f\u00fchrte mich leicht H\u00f6he gewinnend immer an der K\u00fcste entlang. Am Abzweig \u201eIspod velog Gradaca\u201c folgte ich noch ein kurzes St\u00fcck der gr\u00fcnen Wegmarkierung. Direkt nach einem Gatter lie\u00df ich den Weg aber nach SO weiterlaufen und ich folgte hinter der Mauer dem Pfad nach NW. Ein Klettersteig war hier weit und breit nicht zu entdecken. Ich bin mir sicher, dass es einen solchen auf der Insel nicht gibt. Aber es gab griffige Felsen und Pfadspuren von Tieren. Mehr brauchte ich eigentlich nicht. Zur Sicherheit setzte ich meinen Helm auf. Es gab immer wieder loses Ger\u00f6ll und Gestein und wenn \u00fcber einem eine Ziege oder ein Schaf Steine ins Rollen bringt, ist ein Helm schon eine gute Versicherung.<br><br>Ich w\u00e4hlte eine ziemlich direkte Route zum 278 m hohen Gabar Gipfel. Auf meinem Weg genoss ich immer wieder die gro\u00dfartige Aussicht auf das Meer und Baska. Es war einfach nur traumhaft sch\u00f6n.<br><br>Vom Gipfel folgte ich dem offiziellen Weg \u00fcber den 220 m hohen Ljubimer bis zum 185 m hohen Bag. Weiter ging es dann weglos \u00fcber den Grat, bis ich dann kurz vor dem Einschnitt auf den Wanderweg durch Ger\u00f6ll abstieg. F\u00fcr mich ging es am Badestrand vorbei zum Leuchtturm Rt Skuljica. Hier machte ich eine etwas l\u00e4ngere Pause, bevor ich dem Wanderweg wieder ein St\u00fcck zur\u00fcck folgte und nach dem Einschnitt diesen direkt bis ans Meer ebenfalls weglos folgte. Von hier ging es f\u00fcr mich wieder weglos zur\u00fcck zum Bag Gipfel. Ab hier folgte ich dann dem offiziellen Wanderweg an der K\u00fcste entlang.<br><br>Insgesamt war es eine gro\u00dfartige Tour. Nicht sehr lang, aber mit tollen Ausblicken und bei bestem Wetter. Am Nachmittag tat ich es dann den meisten gleich und legte mich an den Strand und ging etliche Male im angenehm warmen Meer baden. Ein Tag ganz nach meinem Geschmack!<br><br>Am n\u00e4chsten Tag gab es dann f\u00fcr mich morgens nur einen kleinen Lauf und dann einen Strandtag in Punat. Auch der Folgetag lie\u00df mich lediglich die Inselseite wechseln. N\u00f6rdlich von Vrbnik hatte ich im Fr\u00fchjahr auf einer MTB Tour die Ruine Sv. Marek entdeckt. Und direkt hier lag einer der wenigen Sandstr\u00e4nde der Insel. Hier verbrachte ich dann einige Stunden am recht vollen Strand, bevor es f\u00fcr mich wieder zur\u00fcck in den Triglav Nationalpark ging.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.turm-krk.de\/uploads\/images\/qRgQOn6Abfi00QhdOUwnYg\/vodnik_baska_classicstopo.pdf\">https:\/\/www.turm-krk.de\/uploads\/images\/qRgQOn6Abfi00QhdOUwnYg\/vodnik_baska_classicstopo.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.turm-krk.de\/de\/aktivitaeten\/klettern?simMode=1\">https:\/\/www.turm-krk.de\/de\/aktivitaeten\/klettern?simMode=1<\/a><\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_3_placeholder\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size wp-block-paragraph\">Triglav Nationalpark &#8211; zum Zweiten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Sonne, Strand und Meer, ich liebe es. Aber wenn die Berge rufen, kann ich nur schwer widerstehen. Daher wollte ich dem Triglav Nationalpark noch eine weitere Chance geben. Allerdings waren die Wetteraussichten weiterhin nicht perfekt. Irgendwie hatten sich Wolken und Regen am Gebirge f\u00f6rmlich festgesaugt.<br><br>So fuhr ich am Nachmittag wieder zur\u00fcck nach Slowenien. Die \u00dcbernachtung im Nationalpark ist im Auto au\u00dferhalb von Campingpl\u00e4tzen nicht erlaubt. Es gibt da die App \u201epark4night\u201c, welche ich auch nicht wirklich mag. Die Polizei und die Ranger sollen mittels App gezielt die hierin eingetragenen Stellpl\u00e4tze anfahren und Strafen zwischen 100 \u20ac und 400 \u20ac verh\u00e4ngen. Also w\u00e4hlte ich einen Ort, der nicht in der App stand und sich noch dazu recht abseits befand.<br><br>Die Nacht war ruhig aber punkt 7 Uhr weckte mich der Schein einer Taschenlampe. Es war ein Ranger. Ich war einsichtig und der Ranger mehr als freundlich. Er belie\u00df es bei einer m\u00fcndlichen Verwarnung und wir erz\u00e4hlten noch eine Weile, bevor er sich weiter machte. Also \u00fcbernachten im NP scheint damit wirklich nicht m\u00f6glich zu sein.<br><br>Mein heutiger Startpunkt war der 1.611 m hohe Vrsic Pass. Ich fuhr diesen mit dem Auto von Kranjska Gora von Norden her \u00fcber 24 Kehren an. Am Pass angekommen parkte ich mein Auto und packte die Sachen zusammen. Parkgeb\u00fchr war aktuell nicht zu zahlen.<br><br>Heute sollte es auf einen gro\u00dfartigen Klettersteig gehen, dem Fenster Klettersteig bzw. zum Prednje okno. Ein Klettersteig der Schwierigkeit C \/ D.<br><br>Vom Ti\u010darjev dom na Vr\u0161i\u010du ging es auf einem Fahrweg in Richtung Po\u0161tarski dom na Vr\u0161i\u010du. Unterhalb eines alten Bunkers stehen 2 Infotafeln. Die eine informiert \u00fcber das Pagan Girl, die zweite \u00fcber den Steig und das es \u201elediglich\u201c ein anspruchsvoller Bergpfad sei und keine Via Ferrata, also kein Klettersteig. Hier folgt man dem Wegweiser in Richtung okno (dts. Fenster). Auf einem Bergpfad erreicht man schon bald den Einstieg in die Route. Von nun an wechseln sich gesicherte Passagen mit Gehgel\u00e4nde immer wieder ab. Der Fels bietet auch im nassen Zustand guten halt und insgesamt ist die Kletterei einfach nur sch\u00f6n. Hier im unteren Bereich hatte ich noch beste Aussicht und der Steig machte mir einfach nur Spa\u00df. Auf einem weiten Teil des Weges verfolgt einen das im Felsen zu erkennende Gesicht.<br><br>Immer weiter f\u00fchrt der Weg nach oben. Bald folgt er ein mit Klammern gesicherter Kamin. Innerhalb des Kamins muss zweimal umgesichert werden, was aber ebenfalls problemlos funktionierte. Nach dieser ersten steilen Passage folgt ein etwas schmalerer Kamin. Hier hatte ich im Vorwege gelesen, dass gr\u00f6\u00dfere Rucks\u00e4cke hinderlich seien. Mein 35l Rucksack passte mit mir aber gut durch. Allerdings war der Kamin nass und leicht rutschig. Im Anschluss schiebt man sich nochmals, nun etwas leicht schr\u00e4g durch eine etwas engere Spalte. Dies scheint die Passage zu sein, die \u00f6fters als Schl\u00fcsselstelle bezeichnet wird. Aber auch hier kam ich leicht durch.<br><br>Leider befand ich mich nun schon bald in den Wolken. Beim Aufstieg durch das Schutt- bzw. Ger\u00f6llfeld direkt unterhalb des Fensters konnte ich dies nur noch erahnen. An dieser Stelle kann sicherlich von vorgehenden immer wieder Steine losgetreten werden. Ich war aber auch hier allein unterwegs. Ein letztes Mal geht es nun \u00fcber Klammern an nassem Fels zum Ausstieg durch das Fenster. Und hier auf der S\u00fcdseite bot sich auch wieder ein sch\u00f6ner Blick in die Ferne.<br><br>Leider befanden sich aber alle h\u00f6heren Gipfel weiterhin in den Wolken. Aus diesem Grund verzichtete ich dann auf den finalen Aufstieg zum Prisank und machte mich, nach einer Rast, auf den Abstieg \u00fcber den Normalweg. Man k\u00f6nnte \u00fcber den Prisank weiter zum Jubil\u00e4umssteig bis zum Razor weiter steigen. Mangels Sicht lie\u00df ich es aber mit dem Fenstersteig gut sein.<br><br>Der Abstieg erfordert gerade im ersten Teil nochmals Konzentration. Es geht schnell H\u00f6he verlierend abw\u00e4rts. Immer wieder muss man dabei \u00fcber Ger\u00f6ll steigen. Bald erreicht man dann einen etwas breiteren Pfad, auf dem es nochmals \u00fcber ein Ger\u00f6llfeld geht. Bald erreicht man den Fu\u00df des 1.750 m hohen Sovna glava. Ich entschied mich, nicht den Weg \u00fcber den Gipfel zu w\u00e4hlen, sondern den Pfad westw\u00e4rts vorbei. Dieser Weg war nicht ideal, da er teils sehr schmal und teils stark zugewachsen war. Aber ich kam auch auf diesem Weg an dem Bunker vom Beginn der Tour an. Hier traf ich dann auf den Zustieg zum Fenstersteig und auf den Fahrweg, der mich schnell zum Vrsic Pass zur\u00fcckbrachte.<br><br>Ich kehrte noch in der H\u00fctte Ti\u010darjev dom na Vr\u0161i\u010du ein und g\u00f6nnte mir ein leckeres Gulasch mit einem frischen Radler. Eine sch\u00f6ne Tour, einzig die tr\u00fcbe Aussicht am bzw. durch das Fenster tr\u00fcbten den sch\u00f6nen Wandertag ganz leicht.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_4_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In die Berge Sloweniens Erst vor ein paar Wochen war ich in Schwedisch-Lappland gewesen. Damals habe ich es bis auf den Sydtoppen des Kebnekaise geschafft. Aber die Sturmb\u00f6en lie\u00dfen die Besteigung des Nordgipfels nicht zu. War das die Grundlage f\u00fcr die neue Idee? Der Triglav stand schon l\u00e4nger auf meiner Liste. 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